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Afrikanische Schweinepest: Koordinator steuert Reduzierung des Wildschweinbestandes

Von Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
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    Der Freistaat Sachsen setzt zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest einen Entnahmekoordinator ein. Er wird die Maßnahmen zur Entnahme im gefährdeten Gebiet koordinieren, um die tierseuchenrechtlich notwendige Reduzierung des Wildschweinbestandes voranzubringen. Dazu gehören die Koordinierung von Fallwildsuchen mit Jägern, Kadaversuchhunden und Drohnen, die Entnahme durch Jäger und die Dokumentation der Aktivitäten und Funde gegenüber dem Landestierseuchenbekämpfungszentrums LTBZ.

    Der eingesetzte Fachmann ist Beschäftigter des Staatsbetriebs Sachsenforst, promovierter Forstwirt und Jäger, stammt aus dem Landkreis Görlitz und übt dort auch selber die Jagd aus. Er wird für die Zeit seiner Tätigkeit als Koordinator vom Sachsenforst aus dem Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft ans Sozialministerium abgeordnet.

    „Ich freue mich, dass wir einen so erfahrenen Fachmann für diese Aufgabe gewonnen haben, der auch noch über genaue Geländekenntnisse verfügt. Wir wollen bei der Entnahme der Tiere zügig vorankommen. Diese ist entscheidend für die Eindämmung der Tierseuche. Die verschiedenen Methoden wie die Unterstützung durch Kadaverspürhunde, der Einsatz von Drohnen und Fanganlagen sowie die Mithilfe der Jäger müssen gut koordiniert werden, um zu einem möglichst schnellen Erfolg zu führen. Das wird Aufgabe des Koordinators werden“, erklärt Sozialministerin Petra Köpping.

    Der Entnahmekoordinator hat seine Tätigkeit am 4. Mai 2021 aufgenommen. Er ist in die ASP-Krisenstrukturen eingegliedert und beim LTBZ angesiedelt, das die Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen abstimmt. Er wird eng mit dem Landkreis, den Jagdausübungsberechtigten und anderen Beteiligten zusammenarbeiten.

    Das ASP-Virus ist im gefährdeten Gebiet sehr aktiv. Die Koordination der tierseuchenrechtlichen Entnahme soll auch den Landkreis Görlitz entlasten. In Vorbereitung auf eine schrittweise zu verstärkende Entnahme erfolgt die Beschaffung von Saufanganlagen, die Positionierung der Fänge in den Restriktionszonen, die Rekrutierung und Schulung von Jägern für den Einsatz an den Fängen. Auf ausgewählten Flächen werden Schwarzwildbestände mittels Drohnen und Wärmebildkameras bestimmt und lokalisiert.

    Der Entnahmekoordinator steuert die unterschiedlichen Maßnahmen, legt u.a. gemeinsam mit der Einsatzleitung des Landkreises die abzusuchenden Flächen fest und unterstützt den Landkreis bei der Organisation der Bergung von Tieren und Tierkörperteilen. Zudem plant er die ggf. notwendige Rekrutierung und den Einsatz der Jäger und der Jagdmethoden.

    Insgesamt wurden seit dem Indexfall am 31. 10. 2020 bis heute im gefährdeten Gebiet 171 ASP-Fälle registriert. Von 270 Fallwildfunden wurden 146 positiv auf das ASP-Virus getestet. 51 Tiere kamen in der Restriktionszone durch Unfälle ums Leben, davon war eins infiziert. 359 tierseuchenrechtliche Entnahmen gab es bisher, dabei wurden 23 Schweinepestfälle festgestellt.

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