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Markkleeberg: Gedenkveranstaltung fällt Corona-bedingt aus

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    Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik seit 1996 der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Markkleeberg findet aus diesem Anlass alljährlich eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung im Equipagenweg statt. In diesem Jahr kann die Gedenkveranstaltung Corona-bedingt leider nicht stattfinden.

    „Das hindert uns jedoch nicht daran, auch am 27. Januar 2021 den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze und verweist auf die Worte von Alt-Bundespräsident Roman Herzog: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ Karsten Schütze: „Das sollten wir einmal mehr verinnerlichen.“

    In Markkleeberg am Equipagenweg befand sich ein Außenlager des KZ Buchenwald. Ende 1944 waren hier 1.300 ungarische Jüdinnen inhaftiert. Im Februar 1945 wurden noch 250 Frauen, die der französischen Widerstandsbewegung Résistance angehörten, nach Markkleeberg gebracht. Die Frauen mussten Zwangsarbeit zur Fertigung von Flugzeugteilen in den Junkers-Werken leisten.

    Karsten Schütze: „Das Lager im Equipagenweg ist das dunkelste Kapitel unserer Stadtgeschichte. Seit vielen Jahren halten wir Kontakt zu Überlebenden.“ Im Equipagenweg erinnert ein Denkmal an den Standort des KZ-Außenlagers. Am 13. Juni 1998 wurde die Gedenktafel im Beisein ehemaliger Lagerinsassinnen – drei Französinnen und drei ungarischen Jüdinnen – eingeweiht.

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