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Aktionsnetzwerk mobilisiert am 15.Februar zur gemeinsamen Anreise gegen Naziaufmarsch nach Dresden

Am 15. Februar wollen Nazis aus dem ganzen Land und darüber hinaus nun zum 20. Mal ihr rechtes Gedankengut in Dresden auf die Straße tragen. Sie nutzen das Datum der Bombardierung des nationalsozialistischen Dresden, welches sich zum 75. Mal jährt, für die Verbreitung ihrer revisionistischen Geschichtserzählung eines unschuldigen deutschen Volkes. Dem müssen wir entschieden und breit widersprechen.

„Seit der Wiedervereinigung versammeln sich Neonazis jeden Februar, um die Legende vom „alliierten Bombenterror“ zu feiern und durch die sächsische Hauptstadt zu marschieren. Dagegen gibt es spätestens seit 2009 breiten antifaschistischen Protest. Durch die zwischen Zivilgesellschaft und Antifa abgestimmten Aktionen konnte der Aufmarsch mehrfach gestoppt werden. Das wollen wir auch dieses Mal erreichen.“ erklärt Joschka Fux vom SDS Leipzig.

Irena Rudolph-Kokot ergänzt für das Aktionsnetzwerk: „Seit Pegida in Dresden de facto das Frontstadt- Konzept durchsetzt, spätestens aber seit 2019, steigen die Teilnehmendenzahlen bei den Nazi- Demonstrationen wieder stetig an. Weite Teile der Zivilgesellschaft haben unterschätzt, wie stark der wieder aufstrebende Rechtsruck in Europa auch den Neonazis in Dresden wieder Auftrieb verliehen hat und dazu führte, dass in diesem Jahr erneut über 1.000 von ihnen durch die Dresdner Innenstadt liefen.

Die Gegenaktionen konnten den Aufmarsch im vergangenen Jahr verkürzen aber nicht verhindern. Dies darf sich nicht wiederholen. Gerade in diesem Jahr – 75. Jahre nach der Bombardierung und 20 vergangene Jahre von Nazi-Aufmärschen – müssen wir gemeinsam der als „Traumarsch“ getarnte Hassversammlung mit friedlichen Widersetzaktionen begegnen.“

Der offen revisionistische Aufmarsch wird seit vielen Jahren vom Landesvorsitzenden der JN und Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes Dresden, Maik Müller, angemeldet. Seit nunmehr zwanzig Jahren findet ein Nazi-Aufmarsch statt, bei dem Teilnehmende aus dem ganzen Land und vor allem auch den angrenzenden Regionen ungestört NS-Propaganda verbreiten können.

„Dies verpflichtet alle Demokratinnen und Demokraten, also die gesamte Zivilgesellschaft, zum Protest. Es darf nicht sein, dass den zweiten Weltkrieg auslösendes Gedankengut in Deutschland auch noch 75 Jahre nach Ende des nationalsozialistischen Mordens verbreitet werden kann“, so Marie Müser von der Grünen Jugend Leipzig abschließend.

Wir rufen alle Leipzigerinnen und Leipziger dazu auf, mit uns am 15. Februar nach Dresden zu fahren und gemeinsam mit Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet den Nazis aktiv den Platz zu nehmen!

Wir rufen zur gemeinsamen Anreise am 15.Februar aus Leipzig nach Dresden auf. Dafür treffen wir uns 10:45 Uhr am Querbahnsteig, Gleis 21.

MelderDresdenDemonstration
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