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Tarifrunde Groß- und Außenhandel und genossenschaftlicher Großhandel: ver.di weist erstes Angebot zurück

Von ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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    In der gestrigen zweiten Verhandlungsrunde zu den Tarifentgelten für die rund 40.000 Beschäftigten des sächsischen Groß- und Außenhandels legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor, das jedoch von ver.di als viel zu niedrig zurückgewiesen wurde.

    Das Angebot der Arbeitgeber bezieht sich auf eine Laufzeit von 24 Monaten (1.5.2021 bis 30.4.2023). Es soll zwei Erhöhungen der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen geben:

    • Im Jahr 2021 gar keine Tariferhöhung
    • Ab 1. März 2022 um 1,5 %
    • Ab 1. November 2022 um weitere 1,0 %

    Wirtschaftlich „starke Unternehmen“ (deren „Stärke“ nach einer bisher nicht benannten „betriebswirtschaftlichen Kennzahl“ definiert werden soll), sollen im Juli 2021 eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 € zahlen und dann die Tariferhöhungen jeweils 6 Monate früher (also im September 2021 bzw. Mai 2022) gewähren.

    „Von der Pandemie betroffene“ Unternehmen (deren „Betroffenheit“ nach Kriterien wie mehr als 3 Monate Kurzarbeit oder Bezug von staatlichen Unterstützungsleistungen in 2021 oder 2022 definiert werden soll) sollen dagegen die Tariferhöhungen sogar erst weitere 6 bzw. 4 Monate später (also im September 2022 bzw. März 2023) zahlen müssen.

    Die ver.di-Verhandlungskommission hat das Angebot scharf kritisiert und als völlig unzureichend zurückgewiesen. Es liegt erheblich unter den Teuerungsraten, die für 2021 und 2022 erwartet werden, und würde deshalb reale Lohnsenkungen für alle Beschäftigten bedeuten.

    „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Unternehmen, die bisher wirtschaftliche unbeschadet durch die Pandemie gekommen sind – und das ist die Mehrheit der Großhandelsunternehmen –, ihren Beschäftigten lediglich Mini-Erhöhungen von insgesamt 2,5 Prozent bezahlen, und dies nur nach vielen Nullmonaten. Die Beschäftigten haben seit mittlerweile 15 Monaten, z. T. bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit, unser aller Versorgung während der Krise sichergestellt. Nun sollen sie billig abgespeist werden.“, erklärte ver.di-Verhandlungsführerin Sylke Hustan.

    ver.di geht davon aus, dass dieses erste Angebot von den Beschäftigten als Zumutung oder gar Provokation aufgefasst wird. „Mit weiteren Protestaktionen und Streiks ist zu rechnen.“, so Sylke Hustan.

    ver.di hat die Entgelttarifverträge zum 30. April 2021 gekündigt und erhebt folgende Forderungen:

    – Anhebung aller Löhne und Gehälter um 1 € je Arbeitsstunde
    – Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 70 € im Monat
    – Einen Sachsenzuschlag
    – Die Laufzeit soll 12 Monate betragen (1.5.2021-30.4.2022)
    – Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge gemeinsam mit den Arbeitgebern

    Die dritte Verhandlungsrunde findet am 19. Juli 2021 in Dresden statt.

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