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Katja Meier fordert deutsche Unterstützung für Moria

Von Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
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    In Umsetzung des Koalitionsvertrages, wonach die Staatsregierung Aufnahmeprogramme des Bundes unterstützen will, hat Sachsen Anfang des Monats 14 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufgenommen, darunter sieben Kinder und Jugendliche. Während in der Vorwoche erste Corona-Fälle im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos festgestellt wurden und das Lager unter Quarantäne gestellt wurde, kam es dort in der vergangenen Nacht zu einem verheerenden Brand. Die Geflüchteten sind nun akut von Obdachlosigkeit und einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bedroht.

    Dazu sagte Europaministerin Katja Meier am Rande der derzeit stattfindenden Europaministerkonferenz in Perl: „Griechenland benötigt jetzt dringend Hilfe der anderen EU-Mitgliedstaaten. Ich fordere die Bundesregierung auf, rasche technische und humanitäre Hilfe anzubieten sowie die Aufnahme der Menschen in der Bundesrepublik zuzusagen.

    Fünf Jahre nach dem Ausspruch der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das“ war zuletzt in aller Munde, dass wir die Aufnahme von rund 890.000 Menschen tatsächlich geschafft haben. Und ich sagen Ihnen, wir können auch das aktuelle Leid überwinden.“

    Moria gilt als größtes Flüchtlingslager nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Europa. Es wurde 2016 für 2.800 Menschen konzipiert. Zuletzt lebten dort nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums rund 12.600 Geflüchtete.

    Die neue Leipziger Zeitung Nr. 82: Große Anspannung und Bewegte Bürger

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