Die Krisen überschlagen sich, doch über all den Krisen steht die Klimakrise. Jeden Tag nimmt sie an Dramatik zu. Die gesellschaftlichen Herausforderungen werden täglich größer. Doch die Regierung verstrickt sich in weiteren Abhängigkeiten, verlängert atomare und fossile Energieerzeugung und schafft keine angemessenen Lösungen, um die 1,5 Grad Grenze einzuhalten. Klimaaktivist/-innen der „Letzten Generation“ oder in Lützerath werden kriminalisiert.

Studentische Aktivist/-innen aus dem gesamten Bundesgebiet stellen sich dem entgegen, unter dem Motto: „Niedrigschwellig in der Aktion, inhaltlich radikal, weil angemessen“ fordern sie die Nachhaltigkeitsrevolution!

Die Aktion „Ohne Kerosin Nach Berlin“ sieht vor bundesweit mit 100en Teilnehmenden über zwei Wochen an möglichst vielen verschieden Orten bis schlussendlich in Berlin für Klimagerechtigkeit einzutreten, laut zu sein und Menschen vor Ort zuzuhören. Fünf Demorouten führen auf dem Rad zuerst nach Leipzig und dann bis zum 1.9. nach Berlin. Erstmals wurde das Projekt 2020 durch Kölner Studierende initiiert.

„Wir sind wütend, denn wir brauchen endlich eine gerechte Energie-, Mobilitäts- und Agrarwende! Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen müssen jetzt radikal umgestellt werden, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und den Lebensraum Erde zu erhalten, und die Folgen für alle Menschen möglich abzuschwächen. Das 9-Euro Ticket kann da nur ein Anfang sein“, so Moritz Böll, Mitorganisator und Student aus Köln.

Am 26.8. sind fünf Demotouren in Leipzig in einem Klimagerechtigkeitscamp am Richard Wagner Hain zusammengekommen, um am 29.8. gemeinsam weiter bis Berlin zu demonstrieren. Im Klimagerechtigkeitscamp campieren ca. 200 Menschen. Es finden zahlreiche Workshops und Aktionen statt. So war z.B. am 27.8. der Soziologe Klaus Dörre zu Gast, um mit den Aktivist*innen über seine Publikation „Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution“ zu diskutieren.

Am 28.8. wird „Ohne Kerosin Nach Berlin“ von 12 Uhr bis 17 Uhr auf dem Marktplatz in Leipzig sein, um öffentlich über gesellschaftsfähige Lösungsansätze zur Eindämmung der Klimakrise zu sprechen. Außerdem wird es anlässlich des Brandschlags auf eine Leipziger Unterkunft für geflüchtete Menschen eine Soli-Kundgebung geben.

„Wir wollen mit Menschen in Leipzig und überall in den Dialog treten und einmal mehr für umfangreichen Klimaschutz werden, auch um langfristig den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft zu wahren.“, so Böll

Am 29.8. geht die Demo um 10 Uhr am Richard Wagner Hain für 100e Aktivist/-innen mit dem Fahrrad weiter in Richtung Ferropolis. Am 1.9. wird final auf der Autobahn A115 bis in die Hauptstadt. Dort werden das Verkehrs- , Agrar- und Wirtschafts- & Klimaministerium angesteuert.

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