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Es geht nicht, dass wieder alle Schulen schließen, damit die Industrie weiterarbeiten kann

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    Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Bildungspolitik, sagt zu den Debatten über ein Eingreifen des Bundes in Entscheidungen der Länder zu Schulschließungen: „Wir wünschen uns ein bundesweit einheitliches Vorgehen, das bis auf die kommunale Ebene nach dem Prinzip funktioniert: Wenn X, dann unbedingt Y.“

    „Allerdings darf der Preis desselben nicht sein, dass Präsenzunterricht dort entfällt, wo er ermöglicht werden könnte. Auch Schulen spielen eine Rolle im Infektionsgeschehen. Anstelle pauschaler Schließungen wäre es aber eher im Sinne der Schülerinnen und Schüler, wenn die Staatsregierung den Infektionsschutz verbesserte und sich darum bemühte, Ausbrüche an Schulen verlässlich lokal und schnell zu erkennen und zu bekämpfen. Wir wissen, dass es nicht vermittelbar ist, dass wieder alle Schulen geschlossen werden, damit die Industrie weiterarbeiten kann.

    Das setzt allerdings voraus, dass alle am Schulbetrieb beteiligten Personen mindestens dreimal pro Woche getestet werden. FFP2- oder medizinische Masken sollte von der Grundschule an in allen Schularten kostenlos ausgereicht werden. Es sollten auch endlich mehr Busse rollen, um den Schülerverkehr zu entzerren, bis dahin, dass wir über gestaffelten Unterrichtsbeginn entscheiden müssen.

    Luftfilter gehören mindestens in diejenigen Klassenräume, in denen Stoßlüften unmöglich ist, und das sind nicht wenige in Sachsen. Nötig sind andere Lernorte und kleinere Gruppen, zum Beispiel auch betreut und unterrichtet von Lehramtsstudierenden, die kurz vor dem Abschluss stehen, oder von Museumspädagog/-innen, die freie Kapazitäten haben.

    Nötig sind ferner konsequente Hygieneschutzmaßnahmen bis hin zur Seife auf der Schultoilette. Geht es um feste Gruppenmodelle, müssen Schule und Hort zusammen gedacht werden. Eltern, die ihre Kinder zu Hause lassen können, sollten dies tun.

    Perspektivisch müssen wir darauf schauen, welche Folgen die Schulschließungen für jedes einzelne Schulkind hatten. Defizite sollten, soweit das möglich ist, ausgeglichen werden, um den Bildungserfolg unserer Kinder zu sichern. Deshalb werden wir uns im Haushaltsverfahren für Nachhilfe-Gutscheine einsetzen, von denen Kinder aus ärmeren Haushalten profitieren können.“

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