Nach der Räumung des besetzten Hauses in der Ludwigstraße solidarisieren sich die Jusos Leipzig erneut mit den Besetzer/-innen. Dazu erklärt Julius Reim, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Leipzig: „Wohnraum in Leipzig bleibt knapp und die Mietpreise steigen weiter.“

„Trotz erheblichem Leerstand fehlt es an Freiräumen für eine lebendige Stadtkultur abseits von kommerziellen Zwängen. Aktionen des zivilen Ungehorsams, wie die Besetzung leerstehender Häuser, können Utopien vor Ort real werden lassen. Die Stadt muss gegen Eigentümer/-innen vorgehen, die jahrelang ihre Immobilien verfallen lassen.“

Weiter erklärt Reim: „Die Räumung zu diesem Zeitpunkt führt einmal mehr die verfehlte Prioritätensetzung der sächsischen Polizei vor Augen. Während in Dresden, an der B96 und anderswo Nazis offen und unbehelligt ihre Gesinnung zur Schau stellen, wird gegen friedliche linke Projekte mit einem Großaufgebot vorgegangen. Dieses Vorgehen ist nicht verhältnismäßig. Antisemit/-innen und Nazis sind die Gefahr für unsere Demokratie, nicht die sinnvolle Nutzung leerstehender Häuser.“

Ludwigstraße 71: Räumung am Morgen, eine Demo und unbeantwortete Fragen

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar