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Ministerin Köpping dankt für schnelle Vorbereitung der Labordiagnostik auf Covid-19

Der Verdacht auf Ausbreitung der Afrikanische Schweinepest, der Hype um Hanfprodukte und eine Zunahme von Noroviruserkrankungen und Tuberkulose bestimmten die Arbeit der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) im Jahr 2019. Heute stellten Sachsens Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping, und die LUA-Präsidentin Dr. Gerlinde Schneider den „Jahresbericht 2019“ vor. Als Behörde des öffentlichen Gesundheitsdienstes obliegt der LUA vor allem die Untersuchung und Beurteilung von amtlichen Human-, Lebensmittel- und Veterinärproben.

„Die Landesuntersuchungsanstalt ist ein wichtiger Garant des Gesundheitsschutzes in Sachsen. Zudem ist sie mit ihren Untersuchungen von Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen eine starke Säule des Verbraucherschutzes. Die LUA macht das Leben in Sachsen sicher und schützt unser aller Gesundheit“, erklärt Gesundheitsministerin Petra Köpping.

Sie ergänzt: „Besonders danke ich der Präsidentin und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die große Wachsamkeit bei der Afrikanischen Schweinepest und der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Wir haben es mit zwei ernsthaften Krisen zu tun, die noch lange nicht ausgestanden sind. Deshalb ist es gut, wenn sich die Sachsen auf die LUA verlassen können und wir als Freistaat tun alles dafür, damit die personellen und technischen Kapazitäten immer dem aktuellen Bedarf entsprechen.“

Im Veterinärbereich führte die Diagnostik zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest zu einem Anstieg der Wildschweinproben auf knapp 10.000. Das waren 130 Prozent mehr als 2018. Zudem war beim Sektionsprogramm mit 1.572 untersuchten Nutztieren ein neuer Einsenderekord (130 % im Vergleich zu 2018) zu verzeichnen. Mit dem Nachweis des ersten autochthonen Falls von West-Nil-Virus bei einem Geflügelhalter als auch dessen Geflügel hat sich ein neuer exotischer Zoonoseerreger in Sachsen etabliert, zahlreiche Nach¬weise bei Vögeln und Pferden belegen das.

Im Bereich der amtlichen Lebensmitteluntersuchung einschließlich der Bedarfsgegenstände und Kosmetika lag die Beanstandungsquote bei den ca. 22.000 Proben mit 16,7 % auf dem Niveau der Vorjahre. Insgesamt wurden nur 1,2 % aller untersuchten Proben als gesundheitsschädlich bzw. für den Verzehr ungeeignet beurteilt.

Die Sicherheit der Lebensmittel war folglich auch im vergangenen Jahr gegeben. Weil Zeitgeistprodukte mit Hanfanteil und Cannabidiol aktuell als besonders gesund gelten, wurden entsprechende Öle, Tees und Nahrungsergänzungsmittel hinsichtlich ihres Gehaltes an halluzinogenen Substanzen analysiert. Diese zeigten zum Teil kritische Gehalte, die beanstandet werden mussten.

Im Fachbereich Humanmedizin dominierte 2019 wiederum die Abklärung infektiöser Durchfallerkrankungen; am häufigsten wurden Noroviren in 36,4 % der Untersuchungen nachgewiesen. Die Zahl der Einsendungen zur Tuberkulose-Diagnostik stieg um ca. 200 zum Vorjahr, jedoch blieb der prozentuale Anteil der positiven Ergebnisse seit 2017 bei 10 Prozent.

Die im Dezember 2019 erstmals in Wuhan (China) diagnostizierte COVID-19-Infektion hat auch die LUA sensibilisiert. So wurden bereits zu Jahresbeginn erste Schritte zur Etablierung der Diagnostik eingeleitet, die seit dem 01.02.2020 zur Verfügung steht und danach sukzessive von zunächst ca. 150 Proben am Tag auf über 5000 Proben täglich ausgeweitet wurde.

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