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Lernsax muss verbessert werden! Die Ausfälle der Lernplattform sind nicht vertretbar!

Von Juso-Schüler/-innen- und -Auszubildenden-Gruppe Sachsen (JSAG Sachsen)

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    Heute, am 09.02., ist die sächsische Lern- und Lehrplattform Lernsax erneut flächendeckend ausgefallen. Es handelt sich dabei um das mindestens fünfte Mal innerhalb eines Monats, dass die Lernplattform stundenlang nicht erreichbar ist.

    Die JSAG Sachsen kritisiert das sächsische Kultusministerium dafür: Emily Pfeiffer aus der Landeskoordination sagt diesbezüglich: „Lernsax ist für Schüler/-innen in Zeiten des Homeschoolings die einzige Möglichkeit,  mit ihren Lehrkräften in Kontakt zu bleiben und Aufgaben zu erhalten. Dass die Plattform so schlecht funktioniert, ist inakzeptabel!”

    Seit dem 14. Dezember müssen sächsische Schulen wieder großteils auf den Distanzunterricht ausweichen. Sie sind aufgefordert, aus Datenschutzgründen ausschließlich die Lernplattform Lernsax zu nutzen. Allerdings unterliegt die Seite großen Schwankungen, zum Ärger von Schüler/-innen, Lehrkräften und Eltern: Der Ausfall am 09.02. ist bereits mindestens der fünfte innerhalb der letzten Schulwochen. Das Kultusministerium berichtet stets von Hackerangriffen und Ausfällen im Rechenzentrum.

    Emily Pfeiffer ergänzt: „Das Nicht-Funktionieren dieser Plattform ist eine weitere Auswirkung der verschlafenen Digitalisierung an Sachsens Schulen. Dort hätte das Kultusministerium schon vor Jahren Maßnahmen ergreifen müssen. Dies ist allerdings nicht geschehen – zum Nachteil der betroffenen Schüler/-innen und Lehrer/-innen heute.“

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    2 KOMMENTARE

    1. Der Aufbau von Lernsax ist sehr logisch und überhaupt nicht kompliziert. Natürlich müssen die Lehrer in der Schule gezeigt haben, was wie funktioniert oder wo abgelegt wird. Die Rückmeldungen der SuS zeigen an unserer Schule, dass meist ohne Hilfe gearbeitet werden kann.
      Probleme entstehen eher dadurch, dass Niemand Unterricht von Ferne zu organisieren gelernt hat. Womöglich geht es auch nicht ohne persönlichen Kontakt.
      Das größte Hindernis sind aber die Zeithorizonte, die jeweils verkündet, kurzfristig aber verändert werden. Wir haben mal im Dezember angefangen, mit 2 Wochen Fernunterricht zu planen. Danach wurde kürzestfristig um weitere 4 oder 5 Wochen verlängert. Nun stehen erneut 4 Wochen länger im Raum. Es ist ein großer Unterschied, wenn man über 10 Woche planen kann und muss, als ständig neu denken zu müssen. Auch wenn man bereits mehrgleisig plant, bleibt das Problem bestehen.
      Anders als andere Berufsgruppen können Lehrer nicht einfach von zuhause aus machen, was sie sonst im Unterricht täten. Material und Stunden müssen angepasst werden. Ich bin sehr für Kritik, aber sie muss von denjenigen kommen, die etwas von Schule verstehen.

    2. Lernsax ist nicht nur wegen der zeitweiligen Ausfälle zu kritisieren.
      Der gesamte Aufbau der Seite ist eine Zumutung.
      Lernsax erweist sich schon für Eltern als unübersichtlich, jüngere Kinder haben fast keine Chance, alle relevanten Informationen zu erfassen.
      Man muss regelmäßige suchen in diversen Unterordnern, in denen LehrerInnen die Aufgaben in den verschiedensten Formaten einstellen / verstecken. (Mein Favorit: ein abgelichteter handschriftlicher Zettel (jpg))
      Was hat das blosse Einstellen von Aufgaben mit digitalem Unterricht zu tun?
      Ich kenne reihenweise über Lernsax fluchende Eltern und Kinder, die das Thema Schule abgehakt haben, weil sie einfach nicht autodidaktisch lernen können.
      Solange noch nicht einmal alle Lehrer mit Laptops ausgestattet sind, ist Lernsax nur ein Symptom unsere sträflich vernachlässigten Bildungssystems.

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