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Freitag, der 8. Januar 2021: Polizistinnen, die auf Hunde schlagen

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    Ein von tag24.de veröffentlichtes Video zeigt Polizistinnen, die bei der Diensthundausbildung zum Stock greifen und zuschlagen. Personelle Konsequenzen gibt es bislang keine – die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren bereits eingestellt. Außerdem: Die sächsische SPD fordert eine neue Strategie bei der Impfstoffverteilung zugunsten älterer Menschen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 8. Januar 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Die sächsische Polizei hat den nächsten Skandal. Diesmal geht es allerdings nicht um geklaute Fahrräder, Kontakte zu Neonazis oder irgendwas mit Connewitz, sondern um den brutalen Umgang mit Diensthunden.

    Wie tag24.de heute berichtet, ist bei einem Hundeführer-Lehrgang im vergangenen Jahr in Leipzig ein Video entstanden, das Gewalt gegen einen Hund zeigt. Dieser ließ – so wohl auch das Ausbildungsziel – nicht von einer als „Bösewicht“ verkleideten Polizistin ab, woraufhin diese und eine weitere Polizistin mit dem Stock auf ihn einschlagen. Ein anderer Polizist ruft: „Mach druff jetzt auf das Vieh!“.

    Offenbar eine brutale Art, wie man das Tier auf den realen Polizeieinsatz vorbereiten wollte.

    Das Video von Tag24 Deutschland GmbH auf Youtube

    Bislang keine personellen Konsequenzen

    Laut einer „professionellen Hundetrainerin“, die in dem Artikel zu Wort kommt, ist das Verhalten „völlig inakzeptabel“ und „tierschutzrelevant“. Die Staatsanwaltschaft Leipzig kam jedoch zu einem anderen Ergebnis. Sie stellte die Verfahren gegen die beteiligten Polizist/-innen ein. Nun läuft die Prüfung, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Nach Abschluss dieser Prüfung will die Polizei Leipzig über dienstrechtliche Konsequenzen entscheiden.

    In einer Stellungnahme teilte die Polizei heute mit, dass Polizeipräsident Torsten Schultze diese Ausbildungsmethode „umgehend untersagt“ habe, nachdem er vor rund drei Monaten das Video zum ersten Mal gesehen habe. Der Hund in dem Video habe zwei Wochen später „seine Schutzhundeprüfung mit dem Prädikat ‚sehr gut‘ abgeschlossen“.

    Ob dieses Tier allerdings seiner Hundeführerin jemals wirklich vertrauen wird, ist angesichts solcher Methoden jedoch mindestens fraglich.

    Schweinepest breitet sich aus

    Unterdessen ist in Sachsen ein weiterer Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten, wodurch sich die Anzahl auf 17 erhöht hat. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) teilte heute mit, dass zunehmend mutwillige Beschädigungen an Zäunen zum Problem werden. Diese sollen eigentlich verhindern, dass sich die Tierseuche in Sachsen weiter ausbreitet.

    Beim Coronavirus gehören Zäune eher nicht zu jenen Maßnahmen, die derzeit als Mittel zur Bekämpfung diskutiert werden. Eine wichtige Rolle spielt unter anderem der Impfstoff. Aus den Reihen der sächsischen SPD kommt nun die Forderung, den Impfstoff bundesweit nicht nur entsprechend der Bevölkerungszahl, sondern auch unter Berücksichtigung der Inzidenzwerte und des Altersdurchschnitts zu verteilen. Demzufolge sollte Sachsen mehr Impfstoff erhalten.

    Corona-Impfungen, Verbraucherpreise und Verfassungsschutz

    Worüber die L-IZ heute berichtet hat: über die Corona-Schutzimpfungen, die die Linksfraktion zum Thema im Leipziger Stadtrat machen möchte, über den Jahresrückblick des Statistischen Landesamtes zu den Verbraucherpreisen 2020 und über fast eine Million Euro für V-Mann-Honorare im sächsischen Haushaltsentwurf.

    Was heute außerdem wichtig war: In Leipzig lebten – zum Jahresende 2020 – 605.407 Menschen. Das sind knapp 4.000 mehr als ein Jahr zuvor. Das Bevölkerungswachstum hält somit an, wenn auch nicht mehr so stark wie noch vor etwa einem halben Jahrzehnt. Außerdem: Der sächsische Energieminister Wolfram Günther (Grüne) wurde erneut positiv auf Corona getestet. Bereits kurz vor Weihnachten hatte es einen positiven Test gegeben. Er befindet sich seitdem zu Hause.

    Linksfraktion thematisiert Corona-Schutzimpfung im Stadtrat

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    2 KOMMENTARE

    1. Schlimm, was die Frauen da mit dem Hund gemacht haben.
      Der Hund wird seinen Ausbildern und seiner Hundeführerin nie mehr vertrauen. Und sich schlimmstenfalls sogar bei Gelegenheit gegen sie wenden. Aber dann ist er der böse Aggrohund und wird eingeschläfert.

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