Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

DGB-Index „Gute Arbeit 2019“: Zufriedenheit sächsischer Beschäftigter mit Arbeitsbedingungen leicht verbessert

Die Datenerhebung für den vorliegenden Bericht erfolgte zwischen Dezember 2018 und Mai 2019. Die Corona-Pandemie, die in den darauffolgenden Monaten alle gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche massiv beeinflusste, hatte noch keine Auswirkung auf diesen Bericht. Dies muss bei der Interpretation aller Aussagen berücksichtigt werden. Im DGB-Index 2020 werden sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie wiederspiegeln. Der Bericht 2019 liefert jedoch wichtige Anhaltspunkte zur Beschreibung der Ausgangssituation der Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Sachsen.

Wie beurteilen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen ihre Arbeitsbedingungen? Um diese Frage zu beantworten, hat sich das Sächsische Arbeitsministerium zum vierten Mal in Folge mit einer Zusatzstichprobe am bundesweiten „DGB-Index Gute Arbeit“ beteiligt. Gefragt wurde nach der subjektiv eingeschätzten Arbeits- und Belastungssituation der Beschäftigten.

Neben der Erhebung des DGB-Index (Indikator für Qualität der Arbeitsbedingungen) waren Schwerpunkte der Befragung die Themen Arbeitsmenge und Arbeitsüberlastung. Ein weiteres Schwerpunktthema war Gesundheit.

Qualität der Arbeitsbedingungen in Sachsen 2019

Sächsische Arbeitnehmer bewerten ihre allgemeine Arbeitsqualität 2019 insgesamt besser als im Vorjahr, aber nach wie vor deutlich kritischer als die Befragten in Deutschland gesamt und in Ostdeutschland. Über ein Viertel (26 Prozent) der sächsischen Beschäftigten bewerten ihre Arbeitsqualität als „schlecht“ (Deutschland: 20 Prozent, Ostdeutschland: 19 Prozent). Der Anteil „Guter Arbeit“ ist in Sachsen mit 9 Prozent größer als in Ostdeutschland (7 Prozent), liegt aber unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 13 Prozent.

Am unzufriedensten sind die Sachsen in den Bereichen „Einkommen und Rente“, „Arbeitsintensität“ und „Betriebliche Sozialleistungen“.
Beim allgemein schlecht bewerteten Teilindex Einkommen und Sicherheit sind es vor allem die Themen Einkommen und die (besonders negativ bewertete) zu erwartende Rente sowie die betrieblichen Sozialleistungen.

Hier ist zudem eine Auseinanderentwicklung zwischen Ost und Westdeutschland zu beobachten, die in Sachsen mit einem deutlichen Rückgang der Bewertungen einhergeht. Im Verhältnis zum Vorjahr verbessert sich Sachsen zwar, fällt aber im Vergleich mit Ostdeutschland zurück.

Die wahrgenommene Arbeitsqualität unterscheidet sich in Sachsen stark zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Die höchste Arbeitszufriedenheit findet sich im Baugewerbe, im Öffentlichen Dienst, in Information und Kommunikation und im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen etc. Auffällig ist die relativ geringe Arbeitsqualität in großen Wirtschaftszweigen, die größtenteils durch qualifizierte Tätigkeit geprägt sind.

Sowohl Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht als auch Verarbeitendes Gewerbe und Handel liegen im unteren Bereich der Verteilung mit Werten unter 60 (von maximal 100) Indexpunkten. Im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Erziehung und Unterricht werden insbesondere hohe Belastungen beklagt.

Am schlechtesten und teils deutlich geringer als im Rest Deutschlands bewerten sächsische Beschäftigte ihre Arbeitsbedingungen in den einfachen Dienstleistungen (wirtschaftliche und sonstige Dienstleistungen, Gastgewerbe, Kunst/ Unterhaltung/ Erholung) sowie in Verkehr und Lagerei.

Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig: „Auch wenn die Beschäftigten ihre Arbeitsbedingungen etwas besser einschätzen als im Jahr zuvor, gibt es noch sehr viel zu tun. Zu guter Arbeit zählt eine gute Bezahlung, Wertschätzung, gute Lösungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch Gesundheitsförderung. Eine zu hohe Arbeitsbelastung ist problematisch, denn arbeiten am Limit – und das dauerhaft – macht krank. Die Fachkräftesicherung muss im Betrieb selbst anfangen – mit guten und gesunden Arbeitsbedingungen.“

Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach: „Nach 30 Jahren deutscher Einheit sind die Menschen es leid, dass die Ost-West-Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen, vor allem bei Bezahlung und Arbeitszeit, noch so gravierend sind. Die Gewerkschaften haben das in den zurückliegenden Jahren in den Vordergrund gestellt und dabei einige Fortschritte erreicht, wie die Entwicklung in der Ernährungsindustrie und im Öffentlichen Dienst zeigt. Entscheidend für eine erfolgreiche und schnellere Ost-West-Angleichung wird sein, dass mehr Menschen nach Tarifverträgen bezahlt werden.“

Weitere prägnante Ergebnisse der Befragung:

Frauen weniger zufrieden

Zwischen Männern und Frauen bestehen in Sachsen ausgeprägte Unterschiede bei der Arbeitsqualität, die größer als in den Vergleichsregionen sind. (Gesamtindex bei Frauen im Schnitt um 3,6 Prozentpunkte niedriger). Unterschiede entstehen vor allem durch höhere Belastungen und eine niedrigere Zufriedenheit mit dem Einkommen und der Beschäftigungssicherheit.

Dies gilt auch für Frauen in Leitungsfunktionen. Diese profitieren nicht in gleichem Maße wie Männer von höherem Einkommen und sind insbesondere durch höhere Belastungen in der Arbeitszufriedenheit beeinträchtigt. Eine wesentliche Ursache für die schlechtere Arbeitsqualität ist auch, dass Frauen häufiger als Männer in Wirtschaftszweigen mit schlechterer Arbeitsqualität beschäftigt sind. Dazu zählen u.a. das Gesundheits-/Sozialwesen, die Bereiche Handel, Gastgewerbe, Erziehung/Unterricht sowie Immobilien.

Hohe Arbeitsintensität

Eine zu große Arbeitsmenge, zu hohe Qualitätsanforderungen oder zu wenig Zeit für die Ausführung führen zur Erhöhung der Arbeitsintensität. 30 Prozent der befragten Sachsen geben an, dass sie oft oder sehr häufig ihre Arbeitsmenge nicht schaffen können (Deutschland: 26 Prozent, Ostdeutschland: 46 Prozent).

Die Arbeitsüberlastung nimmt mit steigendem Qualifikationsniveau zu: 41 Prozent der Hochqualifizierten gegenüber 27 Prozent der Facharbeiter schaffen ihr Arbeitspensum häufig nicht in der vorgegebenen Zeit. Eine zu hohe Arbeitsintensität verursacht Stress und kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Schwerpunktthema Gesundheit

Trotz vermehrt angegebener Belastungen schätzt die Mehrheit der befragten sächsischen Beschäftigten ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand als zumindest zufriedenstellend ein (89 Prozent). Dennoch liegt der Anteil mit weniger guter bzw. schlechter Gesundheitsverfassung ab etwa 50 Jahren bei 16 Prozent.

Dabei sind Reihenfolge und Häufigkeit von Beschwerden bei sächsischen Befragten ähnlich wie bei Beschäftigten im restlichen Bundesgebiet. Die verbreitetsten körperlichen Beschwerden (Rückenschmerzen, Körperliche Erschöpfung und sonstige Gelenk- oder Gliederschmerzen) werden in Sachsen häufiger beklagt. Die Ursache dafür liegt sehr wahrscheinlich in hohen körperlichen Beanspruchungen und Belastungen.

Krank zur Arbeit?

Präsentismus zählt ebenfalls zu den Aspekten, die von der Arbeitsqualität beeinflusst werden. In Sachsen gaben 68 Prozent der Befragten (4 Prozent mehr als im Vorjahr) an, im Jahr vor der Befragung krank zur Arbeit erschienen zu sein, darunter gingen 35 Prozent bis zu neun Tage und 33 Prozent mehr als neun Tage krank arbeiten (Deutschland 65 Prozent, 38 bzw. 27 Prozent).

Ein hoher Teil der Befragten (46%) geht nicht davon aus, in ihrer Tätigkeit ohne Einschränkungen bis zur Rente durchhalten zu können. Betroffen sind insbesondere Arbeitnehmer mit hohen körperlichen Belastungen.

Hohe Wechselbereitschaft

Die Wechselbereitschaft in Sachsen liegt über dem deutschen Durchschnitt. Am höchsten ist sie bei jüngeren Arbeitnehmern und solchen in Helfertätigkeiten ausgeprägt, schlechte Arbeitsbedingungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Ergebnisse des „DGB-Index Gute Arbeit“ für 2019 können unter https://arbeit.sachsen.de/11580.html abgerufen werden.

