Die Stadt Leipzig und die Gedenkstätte Zwangsarbeit Leipzig laden alle Leipzigerinnen und Leipziger zur Einweihung der Gedenkstele am ehemaligen KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße ein. Zur Enthüllung am Dienstag, 12. Juli, um 15 Uhr sprechen Oberbürgermeister Burkhard Jung, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und Anja Kruse von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.

Mit der Einweihung wird an die vielen Menschen erinnert, denen an diesem Ort großes Unrecht geschehen und unermessliches Leid widerfahren ist. Den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen der Stadt Leipzig wird am historischen Ort mit Texten, Fotografien und einem Gedicht einer Überlebenden die Geschichte des Außenlagers nahegebracht. Mit der Gedenkstele wird ein sichtbares Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum installiert und die Geschichte des Ortes in deutscher und vier weiteren Sprachen zugänglich gemacht.

In der Kamenzer Straße 10-12 und dem angrenzenden Areal befand sich zwischen Juni 1944 und April 1945 das KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“. Mit mehr als 5.000 weiblichen KZ-Gefangenen war es das größte Frauenaußenlager des KZ Buchenwald. Zudem wurde im Herbst 1944 ein Lager für 700 männliche KZ-Häftlinge eingerichtet.

Die hier inhaftierten Frauen und Männer wurden gezwungen, für den größten sächsischen Rüstungskonzern HASAG (Hugo Schneider AG) Waffen und Munition herzustellen. Das Gebäude in der Kamenzer Straße 12 ist das einzige heute noch erhaltene bauliche Relikt eines KZ-Außenlagers im Stadtraum Leipzig und damit ein Ort von großer historischer Bedeutung.

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