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Erdbeben erschüttert Ägäis – Geflüchtetenlager von möglichen Tsunamis bedroht

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    Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat heute die Ägäis erschüttert. Die türkische Metropolregion Izmir ist von starken Überschwemmungen betroffen und einige Gebäude sind eingestürzt. Die griechische Insel Samos sowie die türkische Küste wurden von Tsunamis erfasst. Die Tsunamiwarnung betrifft auch Lesbos.

    Hanna Rotzinger von der Seebrücke Leipzig: „Unsere Gedanken sind bei allen betroffenen Menschen. Regen, Kälte, Feuer und jetzt ein Tsunami – was sollen geflüchtete Menschen noch alles ertragen, bis endlich gehandelt wird? Die Ignoranz der Bundesregierung macht uns wütend! Über 200 Kommunen wiederholen seit Monaten ihre Aufnahmebereitschaft.“

    Maurice Eichenseer von der Seebrücke Chemnitz: „Die griechische Regierung hat das neue Lager Kara Tepe auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz direkt an der Küste gebaut. Dort sind die Menschen einem Tsunami schutzlos ausgeliefert. Alle müssen sofort in Sicherheit gebracht werden. Solche unsicheren Orte darf es nicht länger geben.“

    Hermine Poschmann von der Seebrücke Dresden: „Wir fordern die sofortige Evakuierung aller geflüchteter Menschen von den griechischen Inseln. Die Situation dort ist lebensgefährlich! Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung dem Aufnahmewillen der Kommunen und Bundesländer endlich nachkommt!“

    Hintergrund

    Die Seebrücke ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.

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