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Thema

Zwangsarbeit

Schneeblumen: Das große Erinnerungsbuch an das Zwangsarbeitslager Markkleeberg neu aufgelegt

Seit einigen Jahren gibt es den Schneeblumen-Gedenkweg, der im April jeweils die Anfangsetappe jenes Todesmarsches nachempfindet, auf dem die im Buchenwald-Außenlager Markkleeberg einst zur Zwangsarbeit eingesperrten jungen Frauen aus Ungarn, Frankreich und Polen noch in den letzten Kriegstagen Richtung Theresienstadt laufen mussten. Benannt ist er nach Zahava Szász Stessels Buch, das 2009 erstmals unter dem Titel „Snow Flowers“ auf Englisch erschien.

Jugendparlament überarbeitet Antrag: Digital lassen sich die Verbrechen der NS-Zeit in Leipzig deutlich besser zeigen

Das Jugendparlament hat einen seiner Anträge noch einmal überarbeitet. Aber nicht, weil die Verwaltung ihn abgelehnt hätte, sondern weil es vielleicht doch gar keine gute Idee war, einfach weiter neue Tafeln ins Stadtgebiet zu hängen. Vielleicht lassen sich ja deutlich bessere Formen der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit finden, die im Stadtbild tatsächlich kaum zu erkennen sind.

Auf dem Pfad der Erinnerung in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit

Am Samstag, den 26.09.2020 bietet die Volkshochschule Landkreis Leipzig eine kostenfreie Exkursion in die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig. Die Führung beinhaltet einen Rundgang durch die Dauerausstellung der Gedenkstätte sowie einen Geländerundgang über das ehemalige Firmengelände der HASAG.

Offentliche Führung durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit

In Leipzig-Schönefeld hatte die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG), einer der größten Rüstungsproduzenten und Profiteure des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems, ihren Hauptsitz. Hier mussten ca. 10.000 Menschen, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, Panzerfäuste, Munition und andere Rüstungsgüter herstellen.

Am 30. August wird die digitale Karte zur „NS-Zwangsarbeit in Leipzig“ in der Feinkost vorgestellt

Das Ende des 2. Weltkrieges jährt sich 2020 zum 75. Mal. Und damit auch das Ende eines finsteren Kapitels, das eher selten thematisiert wird: die Verschleppung von Millionen meist junger Menschen aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten nach Deutschland, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten und unter primitivsten Bedingungen meist in Barackenlagern leben mussten. Es gibt keine deutsche Stadt, die nicht eine Karte der Zwangsarbeit zeichnen könnte. Leipzig bekommt jetzt eine.

Veranstaltungen zum April 1945 – Kriegsende in Leipzig

In diesem Monat jährt sich das Kriegsende in Leipzig zum 74. Mal - am 18. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt und befreiten Zehntausende Zwangsarbeiter_innen und KZ-Häftlinge aus den Lagern. Einige Tage vorher hatte die SS bereits begonnen, die KZ-Außenlager aufzulösen und Tausende Häftlinge auf sogenannte Todesmärsche zu schicken. Viele überlebten diese Fußmärsche nicht, auf Fliehende und Zurückbleibende wurde geschossen. Die Todesmärsche waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen.

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