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Landwirtschaftsminister Günther: Chancen des Online-Handels für regionale Direktvermarktung nutzen

Von Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

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    Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat gestern (30.06.) eine Studie vorgelegt, die mögliche Geschäftsmodelle für einen sächsischen Online-Marktplatz für regionale Lebensmittel untersucht. Derzeit gibt es in Sachsen noch keinen Online-Marktplatz für regionale Lebensmittel, lediglich einzelne Erzeuger unterhalten Online-Angebote.

    Bei einer Befragung im Rahmen dieser Studie äußerten 67 Prozent der Unternehmen Interesse, an einem sächsischen Online-Marktplatz teilzunehmen. Deutschlandweit hat der Online-Handel mit Lebensmitteln einen Marktanteil von etwa einem Prozent – mit stark wachsender Tendenz.

    Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hob hervor, dass Online-Handel ein wichtiger Baustein für robuste Lieferketten und eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln sein könne. „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, welche Potenziale und welche Bedeutung regionale Produkte haben.

    Ein regionaler Online-Handel für sächsische Direktvermarkter und das Ernährungshandwerk wäre in der Lage, diese Potenziale zu stärker heben und Kunden an regionale Vermarkter zu binden, damit sie nicht automatisch auf global agierenden Handelsplattformen landen. Die Studie gibt wertvolle Hinweise für Investitionen in den Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten über den Online-Handel“, so Staatsminister Günther.

    In der Studie wurden drei Geschäftsmodelle für den Betrieb eines Online-Marktplatzes entwickelt, die unter bestimmten Annahmen rentabel betrieben werden können.

    Das Geschäftsmodell Online-Hofladen geht von einem bereits online vertreibenden Direktvermarkter aus. Er kooperiert mit anderen Direktvermarktern oder dem Ernährungshandwerk, um ein breites Sortiment zu bieten. Die Vertriebsaktivitäten liegen um ein urbanes Zentrum und wären in Sachsen in mehreren Regionen umsetzbar.

    Das Geschäftsmodell Erzeugergenossenschaft zur Onlinevermarktung geht von einer größeren Anzahl Erzeuger aus, die sich zu einer Absatzgenossenschaft zusammenschließen. Der Vertrieb könnte dann unter einer starken Regionalmarke dieser Erzeugergenossenschaft erfolgen.

    Das Geschäftsmodell Erzeugerneutraler Onlinemarktplatz geht von einer Kooperation eines regionalen Logistikers mit einem Partner aus der Onlinevermarktung aus. Die Erzeuger liefern die Produkte.

    Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die Geschäftsmodelle Online-Hofladen und Erzeugergenossenschaft zur Onlinevermarktung in Sachsen umsetzbar sind, während Sachsen für das Modell Erzeugerneutraler Onlinemarktplatz zu klein ist.

    Erhältlich ist die Studie unter https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/35662.

    Sachsen unterstützt Aktivitäten der Direktvermarktung im Rahmen der Förderprogramme zur Absatzförderung (RL AbsLE/2019) und „Landwirtschaft, Innovation, Wissenstransfer“ (RL LIW/2014) sowie über begleitende Forschungsvorhaben.

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