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futureSAX-Innovationskonferenz 2019

Martin Dulig prämiert die Gewinner der Sächsischen Gründer-, Transfer- und Innovationspreise

Unter dem Motto "IDEE. TRANSFER. INNOVATION." bildete die futureSAX-Innovationskonferenz den Höhepunkt des futureSAX-Jahres. Die Konferenz bot zudem den Rahmen zur Prämierung der Sieger der Sächsischen Staatspreise für Gründer, Transfer und Innovation. Mit über 140 Einreichungen wurde in diesem Jahr ein neuer Teilnehmerrekord erzielt.

Wirtschaftsminister Martin Dulig zeichnete die innovativsten Gründer und Unternehmer sowie die besten Wissens- und Technologie­Transferprojekte Sachsens aus. Erstmals wurde dabei neben den Sonderpreisen „futureSAX-Publikumspreis“ und „Sonderpreis der Sächsischen Handwerkskammern“ auch der „Sonderpreis Technologiemittler“ vergeben.

„Von der Programmierung von Industrierobotern über Fensterbelüftungssysteme bis hin zur Entwicklung einer herzgesünderen Rostbratwurst – auch in diesem Jahr war die Bandbreite der eingereichten Innovationen wieder sehr vielfältig und spannend. Jeder einzelne Bewerber zeigt damit, dass Sachsen mit seiner exzellenten Forschungslandschaft ein hohes Innovationspotenzial und ein lebhaftes Gründergeschehen besitzt“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig in seiner Eröffnungsrede zur Prämierung der Gewinner auf der futureSAX-Innovationskonferenz im Ostra-Dome in Dresden.

Dulig ermutigte die über 500 anwesenden Wissenschaftler, Gründungswilligen und Unternehmer auch in Zukunft neue Wege einzuschlagen: „Wir brauchen kreative Köpfe mit innovativen Ideen. Wir brauchen clevere Köpfe mit Mut zum Unternehmertum. Sie alle sind die Zukunft der sächsischen Wirtschaft. Nur so können wir gemeinsam die Erfolgsgeschichte des Innovationslandes Sachsen fortschreiben.“

Erfolgreichster Gründer kommt aus Dresden

Im Rahmen des Sächsischen Gründerpreises hat das Team um Christian Piechnick von der Wandelbots GmbH aus Dresden mit ihrem Konzept die Wettbewerbsjury überzeugt.

Die Wandelbots GmbH demokratisiert die Robotik. Roboter lernen aus Beispielen, die ein Mensch mit Hilfe von intelligenter Kleidung vormacht. Die Wandelbots Software – WandelBox – ist in der Lage aus den dabei gesammelten Daten sogenannte Skills abzuleiten. Aus diesen können vollintegrierte Automatisierungsskripte generiert werden, die den Roboter in die Lage versetzen eine Aufgabe autonom zu bewältigen.

Den zweiten Platz belegt die Morpheus Space GmbH, sie produziert die kleinsten Ionenstrahlantriebe weltweit und verleiht damit der Nano-Satelliten Industrie die notwendige Mobilität und Nachhaltigkeit.

Die drittplatzierte Leipziger Jymmin GmbH i.G. bietet ein Trainingssystem für Musikfeedback-Sport an, das alleine oder in Gruppen genutzt wird.

Mit dem Sächsischen Gründerpreis unterstützt der der Freistaat Sachsen die Entwicklung von guten Ideen zu tragfähigen Geschäftskonzepten sowie besonders innovative und wachstumsorientierte Gründungsvorhaben. Für den Wettbewerb werden jährlich Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro ausgelobt.

Sachsens bestes Transferprojekt stammt von Prof. Dr. Dr. Karl Leo von der Technischen Universität Dresden

Sachsen gehört zu den forschungsintensivsten Regionen Europas. Vielfältige Transferaktivitäten tragen dazu bei, das einzigartige Know-how zu nutzen und in Innovationen zu überführen. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 erstmalig der Sächsische Transferpreis vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobt. Der Sächsische Transferpreis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Auch in diesem Jahr konnten Unternehmen, die von einem Transferprozess profitiert haben, ihren Transfergeber vorschlagen. Der Sieger des Sächsischen Transferpreises ist Prof. Dr. Dr. Karl Leo von der Technischen Universität Dresden. Er wurde vom Sieger des Sächsischen Gründerpreises 2016, der Senorics GmbH, vorgeschlagen.

