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Modellprojekt Gründerförderung „InnoStartBonus“: Wirtschaftsministerium zieht positive Zwischenbilanz

Die neue sächsische Gründerförderung „InnoStartBonus“ stößt auf breite Resonanz. In den bisherigen drei Förderaufrufen wurden von fast 250 Interessenten insgesamt 120 Gründungskonzepte aus zwölf verschiedenen Branchen eingereicht. In den abgeschlossenen Auswahlverfahren der ersten beiden Förderaufrufe wurden 48 Gründerinnen und Gründer mit ihren innovativen Geschäftsideen für förderwürdig befunden.

Bereits 25 Gründungen sind im Laufe der bisherigen Förderung vollzogen worden, sowohl in Form von Teamgründungen als auch Einzelgründungen aus ganz Sachsen – wobei gut die Hälfte der Gründungen in den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz umgesetzt wird. Insgesamt 22 Kinder von Geförderten der ersten beiden Calls profitieren vom Kinderbonus.

In der heutigen Kabinettssitzung hat das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) den Zwischenbericht über den bisherigen Verlauf des „Modellprojekts Gründerförderung InnoStartBonus“ vorgelegt. Das SMWA wurde durch das Kabinett beauftragt, die Verstetigung dieses Projektes zu prüfen.

Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig: „Ich bin begeistert über die große Resonanz auf den InnoStartBonus – unser Modellprojekt in der Gründerförderung. Menschen mit Optimismus und Mut zum Gründen stärken die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Die große Bandbreite und Branchenvielfalt der Bewerbungen zeigt, dass wir mit dem InnoStartBonus auf dem richtigen Weg sind und diesen verstetigen wollen. Ich wünsche den Bewerberinnen und Bewerbern viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung der Gründungsvorhaben!“

Auch Marina Heimann, Geschäftsführerin der futureSAX GmbH, schätzt den InnoStartBonus: „Die sachsenweite und branchenübergreifende Resonanz im ländlichen Raum und den Städten ist Ausdruck der vielseitigen Gründerkultur in Sachsen und zeigt, welches Potenzial es weiter zu heben gilt.

Das Modellprojekt bewegt Gründungsinteressierte mit verschiedenem beruflichen Hintergrund zur tatsächlichen Gründung – vom Jugendlichen über Ausgründungen bis hin zur Jungunternehmerin aus dem Nebenerwerb. Das spricht für die Idee und professionelle Umsetzung des InnoStartBonus.“

Am 29. und 30. Juni dürfen 21 potenzielle Gründerinnen und Gründer des dritten Förderaufrufs ihre Gründungsideen im Rahmen eines Pitches den Expertinnen und Experten präsentieren und sich den Fragen des Gremiums stellen. Im Ergebnis gibt das Expertengremium unter Leitung von Claudia Weber, Leiterin des Referates Mittelstandsfinanzierung, Bürgschaften und Existenzgründungen im Wirtschaftsministerium, ein Votum zur Förderwürdigkeit ab.

Mit diesem Votum kann der Förderantrag bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) – eingereicht werden. Der Förderbeginn für die ausgewählten Gründerinnen und Gründer ist für August 2020 geplant.

Hintergrund: InnoStartBonus

Das Modellprojekt Gründerförderung basiert auf der vom Kabinett verabschiedeten Maßnahme mit dem Titel „Gute Ideen und gute Gründer in Sachsen“ (Nr. 35 des Maßnahmenpakets vom 8. Februar 2018). Das SMWA wurde am 25. Juni 2018 mit der Umsetzung des Modellprojektes Gründerförderung beauftragt. Die Richtlinie InnoStartBonus trat am 29. Januar 2019 in Kraft.

Die Gründerförderung InnoStartBonus des SMWA wird zunächst in den Jahren 2019 und 2020 umgesetzt. Dieses Modellprojekt soll eine einfach gewährte Förderung von angehenden Gründerinnen und Gründern mit innovativen Geschäftsideen ab der Vorgründungsphase ermöglichen. Die Förderung zielt darauf ab, die Wahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsidee in der Gründungsphase signifikant zu erhöhen.

Die Auswahl der Geschäftsideen erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren, dass sich auf einen digitalen Bewerbungsprozess und einer persönlichen Präsentation stützt. Der Freistaat Sachsen fördert die ausgewählten potenziellen sächsischen Gründerinnen und Gründer mit einem Gründungsbonus von monatlich 1.000 Euro für zwölf Monate. Bewilligt und ausgezahlt wird die Förderung durch die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB).

Die Gründungsinteressierten werden professionell betreut und vernetzt. Die futureSAX GmbH, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, begleitet sie im Bewerbungs- und Förderzeitraum individuell. Innovative Neugründungen sollen so in die sächsische Gründerszene eingeführt und beim Start finanziell unterstützt werden.

Die neue Gründerförderung ist familienfreundlich, denn pro unterhaltspflichtigem Kind wird für die Dauer der Förderung ein monatlicher Kinderbonus von 100 Euro gewährt.

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Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

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