Hintergrund

Beim Vergleich der Arbeitsqualität in Sachsen mit der in anderen Regionen müssen die sächsischen Rahmenbedingungen der Arbeit berücksichtigt werden. Folgende Besonderheiten sind relevant:

* Der Anteil älterer Beschäftigter ist in Sachsen wie auch in Ostdeutschland insgesamt deutlich höher als in Westdeutschland, der Anteil Jüngerer ist geringer. Daraus können sich Folgeprobleme für Arbeitsbelastung, Belastungsempfinden und Gesundheit ergeben.

* Die Wirtschaftsstruktur ist überdurchschnittlich von der Beschäftigung in Industrie, Baugewerbe und Gesundheits- und Sozialwesen (einschließlich Pflege) geprägt, ein weiterer bedeutender Bereich ist der Handel. Dementsprechend sind in der sächsischen Berufsstruktur Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Produktionsberufen und Gesundheitsberufen stärker vertreten als in der gesamtdeutschen. Sie haben häufig Facharbeiter- bzw. Berufsfachschulabschlüsse oder Fortbildungsabschlüsse wie Meister und Techniker. Der Anteil von Beschäftigten ohne Abschluss ist gering.

* Die Verteilung der Beschäftigten nach Betriebsgröße wird in Sachsen etwas stärker als im übrigen Ostdeutschland durch größere Betriebe bestimmt, dennoch arbeiten insgesamt mehr Befragte in kleinen und weniger in großen Betrieben als im deutschen Durchschnitt.

* Schichtarbeit ist in Sachsen mehr als doppelt so häufig wie in Deutschland insgesamt.

* Obwohl in Sachsen häufiger Vollzeit gearbeitet wird als in Deutschland, liegen die Einkommen im Schnitt deutlich niedriger.

Der DGB-Index „Gute Arbeit“ ist eine repräsentative Befragung von Beschäftigten aller Branchen, die der DGB seit 2007 jährlich durchführt. Die mündliche Arbeitnehmerbefragung und Datenerhebung wurde von Dezember 2018 bis Mai 2019 telefonisch durchgeführt.

Für Auswertungen liegen in Sachsen von 1.000 Beschäftigten verwertbare Befragungsergebnisse vor, deutschlandweit sind es 8.011. Diese stehen repräsentativ für die Grundgesamtheit der Arbeitnehmer und Beamten am Arbeitsort Deutschland bzw. Sachsen, ohne Freiberufler und Selbstständige.

30 Jahre deutsch-deutsche Parallelwelt: Höchste Zeit, die betonierten Vorurteile zu demontieren

MelderArbeitWirtschaft
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Staatsregierung verlängert Umsetzungsfristen im Programm „Brücken in die Zukunft“
Internationaler Rotary Club gründet sich in Online-Zeremonie
Gegen Gedränge und Infektionsgefahr: Verstärkerbusse auf 21 Fahrten
Borna: Absage der traditionellen Barbarafeier
Projekt „Coaches für Online-Lernen“ ausgezeichnet
Lichtinstallation zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen
Sachsen hebt Antragsstopp bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Arbeitslosigkeit sinkt leicht, Leiharbeit wird zur neuen Arbeitsvermittlung
Arbeitslosenzahlen im November 2020. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserEs wird nicht lange dauern, da werden es auch die ersten Manager und Wirtschaftsinstitute begreifen, dass das Jahr 2020 ein Jahr der Chancen war und die Corona-Pandemie geradezu eine Steilvorlage, endlich die Weichen zu stellen zu einer nachhaltigen, klimaverträglichen und robusten Zukunftswirtschaft. Denn dass Wirtschaft künftig anders funktionieren muss, war auch vor Corona schon klar. Selbst die Arbeitsmarktzahlen erzählen davon.
Dienstag, der 1. Dezember 2020: Glühweinverbot hier, Ausgangsbeschränkungen dort
Nach dem Weihnachtsmarkt fällt auch der Glühwein in diesem Jahr der Coronakrise zum Opfer. Foto: Anrita1705, Pixabay

