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Augustusbrücke: Bauen unter erschwerten Bedingungen

Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (23. April 2020) gemeinsam mit dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden, Raoul Schmidt-Lamontain, sowie mit dem Sächsischen Landeskonservator Alf Furkert die Baustelle der Augustusbrücke besucht. Dort informierte sich der Staatsminister über Bauarbeiten in Zeiten der Corona-Pandemie sowie über den Stand der Instandsetzungsarbeiten an der denkmalgeschützten Augustusbrücke.

„Die Kräne auf den sächsischen Baustellen drehen sich wie gewohnt weiter, wenngleich unter speziellen Hygienemaßnahmen. Ich bin beeindruckt, wie engagiert die Arbeiten vorangetrieben werden – gerade unter diesen erschwerten Bedingungen. Mir ist bewusst, dass auch die Bauwirtschaft in der derzeitigen Krise in Mitleidenschaft gezogen wird. Von staatlicher Seite sind deshalb umfangreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Wir wollen, wo es möglich ist, die Arbeit der Unternehmen von staatlicher Seite unterstützen und aufrechterhalten“, sagte Staatsminister Schmidt

„Die Augustusbrücke als eines der bedeutendsten Bauwerke Dresdens und unverzichtbarer Bestandteil des Ensembles am Theater- und Schloßplatz ist dabei natürlich besonders im Blick. Ich bin der Landeshauptstadt und unserem Landesamt für Denkmalpflege sehr dankbar, dass von Anfang an gemeinsam eine denkmalgerechte Instandsetzung der Augustusbrücke verfolgt wurde! Ziel war es, nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch möglichst viel originale Substanz zu erhalten.“

Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sagt: „Obwohl die Coronakrise viele Einschnitte und Veränderungen mit sich bringt, gelang es uns mit unseren Partnern DVB, DREWAG, Stadtentwässerung Dresden, Telekom und Vodafone sowie mit den Firmen am Bau, diese bedeutende Baustelle weiterzuführen und sogar deutliche Fortschritte zu erzielen.

Für die Landeshauptstadt Dresden als Bauherr und für alle Baufirmen ist es eine Verpflichtung, die Augustusbrücke durch eine denkmalgerechte und sorgfältige Instandsetzung dauerhaft im Stadtbild Dresdens zu erhalten. Bei uns wie auch bei den Baufirmen wird der Gesundheitsschutz großgeschrieben. Durch verteilte Pausenzeiten und eine Reduzierung der Kontakte auf das Wesentliche gelang es bisher, die Baustelle am Laufen zu halten.“

Auch der für die Augustusbrücke zuständige Projektleiter Daniel Windisch, Hentschke Bau GmbH, zeigt sich stolz: „Trotz der derzeit für alle sehr schwierigen Lage können wir den Baubetrieb auf unseren Baustellen weitestgehend aufrechterhalten und diese wichtige infrastrukturelle Maßnahme der Landeshauptstadt Dresden vorantreiben. Durch den überdurchschnittlichen Einsatz all unserer Mitarbeiter gelingt es uns, fehlende Arbeitskräfte, die sich gezwungenermaßen vorübergehend in der Kinderbetreuung befinden, weitestgehend zu kompensieren.

Fehlende Lieferungen von Baumaterialien infolge der Corona-Pandemie und auch nicht zur Verfügung stehende Arbeitskräfte aus den europäischen Nachbarländern führen jedoch leider zu einigen Engpässen. Im Sinne der Gesundheit unserer Mitarbeiter gelten auf unseren Baustellen aktuell verschärfte Schutz- und Hygienevorschriften.

Kontaktverbote sind auf der Baustelle natürlich nur eingeschränkt umsetzbar; aber auch hier haben wir entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Wir sind nach wie vor optimistisch für die Zukunft und glauben, gemeinsam gestärkt die Krise zu überwinden.“

Thomas Alscher, Geschäftsführer der Hentschke Bau GmbH, ergänzt: »Nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die gesamte Baubranche wird es wichtig sein, dass auch nach der aktuellen Krise weiter investiert und gebaut wird. Der Infrastrukturbau wird helfen, die eingebrochene Konjunktur wieder anzukurbeln.“

Hintergrund der Instandsetzung:

Massive Schäden durch das Hochwasser im Jahr 2013 und nicht zuletzt das Alter dieses Kulturdenkmals hatten eine grundhafte Instandsetzung erfordert. Um das historische Erscheinungsbild der Brücke zu erhalten, werden unter anderem Fahrbahn- und Fußwegbreiten nicht verändert, Granitkrustenplatten und Straßenpflaster wiederverwendet und der verwendete Sandstein restauriert. Auch die alten Lampenformen mit den opaken Kugelschirmen werden die sanierte Augustusbrücke schmücken – allerdings mit modernen LED-Leuchten.

Zudem wurde eine aufwändige Studie zum Ersatzmaterial für die Kunststeinkassetten der Bogenunterseite mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) unter Einbeziehung des Instituts für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e. V. (IDK) durchgeführt.

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