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Hobusch: Kurzarbeit darf auch in öffentlicher Verwaltung kein Tabu sein

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    Der Leipziger FDP-Kandidat zur Bundestagswahl, René Hobusch, hat den Leipziger Oberbürgermeister aufgefordert, Mitarbeiter, bei denen kein Homeoffice möglich ist, notfalls auch in Kurzarbeit zu schicken. „Es kann doch nicht angehen, dass zum Beispiel fast 400 Mitarbeiter aus dem Kita-Bereich bei voller Bezahlung freigestellt sind, während Eltern wegen geschlossener Einrichtungen zu Hause ihre Kinder betreuen und Lohneinbußen hinnehmen müssen.“

    „Die Pandemie verlangt uns allen viel ab, vor allem Solidarität untereinander. Doch es kann nicht sein, dass viele Menschen gerade um ihre Existenz bangen, während ein anderer Teil kaum etwas von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdown zu spüren bekommt.

    Tausende Eltern in unserer Stadt verzichten seit Wochen auf gut ein Drittel ihres Einkommens und unzähligen Selbstständigen zieht es gerade die eigene Existenz unter den Füßen weg, während offenbar Verwaltungsmitarbeiter zu Hause sitzen und volles Gehalt bekommen, weil die technischen Voraussetzungen für Homeoffice fehlen. Kurzarbeit darf daher auch hier kein Tabu sein“, so der Freidemokrat.

    Hobusch, der schon als Stadtrat immer wieder eine Modernisierung der Verwaltung und Reform des öffentlichen Dienstwesens gefordert hatte, ergänzt: „Besser wäre es natürlich, wenn städtische Mitarbeiter statt in Kurzarbeit kurzfristig zur Unterstützung bei der Pandemiebekämpfung abgestellt werden, etwa zur Kontaktnachverfolgung oder bei der Arbeit in den Impfzentren. Denn wir müssen alles tun, was zur schnellen und erfolgreichen Beendigung der derzeitigen Situation erforderlich ist.

    Dazu gehört auch, Gewohntes auf den Prüfstand zu stellen. Eine Verweisung auf eine andere angemessene Tätigkeit muss daher möglich sein. Wann, wenn nicht jetzt haben wir die Chance, endlich die alten Widerstände zu überwinden und die öffentliche Verwaltung mit einem großen Schritt ins 21. Jahrhundert voranzubringen.“

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