Am Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) der TU Dresden wird unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Leo seit mehr als 20 Jahren an organischen Halbleitern geforscht. Nach zahlreichen erfolgreichen Ausgründungen konnte 2018 ein Patentportfolio in die jüngste Ausgründung Senorics transferiert werden.

Des Weiteren konnten neuartige Sensoren entwickelt werden, die eine berührungslose und hoch genaue Distanzmessung erlauben. Zudem konnte dank der Initiative und den Anstrengungen von Prof. Karl Leo Senorics eine Seed-Finanzierungsrunde über 2.3 Millionen Euro schließen.

Der zweite Platz ging an Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak von der Technischen Universität Dresden mit dem Transferprojekt cera2heat – Revolution industrieller Heizprozesse, das er gemeinsam mit dem Gewinner des futureSAX-Ideenwettbewerbes (jetzt Sächsischer Gründerpreis) erarbeitete.

Drittplatzierter des Sächsischen Transferpreises wurde Karl Lötsch von der Technischen Universität Chemnitz mit dem Projekt Großserientaugliche Herstellung von metallischen PEMBipolarplatten, das er gemeinsam mit dem Olbernhauer Unternehmen Wätas Wärmetauscher Sachsen GmbH durchführte.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für die sehr wichtige Rolle des Technologiemittlers ausgelobt. Dieser geht an Maria Kryger von der Universität Leipzig für das erfolgreichen Transferprojekt zwischen der Fleischerei Möllmer und der Universität Leipzig mit der Entwicklung einer herzgesünderen Rostbratwurst.

Innovativstes sächsisches Unternehmen kommt im Jubiläumsjahr 2019 aus der Oberlausitz

In diesem Jahr prämierte der Freistaat bereits zum 20. Mal wegweisende Innovationen sächsischer Unternehmen mit dem Sächsischen Innovationspreis.

Vom reinen Vertriebler zum Produzenten des eigens entwickelten Produkts – der erste Platz des Sächsischen Innovationspreises 2019 geht an die INNOPERFORM GmbH. Die Malschwitzer entwickelten den arimeo CS. Der patentierte Fensterfalzlüfter für Kunststofffenster, ist eine Lösung, um einen geregelten Luftaustausch bei geschlossenem Fenster zu realisieren (Schimmelvermeidung).

Er nimmt dabei nur den Bauraum der Fensterflügeldichtung ein. Erstmals steht damit die gesamte Breite der Fensterflügel für die Bestückung mit Fensterfalzlüftern zur Verfügung, ohne dass Fensterbeschläge dies einschränken.

Auf den zweiten und dritten Platz im Bereich der innovativsten sächsischen Unternehmen kamen die Dresdner Fabmatics GmbH und die Zellkraftwerk GmbH aus Leipzig.

Beim SCOUT der Innovation der Fabmatics GmbH handelt es ich um einen frei navigierenden, mobilen Roboter, der durch hardware- & softwareseitigen modularen Aufbau sowohl eine Skalierung in Größe & Form als auch bzgl. der Handhabungseinheit erlaubt. Vielfältige Transport- und Handhabungsaufgaben können ausfallsicher mit einem Grundfahrzeug-Typ erledigt werden. Dies führt zu geringen Aufwänden bei Wartungsprozeduren, der Ersatzteilvorhaltung oder auch bei Produktschulungen.

Die Zellkraftwerk GmbH ist Vorreiter und Impulsgeber der ChipCytometry. Das Unternehmen hat eine einzigartige Hard- und Software-Technologieplattform entwickelt, die in den verschiedensten Bereichen wie Immunonkologie, Autoimmunitätsforschung oder der Entwicklung zellulärer Therapien erfolgreich eingesetzt wird. Die Produkte werden sowohl von akademischen Forschergruppen als auch pharmazeutischen Unternehmen weltweit genutzt.

