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Thema

Moria

Fakeschreiben im Namen der Stadt: Haben Sie Wohnungsleerstand für Asylsuchende?

Ob in einem scheinbar guten oder schlechten Willen das Schreiben entstand, müssen wohl die anonymen Verfasser/-innen erklären. Werden sie aber nicht, tendieren darf man wohl zu einem guten Willen. Doch am Sonntag, 15. November 2020, klebte an vielen Haustüren Leipzigs ein angeblicher Brief von Oberbürgermeister Burkhard Jung, in welchem er zum Melden von leerstehenden Häusern und Wohnungen aufrufen würde. Grund seien 13.000 Flüchtlinge, welche so gerettet und nach Möglichkeit in Leipzig beherbergt werden sollten.

Freitag, der 18. September 2020: Parkplätze zum Abhängen und abgelehnte Anträge zu Geflüchteten in Moria

Gut gewählt, wer das Auto in der Garage hat stehen lassen: Auf Leipzigs Straßen oder vielmehr auf den Parkspuren entstanden am heutigen PARK(ing) Day kleine Sitzecken, Spielwiesen und Mini-Gärten. Im Bundestag wurden derweil jeweils ein Antrag von Linke und Grünen zu den Konsequenzen aus dem Brand von Moria abgestimmt. Beide wurden abgelehnt. Was sonst noch wichtig war (und sein wird) ...

Moria & Co.: Das System Hotspot abschaffen!

Die Einigung von CDU/CSU und SPD, nun insgesamt 1.553 Menschen aus dem niedergebrannten Lager Moria auf Lesbos aufzunehmen, kommentiert Cornelia Ernst, asylpolitische Sprecherin der Linken im Europaparlament: „Natürlich bin ich für jede und jeden Einzelnen froh, die wir aus dem Lager Moria herausholen. Abgesehen davon, dass diese Zahl viel zu niedrig ist und es keinen Grund gibt, nur Kinder und Familien aufzunehmen, ist das keine Lösung für die vielen Migrant/-innen in den insgesamt elf europäischen Hotspots, die teilweise bis zu zwei Jahre dort ausharren müssen.“

Homann begrüßt Aufnahme Geflüchteter aus Moria und fordert 150 Geflüchtete in Sachsen aufzunehmen

„Die SPD Sachsen begrüßt, dass sich Angela Merkel und Horst Seehofer auf Druck der SPD darauf verständigt haben, 1500 Geflüchtete, darunter Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden, aufzunehmen. Das ist das Mindeste, was menschlich geboten ist, also ein erster Schritt. Europa bleibt weiterhin gefordert, das Elend auf Lesbos unverzüglich zu beenden“, so Henning Homann.

Sachsen hat Platz – Landesaufnahmeprogramm umsetzen

Angesichts der menschenunwürdigen Lage in Moria, die sich durch den Brand nochmal dramatisch verschärft hat, fordern die Grüne Jugend Sachsen und die Jusos Sachsen das Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete auf 500 Menschen auszuweiten und zügig umzusetzen.

Moria muss evakuiert werden und die sächsische Regierung versagt bei ihrer humanitären Pflicht

Das Geflüchtetenlager Moria verwandelt sich buchstäblich zur Hölle und Europa schaut zu oder belässt es bei der scheinheiligen Rettung von ein paar Kindern und Jugendlichen. Bundesweit sind 174 Kommunen dazu bereit Menschen aufzunehmen. Sachsen hätte heute mit einem Antrag der Fraktion der Linken nachziehen können. Eine Koalition aus CDU, SPD, Grünen und AfD zeigt aber wieder nur eins: Ihnen sind Menschenleben völlig egal!

Den Menschen in Moria helfen: CDU für Unterstützung vor Ort

Heute diskutierte der Sozialausschuss des Sächsischen Landtages über die Lage des von Feuer zerstörten Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Dazu sagt der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Dierks: „Die Bundesregierung plant, durch die Aufnahme von Familien aus Moria und durch Unterstützung vor Ort zu helfen.“

Koalition stimmt gegen Landes-Aufnahmeprogramm für geflüchtete Menschen aus Griechenland

Zur Ablehnung des Antrages der Linksfraktion „#LeaveNoOneBehind: Jetzt erst recht – Geflüchtete aus Flüchtlingslagern in Griechenland in Sachsen aufnehmen!“ (Drucksache 7/2153) heute im Sozialausschuss sagt die Sprecherin der Linksfraktion für Migrations- und Flüchtlingspolitik, Juliane Nagel: „Die Regierungskoalition hat unsere Forderung abgelehnt, insgesamt bis zu 500 Geflüchtete aus den Lagern in Griechenland in Sachsen aufzunehmen.“

Gastkommentar von Christian Wolff: Moria – die Schande Europas

Das war eine Katastrophe mit einer sich über Jahre dramatisch aufbauenden Ansage: der Brand, der das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos Anfang dieser Woche zerstört hat. Es ist müßig, sich darüber zu streiten, wie der Brand hat ausbrechen können. Seit Jahren leben in dem für 3.000 Migranten errichteten Lager bis zu 13.000 Menschen – unter Bedingungen, die mehr als menschenunwürdig und auch eine Zumutung für die einheimische Bevölkerung sind.

