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Homeschooling: Bildungserfolge variieren in Abhängigkeit von sozialer Herkunft

Mit dem „Homeschooling“, wie es in der Corona-Krise gerade gang und gäbe ist, befinden wir uns in einer extremen Ausnahmesituation, sagt Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Katrin Liebers vom Institut für Pädagogik und Didaktik im Elementar- und Primarbereich der Universität Leipzig. Im Interview spricht sie über Probleme und Chancen des Homeschoolings vor allem für Grundschulkinder. Sie sagt unter anderem: „Es wird zunehmend schwieriger werden, weitere Lernfortschritte zu sichern.“ Und: „Bildungsdisparitäten, das heißt unterschiedliche Bildungserfolge in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft, werden mit Andauern des Homeschoolings weiter zunehmen.“
Prof. Dr. Katrin Liebers Foto: Privat

Prof. Dr. Katrin Liebers Foto: Privat

Frau Prof. Liebers, welche Probleme sehen Sie gerade für Grundschulkinder wegen der langen Zeit des Homeschoolings zu Hause?

Homeschooling erfolgt zurzeit in einer Notsituation, auf die keiner der Beteiligten ausreichend vorbereitet war und ist. In den sozialen Medien kursieren gerade zahlreiche Aktionen, in denen Eltern auf ihre Probleme mit dem Homeschooling aufmerksam machen, sie erleben vielfach eine Überforderung infolge der gleichzeitigen Belastung durch Homeoffice und Homeschooling, garniert mit täglichem Küchendienst und Selbstoptimierung.

Hinzu kommen zuweilen nicht ausreichende technische Voraussetzungen, wenn mehrere Kinder gleichzeitig am PC unterrichtet werden müssen, schwache Netze die Zeit rauben und eine Flut von Arbeitsblättern die Eltern bis zu fünf Stunden täglich und mehr an den Schreibtisch ihrer jüngeren Kinder bindet oder Fachkenntnisse erfordern, die sie selbst gar nicht haben.

Der dadurch entstehende Druck überträgt sich auch auf Kinder, hinzu kommen vielleicht noch schlimmere Sorgen um die eigene berufliche Existenz oder die Gesundheit von Familienangehörigen, fehlende Großelternkontakte, Sehnsucht nach Freunden und wichtigen Bezugspersonen sowie eingeschränkte Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Zugleich warnen einige Experten vor den Folgen ungesehener häuslicher Gewalt und psychischen Erkrankungen.

Bezogen auf den Bereich des schulischen Lernens wird es zunehmend schwieriger werden, weitere Lernfortschritte zu sichern, denn viele Lehrkräfte hatten zunächst auf Übung, Festigung und Wiederholung gesetzt. Allerdings trägt diese Strategie beim jetzigen Zeithorizont der schrittweisen Öffnung der Grundschulen nicht mehr weiter, da irgendwann auch Neues zu lernen ist.

Eltern können zwar in der Regel seit langem das Lesen und Schreiben sowie die Grundrechenarten weitgehend automatisiert ausführen, aber sie sind deshalb nicht automatisch Fachfrauen und Fachmänner für deren Vermittlung, die ein spezifisches fachdidaktisches Know-how erfordern.

Bei manchen Kindern ist anzunehmen, dass deren Eltern ihnen kaum helfen können, und einzelne Kinder werden von der Schule und ihren Angeboten nicht erreicht. Das heißt, eine Form schulischen Lernens findet für sie seit Wochen nicht mehr statt, und mühsam erworbene Fähigkeiten gehen wieder verloren. Ähnliche Effekte des Einflusses des Elternhauses sind aus gut gesicherten Forschungsbefunden zur unterschiedlichen Wirkung längerer Schulferien auf den Lernstand je nach sozialer Herkunft bereits bekannt.

Der Trend, dass von ihren Eltern gut geförderte Kinder deutlich schneller voranschreiten werden als Kinder von Eltern, denen es an Zeit, technischen Möglichkeiten oder schlicht auch dem notwendigen Wissen fehlt, ihre Kinder angemessen zu unterstützen, wird sich unter diesen Bedingungen verschärfen. Damit werden die in Deutschland bestehenden Bildungsdisparitäten, das heißt unterschiedliche Bildungserfolge in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft, mit Andauern des Homeschoolings weiter zunehmen.

Bietet die aktuelle Situation auch Chancen?

