1.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Landwirte können ökologische Vorrangflächen für Futter nutzen

Von Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

Mehr zum Thema

Mehr

    Mit einer landesweiten Ausnahmeregelung gibt Sachsen ab heute (1.7.) ökologische Vorrangflächen für die Futternutzung frei. Die anhaltende Trockenheit und fehlende Wasserreserven im Boden haben dazu geführt, dass beim ersten Futterschnitt in Sachsen vielfach lediglich vierzig bis sechzig Prozent des normalen Ertrages erreicht wurden. Damit ist die reguläre Futterversorgung der Tierbestände gefährdet.

    Landwirtschaftsminister Wolfram Günther: „Wir geben die Brachflächen zur Beweidung und Mahd frei, damit die Betriebe ihre Tiere füttern können. Das ist mittlerweile auch eine existenzielle Frage. Die Trockenheit hat dazu geführt, dass Wiesen und Weiden nur etwa die Hälfte an Ertrag bringen. Außerdem sind die Futterreserven wegen der Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 weitgehend aufgebraucht.

    Wir haben es auch an dieser Stelle ganz greifbar mit den Folgen des Klimawandels zu tun. Gleichzeitig können Landwirte nach den Erfahrungen von zwei Dürrejahren vorsorgen und zum Beispiel beim Anbau künftig einen höheren Flächenbedarf für die Futterbereitstellung berücksichtigen. Schließlich soll die Freigabe von Vorrangflächen eine Ausnahme bleiben.“

    Um Direktzahlungen zu erhalten, müssen die Landwirtschaftsbetriebe unter anderem Verpflichtungen und Auflagen des sogenannten Greening einhalten, zu denen auch brachliegende ökologische Vorrangflächen gehören. Wenn die Futterversorgung durch außergewöhnliche Umstände wie ungünstige Witterung gefährdet ist, können diese Flächen ausnahmsweise beweidet oder gemäht werden. Dieser Freigabe geht eine fachliche Prüfung voraus. Dabei schätzt das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Niederschlagsverlauf und Futteraufwuchs ein.

    Die Nutzung der ökologischen Vorrangflächen muss nicht beantragt oder genehmigt werden. Lediglich für den verbleibenden Zeitraum der Anbaudiversifizierung (1.7. bis 15.7.2020) müssen Betriebe die bis zum 15.7. genutzten Flächen anzeigen. Das entsprechende Formblatt ist eingestellt unter: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/ergaenzende-formulare-37678.html

    Ab dem 16. 7. ist die Anzeige nicht mehr erforderlich.

    Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