Aufnahmebereitschaft ist vorhanden – Seehofer blockiert

Albrecht Pallas, Sprecher für Innenpolitik und Integration der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln: „Der Freistaat Sachsen hat im Juni gegenüber dem Bund die Aufnahmebereitschaft für unbegleitete minderjährigen Flüchtlingen von den griechischen Inseln erklärt. Seit Monaten sind Bundesländer bereit 2.100 dieser Geflüchteten aufnehmen.“

Situation der Geflüchteten in Moria: Die Länder müssen endlich noch mehr Geflüchtete aufnehmen dürfen

Zur Situation der rund 13.000 Geflüchteten auf Moria, die nach einem Feuer im Camp obdachlos sind, erklärt Petra Čagalj Sejdi, Sprecherin für Asyl, Migration und Integration der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Es brennt im überfüllten Geflüchtetencamp in Moria. Die Zustände dort sind schon seit Jahren katastrophal und menschenunwürdig. Die Geflüchteten sind in Lebensgefahr und die EU schaut schon lange weg. Wir sehen eine humanitäre Katastrophe in Europa, von der unter anderem Kinder betroffen sind.“

„Wir haben Platz“: Tausende demonstrieren friedlich in Leipzig nach Brand im Moria-Camp + Video

In Leipzig haben am heutigen Mittwochabend tausende Menschen friedlich demonstriert. Trauriger Anlass für die Veranstaltung war der Ausbruch mehrerer Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Unter dem Motto „Wir haben Platz – Für die sofortige Aufnahme der Geflüchteten aus Moria und allen Lagern“ zeigten die Teilnehmer/-innen ihre Wut und Bestürzung über die Geschehnisse. Der Aufzug startete am Willy-Brandt-Platz, zog über den Leuschner-Platz zur Abschlusskundgebung auf dem Augustusplatz. Laut Veranstaltern waren geschätzt 4.000 Menschen vor Ort. In ganz Deutschland fanden an diesem Abend Demonstrationen statt.

Mittwoch, der 9. September 2020: Reaktionen auf Moria aus Sachsen und Demo am Abend + Video

Nachdem ein großer Teil des griechischen Flüchtlingslagers Moria abgebrannt ist, wollen Aktivist/-innen heute Abend für die Aufnahme der Geflüchteten in Deutschland demonstrieren. In Leipzig startet um 19 Uhr eine Demonstration am Hauptbahnhof. Zudem haben sich sächsische Politiker/-innen geäußert. Außerdem: Das EU-China-Gipfel-Protestbündnis meldet sich zu Wort. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 9. September 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Moria evakuieren – Seehofer muss Blockade aufgeben

„Europa und Deutschland müssen jetzt endlich handeln und Moria evakuieren. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) muss seine Blockade für die Aufnahme Geflüchteter aus den griechischen Lagern aufgeben und die Angebote von Ländern und vielen Städten, auch in Sachsen, annehmen. Das ist nicht zuletzt ein Gebot der Mitmenschlichkeit“, so Albrecht Pallas am Mittwoch angesichts der Katastrophe von Moria.

Katja Meier fordert deutsche Unterstützung für Moria

In Umsetzung des Koalitionsvertrages, wonach die Staatsregierung Aufnahmeprogramme des Bundes unterstützen will, hat Sachsen Anfang des Monats 14 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufgenommen, darunter sieben Kinder und Jugendliche. Während in der Vorwoche erste Corona-Fälle im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos festgestellt wurden und das Lager unter Quarantäne gestellt wurde, kam es dort in der vergangenen Nacht zu einem verheerenden Brand. Die Geflüchteten sind nun akut von Obdachlosigkeit und einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bedroht.

Statement von Integrationsministerin Petra Köpping zum Brand im Flüchtlingslager Moria

Zum Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria erklärt Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping: „Mich machen die Bilder aus Moria, die uns zur Stunde erreichen, sehr betroffen. Die Situation vor Ort war und ist kein Ruhmesblatt für den Umgang mit Geflüchteten in Europa.“

Juliane Nagel: Die Katastrophe von Moria ist eine Schande für ganz Europa

Zum Brand des Aufnahmelagers Moria in Griechenland erklärt Juliane Nagel, Sprecherin der Fraktion Die Linke für Migrations- und Flüchtlingspolitik: „Im größten der Elendslager auf den griechischen Inseln, Moria auf der Insel Lesbos, sind Feuer ausgebrochen – 12.000 Menschen müssen aus dem seit vielen Monaten überfüllten Lager evakuiert werden.“

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