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Geburtshilfe, Wochenbett und Stillzeit im Fokus der Forschung

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    Die Medizinische Fakultät der TU Dresden startet mit dem Bachelor-Studiengang die akademische Ausbildung zukünftiger Hebammen. In dem neu gegründeten Zentrum für Hebammenwissenschaften sollen zahlreiche Forschungsthemen rund um die geburtshilfliche Versorgung von Frauen durch Hebammen abgedeckt werden.

    Hebammen unterstützen den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit und begleiten als Expertinnen diese Lebensphase umfassend medizinisch und psychosozial. Damit spielen sie eine zentrale Rolle in der präventiven Gesundheitsversorgung von Frauen und Familien.

    Der Beruf der Hebamme gilt als einer der ältesten Berufe der Menschheit. Als eines der letzten Ländern Europas hat Deutschland 2009 begonnen, das Berufsgesetz zu reformieren, um angehenden Hebammen schrittweise den Zugang an die Universität und Hochschulen zu eröffnen. An der Medizinische Fakultät der TU Dresden wird dieser entscheidende Schritt nun vollzogen.

    Der neue Bachelor-Studiengang Hebammenkunde startet mit Beginn des neuen Studienjahres 2021/22 am 4. Oktober für zunächst 24 Studierende. Mit der Akademisierung ändern sich auch die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung. Zukünftig ist die Hochschulreife oder alternativ eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf Voraussetzung zur Zulassung.

    Das dreieinhalbjährige Studium der Hebammenkunde, das nach der staatlichen Prüfung zum Bachelor-Titel führt, wird angehende Hebammen in die Lage versetzen, eine umfassende berufliche Handlungskompetenz zu erlangen und damit Hebammentätigkeit in verschiedenen Arbeitsfeldern und Versorgungsstrukturen im klinischen und außerklinischen Setting selbstständig und verantwortungsvoll durchzuführen.

    Der Dresdner Studiengang ist dual angelegt und wurde von einer interprofessionellen Arbeitsgruppe aus Hebammen, ProfessorInnen und ÄrztInnen der Geburtshilfe konzipiert. „Sachsen ist im deutschlandweiten Vergleich ein geburtenreiches Land. Wir brauchen entsprechend viele und auch gut qualifizierte Hebammen, die die werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt betreuen“, sagt die Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Dresdner Universitätsklinikum Professorin Pauline Wimberger.

    Sie steht dem neuen Studiengang als Studiendekanin vor und ergänzt: „Die Medizinische Fakultät der TU Dresden bietet optimale Voraussetzungen für ein interdisziplinäres Hebammenstudium, in dessen Rahmen wir die Theorie, Praxis und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse eng verzahnen können“.

    Friederike Seifert (Hebamme, Diplom-Medizinpädagogin) und Katharina Langton (Hebamme M.Sc. Midwifery) übernehmen die Studiengangsleitung und ergänzen sich hervorragend mit ihren langjährigen Erfahrungen aus Hebammentätigkeit, Wissenschaft und Pädagogik. Beide sind sich einig: „Wir freuen uns sehr, die akademische Ausbildung von fachspezifischem und hebammenwissenschaftlichen Nachwuchs begleiten können und begrüßen ganz herzlich den ersten Jahrgang von Hebammenstudierenden hier am Campus in Dresden.“

    „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden den Bachelorstudiengang Hebammenkunde zu etablieren und weiterzuentwickeln. Das Dresdner Universitätsklinikum ist eine Partnerklinik mit zahlreichen medizinischen Zentren, die das Thema Geburt aus unterschiedlichen Perspektiven vom Kinderwunsch bis zur Begleitung von Risikoschwangeren abdecken. Auf die Studierenden wartet hier also eine fordernde, aber auch sehr schöne und abwechslungsreiche Aufgabe“, sagt Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums.

    Ein wichtiger Baustein für die weitere Professionalisierung des Hebammenberufes ist das  neu gegründete Zentrum für Hebammenwissenschaften. „Hier werden künftig wichtige Fragen zu den Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit wissenschaftlich beleuchtet. Gleichzeitig sollen ein nachqualifizierender Studiengang für bereits examinierte Hebammen sowie ein weiterführender Masterstudiengang konzipiert werden und es gilt, noch weitere Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln“, sagt Professor Heinz Reichmann als Dekan der Medizinischen Fakultät zu den Zielsetzungen des Zentrums.

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