Die Linke Leipzig ruft dazu auf zum Internationalen Kampf- und Feiertag der ArbeiterInnenklasse – unter der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – Flagge zu zeigen. Die Linke will damit am 1. Mai im Jahr der Corona-Krise insbesondere auf die systemrelevanten Berufe aufmerksam machen. Für sie wird jetzt der Wert der Ware Arbeitskraft sichtbar und Die Linke fordert alle dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass u.a. den systemrelevanten Berufen endlich auch eine relevante Besserbezahlung zukommt!

Dazu hatte Die Linke Leipzig eine den Corona-Auflagen entsprechende Fahrrad-Demonstration um den Leipziger Ring geplant und angemeldet. Heute (29.04.2020) vormittags erhielten die Leipziger GenossInnen von Ordnungsamt die Nachricht, dass statt einer Demonstration mit 50 Teilnehmenden nur eine stationäre Kundgebung mit 25 Gästen möglich sei.

Da dies aus Sicht des Stadtverbandes eines würdigen 1. Mai nicht entspricht, bereitet er sich nun darauf vor und ruft er seine Mitglieder dazu auf, ohne große Menschenansammlungen am 1. Mai Flagge zu zeigen. Dafür stellen Die Linken verschiedene alternative Aktionsmöglichkeiten auf ihrer Homepage vor und zum Download zur Verfügung.

Dazu sagt Dr. Adam Bednarsky, Vorsitzender von Die Linke Leipzig: „Während die Bundesregierung die Kosten der Corona-Krise auf die Lohnabhängigen abwälzt, wird in den Krankenhäusern und in der Pflege der Arbeitsschutz nicht eingehalten, der 8- Stunden-Tag ausgehebelt und die Sonntagsschließung im Einzelhandel abgeschafft. Zusätzlich gibt es in vielen Betrieben keine Möglichkeit den Mindestabstand einzuhalten.

Nicht nur am 1. Mai fordert Die Linke die Reichen und Vermögenden für die Finanzierung der Krise heranzuziehen. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Gerade jetzt ist eine Vermögensabgabe für die Krisenkosten nötig!“

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

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