Knapp hundert Klimagerechtigkeitsaktivist/-innen blockieren in der Nacht von Freitag auf Samstag die LKW- Zufahrt zum DHL-Frachtflughafen Leipzig/Halle. Mit ihrer Aktion fordern sie den sofortigen Ausbaustopp des Frachtflughafens und stellen sich damit den Plänen der sächsischen Landesregierung entgegen.

Die aktuelle Blockade-Aktion ist der bisher radikalste Protest gegen den Ausbau des Flughafens. Mit der Aktion soll gezielt die Nachtarbeit bei DHL gestört werden, da der Flughafen aufgrund seiner durchgängigen Nachtfluggenehmigung schwere Lärmbelastungen in den umliegenden Ortschaften verursacht. Der Flugbetrieb ist bereits jetzt eine akute Gesundheitsgefahr für die Anwohner/-innen der gesamten Region.[1]

„Wir erklären uns solidarisch mit den Protesten der Anwohner/-innen undgehen einen Schritt weiter, um den Forderungen mehr Gehör zu verschaffen. Statt weiterer Ausbauten brauchen wir einen Rückbau von Flughäfen und Flugverkehr allgemein!“, so die Pressesprecherin Kira Zweig von „CancelLEJ“.

Der Ausbau eines Frachtflughafens inmitten der Klimakrise steht für die Aktivist/-innen exemplarisch für ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, welches auf Profitinteressen von Konzernen wie DHL ausgerichtet ist. Dies bedeute auch den Zwang zu einem fortwährenden wirtschaftlichen Wachstum, von dem nur einige wenige profitieren.

„Wir brauchen den Systemwandel, hin zu einer bedürfnisorientierten Wirtschaftsweise. Mit unserer heutigen Aktion nehmen wir den sozial-ökologischen Wandel nun selbst in die Hand!“, so Katta Klee, ebenfalls Pressesprecherin der Aktionsgruppe.

[1] https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/flughafen-ausbau-laerm-schutz-gutachten-100.html

Weitere Informationen:
https://www.nachtflugverbot-leipzig.de
https://buendnislej.website/?page_id=68
https://twitter.com/flughafenausbau?lang=en

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