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Prof. Joachim Mössner, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie in Ruhestand

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    Stabwechsel an der Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Leipzig: Direktor Prof. Dr. Joachim Mössner ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Die kommissarische Leitung hat Prof. Thomas Berg, bisheriger Leiter der Sektion für Hepatologie, übernommen.

    Nach 25 Jahren als Klinikdirektor in Leipzig hat sich Prof. Dr. Joachim Mössner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, jetzt in den Ruhestand verabschiedet. 1993 folgte er aus Würzburg dem Ruf nach Leipzig, um hier den Neustart der universitären Medizin nach der Wende zu begleiten.

    „Die Möglichkeit, etwas neu gestalten zu können, war mehr als reizvoll“, erinnert sich Prof. Mössner. Auch wenn der Start alles andere als leicht war: Die damalige Medizinische Klinik und Poliklinik 2 war auf vier Standorte – Härtelstraße, Bettenhochhaus, Rotes Haus und Haus 12 (heutiger Kindergarten) – verteilt. Forschungsflächen mussten neu geschaffen werden.

    „Und als ich 1993 meinen Commodore PC 20 (20 Megabyte Speicherkapazität der Festplatte) auf meinen provisorischen Schreibtisch, den Frühstückstisch im Schwesternzimmer, wuchtete, brach der glatt zusammen“, erzählt Mössner aus der Anfangszeit. Doch die Zeiten änderten sich – 1995 wurde das historische Rote Haus das Zentrum seiner Klinik, 2009 konnte Mössner dann das neue konservative Zentrum in der Liebigstraße beziehen.

    Als Prodekan und später Dekan der Medizinischen Fakultät kann sich Prof. Mössner ans Revers heften, dass in seinen Amtsjahren – von 1996 bis 2002 – viele Professoren berufen wurden, die immer noch in Leipzig sind und ihre Kliniken sehr erfolgreich führen. „Mein Ziel war es damals, die vorhandenen Forschungsschwerpunkte zu stärken und auszubauen.

    Die Zahl der Forschungsprojekte wurde weiter gesteigert und damit auch die Summe der eingeworbenen Drittmittel. Insgesamt, denke ich, ist es gelungen, den Wissenschaftsstandort weiter auszubauen“, so Mössner. Vor allem die Integration von Neuberufenen in die Reihe der schon vor der Jahrtausendwende „altgedienten“ Professoren war ihm wichtig.

    „Mit seiner starken Persönlichkeit und Energie war Prof. Joachim Mössner ein großer Gewinn für das Klinikum und die Fakultät“, betont Prof Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. Dank seines Engagements hat sich die Innere Medizin am UKL hervorragend entwickelt.

    „Für diesen Einsatz, der zuletzt auch über das reguläre Ruhestandsalter hinausreichte, danken wir Joachim Mössner sehr herzlich“, so Prof. Fleig. „Wir wünschen ihm, dass er die vor ihm liegenden Jahre genießen kann und sind überzeugt davon, dass er an verschiedenen Stellen weiterhin in der Medizin Nutzen stiften wird.“

    Faszinierende Entwicklung der Medizin und des UKL miterlebt

    Begeistert lässt Mössner Revue passieren, welch spannende Entwicklung die Medizin in der Zeit seiner Berufstätigkeit genommen hat: So hat die personalisierte Medizin auch in der Gastroenterologie Einzug gehalten, und die Kenntnis über die Mechanismen der Entstehung von zahlreichen gastroenterologischen Erkrankungen ist enorm gewachsen.

    „Die Entdeckung von Helicobacter pylori hat letztlich viele Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre heilbar gemacht. Die Therapie von bösartigen Erkrankungen, wie dem Kolonkarzinom, im fortgeschrittenen Stadium ist deutlich verbessert. Hepatitis C ist heilbar geworden. Die Endoskopie spielt bei Frühdiagnose und Therapie vieler gastroenterologischer Erkrankungen, wie beispielsweise dem Dickdarmkarzinom, eine herausragende Rolle. Das alles habe ich miterleben dürfen. Auch die faszinierenden Fortschritte auf dem Gebiet der Molekularbiologie lassen die Pathogenese von Erkrankungen besser verstehen und eröffnen neue Therapiemöglichkeiten – da kann man schon ein wenig dankbar sein“, sagt Joachim Mössner.

    Auch das Universitätsklinikum Leipzig hat in dieser Zeit eine faszinierende Entwicklung genommen, bis hin zum Neubau Haus 7 als vorerst letzter Etappe. „Viele dieser Prozesse durfte ich miterleben und war selbst etwas daran beteiligt“, sagt Mössner. „Ich kenne viele medizinische Standorte in Deutschland, die dringend einer radikalen Sanierung bedürfen. In Leipzig ist dies gelungen, und der Standort gehört bezüglich Lehre, Forschung und Krankenversorgung zu einem der attraktivsten.“

    Nicht zuletzt hat Prof. Mössner auch mit seiner Karriere seinen Beitrag dazu geleistet. Er ist Mitglied der nationalen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina, und Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften geworden. 1999 war er einer der jüngsten Präsidenten seines Gebietes, der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und durfte den Kongress in der neu erbauten Messe ausrichten.

    2012 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, 2017 zeichnete ihn die europäische Pankreas-Gesellschaft für sein Lebenswerk aus. Und nicht zuletzt bekam er unlängst die Ernst-von-Bergmann-Plakette, eine hohe Auszeichnung der Bundesärztekammer, für das Engagement in der Fort- und Weiterbildung der Ärzteschaft.

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