Maurer & Co. oft unterbezahlt: Die rund 5.060 Bau-Beschäftigten in Leipzig können sich über fehlende Arbeit nicht beschweren. Doch viele von ihnen verdienen deutlich weniger, als ihnen zusteht. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin – und ruft die Bauarbeiter dazu auf, im Zweifelsfall die Firma zu wechseln.
„Der Bau boomt – auch in der
Pandemie. Die Betriebe suchen händeringend Fachleute. Es kann nicht
sein, dass in dieser Situation viele Beschäftigte um einen
angemessenen Lohn gebracht werden“, sagt Bernd Günther,
Bezirksvorsitzender der IG BAU Nord-West-Sachsen.
Wer mit einer dreijährigen Ausbildung als Spezialbaufacharbeiter
arbeite, müsse aktuell auf einen Stundenlohn von 20,63 Euro
kommen. Carsten Burckhardt vom Bundesvorstand der IG BAU, der die
Tarifverhandlungen für die Gewerkschaft geführt hat, ruft jetzt zum
Lohn-Check auf: „Jeder, der weniger verdient, sollte seinem Chef
Bescheid sagen und sich nicht länger unter Wert verkaufen. Im
Klartext heißt das dann auch: den Betrieb wechseln.“
Nach Informationen der Gewerkschaft liegt der
Durchschnittsverdienst von Bauarbeitern in Sachsen aktuell bei
15,39 Euro pro Stunde – 5,24 Euro weniger als der
Tariflohn. „Rein rechnerisch gehen einem gelernten Straßenbauer
oder Zimmerer damit pro Jahr rund 10.900 Euro durch die
Lappen“, betont Günther. Die IG BAU Nord-West-Sachsen weist darauf
hin, dass jeder Anspruch auf die tarifliche Bezahlung hat, der in
der Gewerkschaft ist und dessen Betrieb dem Arbeitgeberverband im
Bauhandwerk oder in der Bauindustrie angehört.
Infos und Tipps zum fairen Lohn und zum Jobwechsel gibt es bei der
IG BAU vor Ort unter: 069 – 95737 347 und leipzig@igbau.de. Ebenso im Internet: www.igbau.de/Bauhauptgewerbe.de


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