Foto: Anrita1705, Pixabay

Für alle LeserLeipzig greift zum letzten Mittel, um Ausgangsbeschränkungen wie in vielen Teilen Sachsens zu vermeiden: Ab Donnerstag soll ein Glühweinverbot für die gesamte Stadt gelten. Eine Allgemeinverfügung regelt noch weitere Maßnahmen. Außerdem: Die Polizei meldet mehrere Angriffe auf den Posten in der Connewitzer Biedermannstraße. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 1. Dezember 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
These #25: Mobile Jugendarbeit ist eine Menschenrechtsprofession.
Kalender-These #25 - Dezember 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserDie Grundlage sozialarbeiterischen Handelns ist die Wahrung der Menschenrechte und der Auftrag sozialer Ungerechtigkeit entgegen zu wirken. Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Wie sichert die Stadt Leipzig jetzt ab, dass auch Kinder aus Bedarfsgemeinschaften einen schulfähigen Computer bekommen?
Kein Anschluss für alle Kinder ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNach den ersten Erfahrungen mit dem Homeschooling im Corona-Lockdown im Frühjahr stellte die Grünen-Fraktion im Stadtrat den Antrag, die Stadt solle jetzt mit der stadteigenen Lecos dafür sorgen, dass nicht mehr benötigte Laptops aufgearbeitet und vorrangig Schülerinnen und Schülern mit Leipzig-Pass zur Verfügung gestellt werden. Denn gerade diese Kinder schauten beim Homeschooling regelrecht in die Röhre.
The Australian Pink Floyd Show: Erneute Terminänderung aufgrund Pandemie
Foto: Ben Donoghue

Foto: Ben Donoghue

Aufgrund der aktuellen Situation hinsichtlich der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen und behördlichen Vorgaben muss die bereits zweimal verlegte Deutschland-Tour von The Australian Pink Floyd Show ein weiteres Mal verschoben werden. Zuletzt für Januar und Februar 2021 geplant, wird die Tournee nun im Frühjahr 2022 stattfinden: Neuer Start der unter dem Motto „All That You Feel“ stehenden Tour ist der 4. März 2022 – sie endet rund einen Monat und 21. Konzerte später am 3. April 2022. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine in 2022.
Mini-Deutschland berät ab Januar über die deutsche Außenpolitik
Die ausgewählten Orte, aus denen Teilnehmer/-innen für den Bürgerrat ausgelost werden. Grafik: Mehr Demokratie e.V.

Grafik: Mehr Demokratie e.V.

Für alle LeserIm Januar und Februar werden 160 ausgeloste Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Bundesgebiet über Deutschlands Rolle in der Welt diskutieren. Auch Menschen aus Leipzig und Schkeuditz werden dabei sein, zwei der Städte aus Sachsen, die für den „Bürgerrat Deutschlands Rolle in der Welt“ in einem Zufallsverfahren ausgelost wurden. Demokratie einmal ganz anders mit Menschen, die jetzt noch gar nicht wissen, dass sie dabei sein werden.
Kesselkollektiv will Anfang 2021 am Standort Klingenstraße 22 in Plagwitz starten
Die Akteure im Kesselkollektiv. Foto: Kesselkolllektiv

Foto: Kesselkolllektiv

Für alle LeserDie Klingenstraße 22 in Plagwitz sollte man sich merken und bei nächster Gelegenheit vielleicht mal hinfahren. Denn hier entsteht einer der Punkte, an dem das erlebbar wird, was Wirtschaften in Leipzig künftig ausmachen muss. Hier entstehen die Strukturen eines regionalen und umweltfreundlichen Wirtschaftens. Mehrere kleine Leipziger Unternehmen haben sich hier als Kesselkollektiv zusammengetan. Und am 4. Dezember startet eine Crowdfunding-Kampagne. Denn da fehlt noch was.
Ab heute in der Stadtteilbibliothek Grünau: Acrylmalerei aus dem Projekt IMAGE
Der IMAGE-Kurs fand unter künstlerischer Betreuung statt. Foto: Leipziger Bündnis gegen Depression e.V.

Foto: Leipziger Bündnis gegen Depression e.V.

Für alle LeserDer Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. zeigt in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Grünau-Süd ab dem heutigen 1. Dezember eine Ausstellung, die im Rahmen des Projektes „IMAGE – sehen und gesehen werden“ vom Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. initiiert wurde. Es handelt sich um Arbeiten von Betroffenen im Rahmen eines Acrylmalworkshops.
Die Redaktion: Benjamin Fredrich erzählt mit Eulenspiegel-Freude die Entstehung des Katapult-Magazins
Benjamin Fredrich: Die Redaktion. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Katapult-Magazin in Greifswald läuft so einiges anders als bei klassischen Medien. Seit 2015, seit Benjamin Fredrich seine Promotion an der Universität Greifswald erst einmal in den Pausenmodus versetzte und einfach mal loslegte und Katapult gründete. Einfach so. Was man eigentlich nicht machen sollte in Deutschland, wo selbst die Gründerberatung nichts für neue Ideen übrig hat. Wo kämen wir sonst hin?
Montag, der 30. November 2020: Sachsen macht Übernachtungsausnahmen über Weihnachten und die Zahlen steigen
Sachsen erlaubt die Überachtung in Hotels über die Weihnachtstage. Das gab das Gesundheitsministerium unter Petra Köpping (SPD) bekannt. Foto: Kerstin Pötzsch

