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Metallerinnen und Metaller kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen

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    Pünktlich um 13.00 Uhr legte die Belegschaft des Kabelwerks in Meißen zum zweiten Mal innerhalb von vierzehn Tagen ihre Arbeit nieder und die Beschäftigten traten in einen dreistündigen Warnstreik ein. Eine Feuerwehrsirene heult auf, Feuerkörbe brennen, kämpferische Worte sind aus den Lautsprechern zu hören: „Herr Balzer: Arbeiten Sie lieber mit uns, statt gegen uns!“, ruft es aus den Reihen der Beschäftigten.

    Am 23. November findet der zweite Warnstreik im Kabelwerk in Meißen statt. Bereits am 9. November rief die IG Metall Riesa ihre Mitglieder beim
    Kabelhersteller in Meißen zur Arbeitsniederlegung auf. Nun musste ein zweiter Warnstreik folgen, da bis zum heutigen Tag weiterhin keine Verhandlungsbereitschaft für eine Tarifbindung auf der Arbeitgeberseite besteht.

    „Die andauernde Verweigerungshaltung der Geschäftsführung zeigt, weshalb die Arbeits- und Einkommensbedingungen in Sachsen denen in fast allen anderen Bundesländern weit hinterherhinken. Wir haben hier im Kabelwerk Meißen eine Belegschaft, die zusammenhält und ein schwankendes Unternehmen durch Verzicht über Jahre mit aus einer misslichen Lage geführt hat. Jetzt, wo das Unternehmen wieder gut dasteht, vergisst die Arbeitgeberseite offensichtlich, was die Beschäftigten geleistet haben“, sagt Steven Kempe von der IG Metall Riesa.

    Zur Ausgangslage: Seit 2017 sind die Arbeits- und Einkommensbedingungen im Kabelwerk Meißen nicht mehr per Tarifvertrag für Neueinstellungen geregelt. Die Beschäftigten im Kabelwerk erhalten immer noch die Entgelte, die 2009 geregelt wurden. Denn über Jahre hatte sich der Arbeitgeber gegen eine Entwicklung des Tarifvertrages gewehrt. Seit Juni 2020 versucht die IG Metall deshalb, die Arbeits- und Einkommensbedingungen wieder per Tarifvertrag zu regeln. Der Arbeitgeber entzieht sich bisher diesen Verhandlungen.

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