Leipzig-Wahren ist um eine moderne Bildungseinrichtung reicher. Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz, haben gestern die neue Schule am Auensee in der Stahmelner Straße 1 offiziell an die Schulleiterin Ute Wolter, die Schüler- und Lehrerschaft übergeben.

Das sanierte Schulgebäude aus dem Jahre 1894 wurde für die Bedürfnisse einer dreizügigen Grundschule hergerichtet und um einen Erweiterungsneubau und eine Einfeld-Sporthalle ergänzt. Der Entwurf stammt von den Architekten der Arge Buruckerbarnikol + thoma architekten aus Dresden. Seit dem 19. August befindet sich die Schule am Auensee, Grundschule der Stadt Leipzig, die zuvor als Paul-Robeson-Grundschule in der Jungmannstraße beheimatet war, bereits im Schulbetrieb. Die über 180 Schülerinnen und Schüler sind vom neuen Schulgebäude begeistert.

Der Bau hat rund 11,25 Millionen Euro gekostet. Gefördert wurde das Projekt durch 6,65 Millionen Euro aus dem Förderprogramm “Brücken in die Zukunft” VwV Investkraft des Freistaates Sachsen.

„Der Stadtteil Wahren kann sich über eine Bildungseinrichtung freuen, die den Anforderungen der Zukunft gewachsen ist“, erklärt Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Als einzige Schule in Wahren hat sie an diesem Standort eine sehr lange Tradition. Und nach Jahren der Schließung öffnet sie sich jetzt auch wieder für Begegnungen, Versammlungen und Veranstaltungen von Bewohnern, Vereinen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen des Stadtteils.“

Im Jahr 2013 gewann die Stadt Leipzig als eine von fünf Städten einen Preis im bundesweiten Wettbewerb der Montagsstiftung, die durch die „Phase Null“ Schulbau-Projekte bereits vor Baubeginn unterstützt und dabei pädagogische und architektonische Belange berücksichtigt. Das Ergebnis des Pilotprojektes war die Grundlage für die Ausschreibung zur Reaktivierung und Erweiterung des Schulstandortes durch die Stadt Leipzig.

Der Entwurf der Arge Buruckerbarnikol + thoma architekten lässt die Fläche zum Opferweg hin bewusst frei. Im Kontext mit der Gnaden-Kirche wurde hier ein Platz geschaffen und die repräsentative historische Ostfassade des Schulgebäudes ist vollständig sichtbar.

Das Grundstück liegt in einer archäologischen Relevanzzone (vorgeschichtliche Siedlungslandschaft) zum Schutz und zur Pflege der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen. Daraus resultierten im Vorfeld der Baumaßnahmen Grabungen zur Sicherung der historischen Befunde, betreut durch das Landesamt für Archäologie.

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