Der Sächsische Innovationspreis ist mit Preisgeldern von insgesamt 50.000 Euro dotiert. Er richtet sich an in Sachsen ansässige, mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und bis zu 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr, deren Gründung mindestens fünf Jahre zurückliegt.
*Übersicht Preisträger 2019

Sächsischer Gründerpreis 2019:

1. Platz: Wandelbots GmbH, Dresden – „Demonstrationsbasiertes Anlernen von Robotern“
2. Platz: Morpheus Space GmbH, Dresden – „Mikroantriebe für Nano-Satelliten zur nachhaltigen Nutzung des Weltraums“
3. Platz: Jymmin GmbH, Leipzig – „Stimulation emotional-motorischer Kontrolle durch Musikfeedback“
4. futureSAX-Publikumspreis: Team SAM Assistance, Dresden – „Selbstlernendes Assistenzsystem für Maschinenbediener“

Sächsischer Transferpreis 2019:

1. Platz: Prof. Dr. Dr. Karl Leo, Technische Universität Dresden – „Miniaturisierbare Spektroskopie basierend auf organischer Elektronik“
2. Platz: Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak, Technische Universität Dresden –„cera2heat – Revolution industrieller Heizprozesse“
3. Platz: Karl Lötsch, Technische Universität Chemnitz – „Großserientaugliche Herstellung von metallischen PEM-Bipolarplatten“
4. Sonderpreis Technologiemittler: Maria Kryger, Universität Leipzig, „Entwicklung einer herzgesünderen Rostbratwurst“

Sächsischer Innovationspreis 2019

1. Platz: Innoperform GmbH, Malschwitz – „arimeo – die neue Generation Fensterfalzlüfter“
2. Platz: Fabmatics GmbH, Dresden – „Flexibler, selbst-navigierender, autonomer Roboter mit adaptiven, modularen Handhabungssystemen“
3. Platz: Zellkraftwerk GmbH, Leipzig – „Zellscanner und Cytobot“
4. Sonderpreis der sächsischen Handwerkskammern: isotech Gebäudetechnik e.K. – „steam X: innovative Dampftechnologie“

Hintergrund futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen – gibt Gründern und Unternehmern aus Sachsen Wachstumsimpulse und vernetzt branchenübergreifend Innovatoren aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zur Finanzierung des Wachstums bietet futureSAX Gründern und Unternehmern zahlreiche Matching-Möglichkeiten mit Kapitalgebern.

Die futureSAX-Innovationskonferenz ist das Highlight des futureSAX–Jahres und ein Treffpunkt aller Akteure und Innovationsinteressierten des Gründer- und Innovationsökosystems Sachsens. Weitere Informationen zu futureSAX finden Sie unter: www.futureSAX.de

Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

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Zum 200. Geburtstag gestalten HTWK-Studierende eine Clara-Schumann-Ausstellung im Musikinstrumentenmuseum
Auch dieses Tafelklavier (Detail) von Breitkopf & Härtel, Leipzig, aus dem Jahre 1846 wird in der Ausstellung gezeigt. Foto: Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig (4506)

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Bernd F. Lunkewitz: Auch „Horns Ende“ wurde nicht an der DDR-Zensur vorbei veröffentlicht
Christoph Hein, Elmar Faber: Ich habe einen Anschlag auf Sie vor. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserDie Geschichte klang zu schön: Da trickst ein cleverer Verleger die Genehmigungspraxis der DDR aus, indem er – da er partout keine Druckfreigabe vom zuständigen Buchminister bekommen kann – der Druckerei einfach sagt, sie könne das Buch jetzt drucken, die Druckgenehmigung sei da. Und so sei „Horns Ende“ zum einzigen Buch in der DDR geworden, das ohne Druckgenehmigung erschien. Leider nur eine schöne Anekdote, teilt uns jetzt Bernd F. Lunkewitz mit.
Wann bekommt Sachsen endlich ein Artenschutzgesetz wie Bayern?
Wolfram Günther, Vorsitzender der Grünen-Fraktion. Foto: L-IZ

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Für alle LeserMuss es erst eine krachende Wahlniederlage für die Regierungspartei geben, damit in Sachsen endlich eine Politik gemacht wird, die das Land vor Schaden schützt? Wolfram Günther, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, hat da so eine Ahnung. Das große Vorbild für Sachsens CDU war ja immer Bayern. Und dort wurde jetzt ein dickes Artenschutzpaket beschlossen. Dem war ein starkes Volksbegehren vorausgegangen.