Für etliche Kinder kann die Situation durchaus gute Möglichkeiten einer vertieften und eigenständigen Weiterentwicklung von Fähigkeiten und neuen Interessen sowie des selbstständigen Lernens bieten, wenn Lernangebote und Aufgabenformen vorliegen, die ein solches Lernen unterstützen. Für jüngere Schulkinder, die aus einem noch nicht abgeschlossenen Schriftspracherwerb gerissen wurden, oder Kinder, die auf eine direkte Instruktion durch ihre Lehrkräfte beim Lernen angewiesen sind, stellt sich das unter Umständen schwieriger dar.

Vielfach wird zudem darauf verwiesen, dass Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung weit abgehängt sind. Insofern könnte diese Krise zu einem Impuls werden, in allen Grundschulen bei der Ausstattung und Unterrichtsentwicklung weiter voranzukommen. Zugleich ist aber auch festzustellen, dass – bezogen auf die Wirksamkeit digitalen Lernens in der Grundschule  – erst wenige substanzielle Befunde vorliegen.

Anders gesagt: Nicht alle digitalen Programme und Apps, so bunt und vermeintlich kindgerecht sie auch daherkommen mögen, tragen tatsächlich dazu bei, dass Kinder substanziell besser lesen, schreiben und rechnen lernen. Auch hier braucht es viel mehr Forschung und darauf basierende Entwicklungen, um entsprechende digitale Lernprogramme zu entwickeln.

Was raten Sie Eltern jüngerer Schulkinder, wie können sie ihren Nachwuchs unterstützen?

Jüngere Schulkinder sind aus der Schule feste Gewohnheiten, Rituale und Abläufe gewohnt, und solche können auch zu Hause praktiziert werden, also einen Beginn zur jeweils gleichen Zeit am gleichen Ort und mit einem kleinen Anfangsritual zur Einstimmung auf die Arbeit sowie einem Endritual. Zugleich benötigen jüngere Kinder neben einer verbindliche Zielklärung für die jeweilige Lerneinheit und einer Motivation, warum diese wichtig ist, noch häufige Pausen und Entspannungsübungen für Finger, Körper und Geist, die nach 20 Minuten eingebaut werden sollten.

Dabei ist auch in Rechnung zu stellen, dass in vier Unterrichtstunden in der Schule immer wieder kleinere Zeitabschnitte enthalten sind, in denen in der Klasse auf andere Kinder gewartet wird, Dinge vorbereitet oder aufgeräumt werden oder andere Kinder ihre Ergebnisse vortragen und nicht jedes Kind selbst ununterbrochen aktiv ist.

Das heißt: Vier Unterichtsstunden im Homeschooling bedeuten nicht, dass ein Kind drei Zeitstunden jeden Tag ununterbrochen arbeiten muss. Schließlich richtet die Lehrkraft ihre Fragen und Aufträge an durchschnittlich 22 Kinder und muss deren unterschiedliche Lernbedürfnisse und deren unterschiedliche Tempi ausgleichen.

Einige Kinder sind von der ersten Klasse an daran gewöhnt, sehr eigenaktiv mit Tages- oder Wochenplänen zu arbeiten und können zu Hause selbstständig lernen, andere sind von ihrer Lehrerin ein tägliches gemeinsames Vorgehen Schritt für Schritt gewöhnt und brauchen eine solche Vorgehensweise auch zu Hause.

Viele Kinder helfen sich im Unterricht gegenseitig in Partnerarbeit oder Kleingruppen und kontrollieren auch Lösungen selbst oder gegenseitig. Eventuell kann dies auch per Telefon, Skype oder WhatsApp mit Klassenkameraden organisiert werden, um eine elterliche Überkontrolle und daraus resultierende Frustrationen zu vermeiden. Bei elterlichen Korrekturen falscher Aufgabenlösungen sollte vor allem eine Rückmeldung darüber im Zentrum stehen, auf welchem Weg das Kind diese Aufgabe besser lösen kann und welche Strategien ihm dabei helfen.

Insgesamt kann es keine Patentrezepte für alle Kinder und alle Eltern geben. Eltern sollten ihren Kindern aktiv zuhören, wie Lernen für sie am besten funktioniert und nach Möglichkeit den Kontakt zu den Klassenlehrern suchen. Nicht zuletzt sollten sie dabei die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes bleiben.

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

 

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