Die rund 40.000 Beschäftigten des sächsischen Groß- und Außenhandel müssen weiter auf den Abschluss eines neuen Gehalts- und Lohntarifvertrages warten. Verhandelt wird seit Mai letzten Jahres. „Es gibt zwar eine grundlegende Übereinstimmung, dass der bundesweite Abschluss aus dem Herbst letzten Jahres grundsätzlich übernommen werden soll. Doch beim Thema Abbau des Einkommensunterschieds zwischen Ost und West verweigern sich die Arbeitgeber erneut“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

„Seit 10 Jahren kritisiert ver.di diese Gerechtigkeitslücke, gleiche Arbeit wird ja systematisch schlechter bezahlt und die Arbeitgeber verweigern sich erneut der Vereinbarung eines Sachsenzuschlages.“ „Das die ‚Benachteiligung des Ostens von Jahr zu Jahr größer wird, bestätigt die Arbeitergeberseite, doch einen Angleichungsschritt für Löhne und Gehälter lehnen sie ab“, so Lauenroth-Mago.

„im betrieblichen Alltag sieht es anders aus, wichtige Unternehmen folgen dem Lösungsvorschlag von ver.di und zahlen zusätzlich einen „Ostzuschlag zwischen 30 und 60 Euro“, so ver.di Großhandelssekretärin Sylke Hustan.

„Das Arbeitgeberverhalten ist völlig unakzeptabel, lehnen sie Angleichungsschritte bei den Gehältern völlig ab, stellen sie bei einem Angleichungsschritt bei den unteren Lohngruppen völlig indiskutable Kompensationsforderungen wie längere Laufzeiten oder eine verlängerte Friedenspflicht. So wenig Wertschätzung für die tolle Leistung der Beschäftigten macht mich einfach nur wütend“, so der ver.di Verhandlungsführer Lauenroth-Mago.

„Das Verhalten der AG-Verhandlungskommission ist ein Skandal und fordert betriebliche Lösungen anstatt einer tariflichen Lösung für alle“, so Hustan.

„Anfang April wird sich die ver.di Tarifkommission Großhandel Sachsen erneut treffen und weitere Aktivitäten zur Duschsetzung der Forderung nach gleichen Arbeitsbedingungen in Ost und West beschließen. Erst in der vergangenen Woche hatten die Beschäftigten von Thyssen-Krupp-Schulte Stahlhandel für 4 Tage die Arbeit niedergelegt. Es droht ein Dauerkonflikt“, so Lauenroth-Mago.

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