Seit einer Woche schwitzt Leipzig schon unter Temperaturen über 30 Grad. Jeden Tag heizte sich das Stadtgebiet mehr auf. Am Samstag, dem 27. Juni, wurden nun an die 40 Grad Celsius erreicht. Viel zu viel für so manche in Leipzig verbaute Technik: Gleich mehrere Supermärkte mussten in den frühen Nachmittagsstunden einen Ausfall der Kühltechnik melden.

Und wenig später erwischte es die Leipziger Verkehrsbetriebe. An mehreren Stellen im Netz blieben die Bahnen einfach liegen, ging gar nichts mehr. Am Samstagnachmittag schließlich meldeten die LVB dann die Einstellung des kompletten Linienbetriebs sämtlicher Straßenbahnen: „Die Fugenmasse zwischen Schienen und Asphalt ist flüssig geworden und zum Teil verklumpt“, bestätigte eine Sprecherin der Leipziger Gruppe, zu denen die LVB gehören, am frühen Abend auf LZ-Anfrage.

Keine Chance: Die Hitze sorgt nach Angaben der LVB dafür, dass die Fugengußmasse an Schlüsselstellen des Netzes verklumpt bzw. sich verflüssigt und in Weichen und Schienen läuft. Foto: Petra Dobschütz
Keine Chance: Die Hitze sorgt nach Angaben der LVB dafür, dass die Fugengussmasse an Schlüsselstellen des Netzes verklumpt bzw. sich verflüssigt und in Weichen und Schienen läuft. Foto: Petra Dobschütz

Busverkehr derzeit nicht betroffen

Als Konsequenz dieser immensen Hitzeschäden sei der Linienverkehr sämtlicher Straßenbahnen in Leipzig „bis auf Weiteres“ eingestellt worden. Der Busverkehr sei von dieser Entscheidung nicht betroffen und werde auch in der aktuellen Witterung so gut wie möglich aufrechterhalten, so die Sprecherin weiter. Allerdings habe es hier auch am Tag bereits Probleme gegeben, weil die heiße Witterung einige Busse außer Gefecht setzte. Die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs für die ausfallenden Trams sei, zumal spontan, aktuell nicht möglich.

„Die netzweite Infrastruktur ist aktuell nicht mehr sicher zu befahren. Die Sicherheit unserer Fahrgäste geht absolut vor, wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten“, ergänzt der für die Technik zuständige LVB-Geschäftsführer, Toralf Müller, in einer aktuellen Mitteilung. Für eine Ursachenforschung sei es aktuell noch zu früh. Aktuell prüfen die LVB, wie schwer das Netz betroffen ist.

Wir verfolgen die Entwicklungen weiter.

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