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Weitere 27 Tenure-Track-Professuren für Sachsens Universitäten aus dem Bund-Länder-Programm

Auch die Universität Leipzig und die Technische Universität Chemnitz erhalten Tenure-Track-Professuren im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Auswahlgremium der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz GWK genehmigte für die Universität Leipzig 22 Tenure-Track-Professuren und für die TU Chemnitz 5.

Das den Anträgen zugrunde liegende Personalentwicklungskonzept der Hochschulen legt fest, dass die zunächst befristet eingestellten Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren nach erfolgreicher Evaluierung ihrer in der Regel sechsjährigen Qualifikation als unbefristete Professoren von der Universität übernommen werden. In einer ersten Auswahlrunde vor zwei Jahren hatte die TU Dresden 18 Tenure-Track-Professuren und die TU Bergakademie Freiberg 8 dieser Stellen bewilligt bekommen.

„Ich bin froh, dass nun auch die Universitäten in Leipzig und Chemnitz von dieser Förderung Gebrauch machen können und sich erfolgreich beworben haben. Das Tenure-Track-Verfahren bietet einen inzwischen etablierten Karriereweg für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie erhalten die Möglichkeit, einen direkten Weg zu einer ordentlichen Professur anzustreben. Das wirbt und hält die weltweit Besten des wissenschaftlichen Nachwuchses an unseren Universitäten, denn es bietet ihnen eine sehr gute berufliche und wissenschaftliche Perspektive“, erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Sie ergänzt: „Der Tenure Track ermöglicht eine frühere Entscheidung für den dauerhaften Verbleib von wissenschaftlichen Nachwuchskräften, denn Hochschulen können mit einer solchen Stelle ein attraktives Karriereangebot machen, um die besten Köpfe an sich zu binden und somit der Wissenschaft zu erhalten. Zudem wird ein Kulturwandel in der Struktur des wissenschaftlichen Personals ermöglicht, da das Durchschnittsalter der Professorenschaft gesenkt werden kann.“

Damit Tenure-Track-Professuren auch in Sachsen in Anspruch genommen werden können, hatte der Sächsische Landtag im September 2017 eine Novelle des Hochschulfreiheitsgesetzes beschlossen. „Ich bin froh, dass der Landtag dem Änderungsvorschlag meines Hauses gefolgt ist. Dies war nötig, um die Beteiligung der Hochschulen an dem Programm rechtlich abzusichern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich nun darauf verlassen, dass sie nach erfolgreicher Evaluierung ihrer Tenure-Track-Professur an der gleichen Universität unbefristet eine Professur erhalten“, so Ministerin Dr. Stange.

Der sogenannte Tenure Track ist ein Karriereweg, der junge Forscher in sechs Jahren zu einer unbefristeten Professur führen kann. Erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlern wird auf der Grundlage eines qualitätssichernden Berufungsverfahrens zunächst eine befristete Professur übertragen. Diese wird nach einer erfolgreichen Evaluation in eine unbefristete Professur umgewandelt. Um wissenschaftliche Laufbahnen an Universitäten besser planbar und transparenter zu gestalten, schafft das Bundesprogramm 1000 solcher neuen Tenure-Track-Stellen.

In einer ersten Auswahlrunde vor zwei Jahren hatten die TU Dresden, die TU Bergakademie Freiberg und die Universität Leipzig insgesamt 38 Tenure-Track-Professuren beim Bund beantragt. Diesmal in der zweiten Auswahlrunde hatte die Universität Leipzig die Förderung von 22 dieser Professuren beantragt, die TU Chemnitz fünf. Insgesamt haben die sächsischen Universitäten damit Mittel für 53 Tenure-Track-Professuren eingeworben. Über die Programmlaufzeit von 2017 bis 2032 stellt der Bund hierfür insgesamt bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Länder stellen die Gesamtfinanzierung sicher.

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