Foto: Kerstin Pötzsch

Für alle LeserBürger/-innen, die über Weihnachten ihre Familien in Sachsen besuchen wollen, können bei der Übernachtung auch auf Hotels und Pensionen zurückgreifen. Als eines von mehreren Bundesländern weicht der Freistaat mit dieser Regelung von den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern ab. Außerdem: Wohl kaum verwunderlich ist, dass die „Corona-Pandemie“ zum deutschen Wort des Jahres gekürt wurde. Die derzeitige Situation beeinflusste die deutsche Sprache in diesem Jahr enorm: Ein Großteil der unter die Top10 gewählten Wörter stehen im Zusammenhang mit Corona. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 30. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Am 1. Dezember startet das Crowdfunding für Die Anderen – das Eingewandertentheater
Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Quelle: Pöge-Haus e.V.

Für alle LeserAm morgigen Dienstag, 1. Dezember, startet das Crowdfunding für ein neues Leipziger Theaterprojekt: „Die Anderen - das Eingewandertentheater“. Wir alle leben in Zeiten der Unsicherheit. Auch die Kunst- und Kulturschaffenden in Leipzig stehen angesichts der globalen Krise durch das Coronavirus vor der Herausforderung, inmitten der Ausnahmesituation neue kreative Ideen für das Jahr 2021 zu entwickeln.
Nächtlicher Polizeihubschrauber-Lärm lässt Zahl der Lärmbeschwerden steigen
Polizeihubschrauber am Leipziger Abendhimmel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFlughafenanwohner wissen es schon, dass sie sich wegen nächtlichen Fluglärms beschweren können. Dass auch Stadtbewohner, die nachts durch den Lärm patrouillierender Polizeihubschrauber um den Schlaf gebracht werden, sich beschweren dürfen, ist noch nicht so bekannt. Aber die Zahl der Beschwerden steigt. Denn der Einsatz von Polizeihubschraubern auch über dem Leipziger Stadtgebiet ufert mittlerweile aus.
Ein Mann, ein Kanu und eine halbe Tonne Müll: Leipziger Paddler ist „Gewässerretter des Jahres“
Wieder zwei volle MUSS-Säcke. Foto: Falk Buder

Foto: Falk Buder

Für alle LeserDa war er selbst überrascht: Falk Bruder von der Abteilung Kanu des Leipziger Sportvereins Südwest ist von der Jury der Online-Plattform www.gewaesserretter.de zum „Gewässerretter des Jahres“ bestimmt worden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hatte zusammen mit seinen Wassersportpartnern in der Allianz Gewässerretter zur Teilnahme am Wettbewerb in drei Gewinnrubriken aufgerufen.
Bericht des Sonderermittlers im Innenausschuss: Untersuchungen zum Fahrradgate schaffen Verdacht auf Korruption nicht aus der Welt
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 26. November, informierte die Staatsregierung den Innenausschuss des Sächsischen Landtages über die ersten Ergebnisse des Berichtes des Sonderermittlers Klaus Fleischmann zu den illegalen Fahrradverkäufen bei der Polizei in Leipzig, dem sogenannten Fahrradgate. Aber nach der Sitzung war es wie so oft in Sachsen: Die einen sahen mal wieder nur Einzeltäter, die anderen ein auffälliges Führungsproblem in der sächsischen Polizei.
Autoritäre Dynamiken: Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2020
Oliver Decker, Elmar Brähler (Hrsg.): Autoritäre Dynamiken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit 2002 untersuchen die Leipziger Sozialpsychologen um Elmar Brähler und Oliver Decker die (rechts-)extremistischen Einstellungen der Deutschen. Anfangs noch unter dem Label „Mitte-Studien“, weil ihnen durchaus klar war, dass radikale Einstellungen eben nicht allein die Sache irgendwelcher versprengten Grüppchen am Rand der Gesellschaft sind, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein vorkommen. Jener Mitte, die sich gern als friedlich und staatstragend verkauft.