Es ist nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der heißeste Tag, der jemals in Deutschland gemessen wurde – und es könnte noch heißer werden. Außerdem: Parteien in Sachsen wollen sich gegen die mögliche VW-Werksschließung in Zwickau wehren. Die LZ fasst zusammen, was am heißesten Tag in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

41,3 Grad in Saarbrücken. Das könnte der neue Extremwert für Temperaturen sein, die jemals in Deutschland gemessen wurden. Am Freitagabend teilte der Deutsche Wetterdienst eine solche Messung mit. Der bisherige Hitzerekord datiert vom 25. Juli 2019 und lag 0,1 Grad darunter.

Ob es lange bei diesem neuen Höchstwert bleiben wird, ist aus verschiedenen Gründen ungewiss. Zum einen könnte der Wetterdienst den Wert nachträglich noch korrigieren und zum anderen könnte das Thermometer am Wochenende noch einige Zehntel Grad nach oben wandern. 42 Grad sind laut Meteorolog*innen möglich.

In Leipzig dürfte am Samstag und Sonntag wohl bei 39 Grad die Grenze erreicht sein; noch vor einigen Tagen hatten Wetterdienste bis zu 41 Grad für möglich gehalten. Ein neuer Rekord – vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte, über die man sich freut – ist trotzdem in greifbarer Nähe: 38,4 Grad ist die bislang höchste in Leipzig gemessene Temperatur. Das war am 30. Juni 2019 an der Station in Holzhausen.

VW will offenbar Werk in Zwickau schließen

Einigkeit von links bis rechtskonservativ, das hat man im sächsischen Landtag selten. Doch die Pläne der VW-Führung, unter anderem das Werk in Zwickau zu schließen, sorgen für geeinte Empörung. Offiziell ist der „Kahlschlag“ (Zitat von Linken und CDU) noch nicht, doch mehrere Medien, allen voran das Manager Magazin, berichten bereits darüber.

Die Linken erklärten heute ihre Solidarität mit den Beschäftigten und forderte Klärung von der Bundesregierung, „wie öffentlich mitfinanzierte Produktionsstätten vor solcher Zerschlagung geschützt werden können“.

Aus der CDU heißt es: „Die Beschäftigten haben die tiefgreifende Transformation zur Elektromobilität und die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft mit großer Professionalität bewältigt. Für diesen Einsatz verdienen sie Verlässlichkeit und Perspektiven – statt neuer Existenzängste.“

„Das modernste deutsche Werk für E-Autos und Vorzeigewerk von VW darf nicht zum nächsten Opfer von Sparprogrammen werden“, fordern die Grünen und die SPD teilt mit: „An dem Standort hängen nicht nur Arbeitsplätze bei VW, sondern ganze Wertschöpfungsketten von Zulieferern bis zu Dienstleistern. Diese industrielle Substanz Sachsens darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.“

Megabaustelle Hauptbahnhof

Bald beginnen die Sommerferien und bei den Leipziger Verkehrsbetrieben wird in dieser Zeit ordentlich gewerkelt. Vom 4. Juli bis 16. August ist der Straßenbahn- und Nightlinerverkehr rund um den Hauptbahnhof stark eingeschränkt. Er wird zwar in der gesamten Bauphase mit dem ÖPNV erreichbar bleiben, aber nicht in gewohnter Form. Die genauen Informationen finden Sie auf der Homepage der LVB.

Hier noch ein paar Impressionen vom Pressetermin am Bahnhof, bei dem wir mit dabei waren:

Worüber die LZ heute berichtet hat:

über einen ehemaligen Umweltminister im Einsatz für das Capa-Wäldchen,

über eine Crowdfunding-Aktion der Buchkinder Leipzig und

über Pandanachwuchs im Leipziger Zoo.

Was heute außerdem wichtig war: Das Landgericht Magdeburg hat den Verantwortlichen für den Weihnachtsmarktanschlag im Jahr 2024 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann hatte am 20. Dezember 2024 sechs Menschen mit einem Auto getötet und hunderte Menschen körperlich und psychisch verletzt.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

René Loch über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar