Am kommenden Donnerstag, dem 29. Januar, wird Leipzig zum zentralen Streik- und Demonstrationsort der GEW in Mitteldeutschland. Zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ erwartet die GEW Sachsen in Leipzig eine Großkundgebung mit mehreren tausend Streikenden – nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Leipzig ist damit einer von fünf bundesweiten Streikschwerpunkten der GEW.

Die länderübergreifende Bedeutung der Kundgebung zeigt sich auch auf dem Podium: Alle drei Landesvorsitzenden der GEW aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt werden in Leipzig sprechen. Zudem ist Doreen Siebernik, stellvertretende Bundesvorsitzende der GEW, vor Ort.

Burkhard Naumann, Vorsitzender der GEW Sachsen, betont: „Leipzig wird am 29. Januar ein starkes Signal aus der Bildungslandschaft senden – über Ländergrenzen hinweg. Kolleginnen und Kollegen aus drei Bundesländern machen gemeinsam deutlich: Gute Bildung braucht gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Dass alle drei Landesvorsitzenden hier zusammen auftreten, unterstreicht den bundesweiten Druck auf die Arbeitgeber.“

Auch Eva Gerth (GEW Sachsen-Anhalt) und Kathrin Vitzthum (GEW Thüringen) werden in Leipzig sprechen und die Situation der Beschäftigten an Schulen und Hochschulen in ihren Ländern schildern.

Parallel zur Großkundgebung in Leipzig findet in Dresden eine regionale Streikkundgebung statt.

Ablauf der Streikkundgebung in Leipzig

  • 10:00 Uhr, Auftaktkundgebung Richard-Wagner-Platz
  • 11:00 Uhr, Demo durch die Leipziger Innenstadt mit Zwischenkundgebung, Redebeitrag an der Universität zum Tarifvertrag für Studierende (TVStud)
  • Ca. 11:45 Uhr, Abschlusskundgebung Richard-Wagner-Platz, Redebeiträge
  • Ca. 12:30 Uhr, Ende
  • Hauptrednerin: Doreen Siebernik, stellvertretende Vorsitzende der GEW
  • Redner: Burkhard Naumann, Vorsitzender der GEW Sachsen
  • Rednerin: Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt
  • Rednerin: Kathrin Vitzthum, Vorsitzende der GEW Thüringen

Weitere Streiktermine in dieser Woche

26. Januar: 11 Uhr Schumannplatz in Zwickau – Aufgerufen sind alle Angestellten an allen öffentlichen Schulen am Standort Zwickau des Landesamts für Schule und Bildung (LaSuB) – also u.a. Lehrkräfte, Schulassistent*innen, Pädagogische Fachkräfte im Unterricht.

27. Januar: 11 Uhr Theaterplatz in Chemnitz – Aufgerufen sind alle Angestellten an öffentlichen Schulen am Standort Chemnitz des LaSuB

28. Januar: 11 Uhr Marienplatz in Görlitz – Aufgerufen sind alle Angestellten an öffentlichen Schulen am Standort Bautzen des LaSuB (vorab gemeinsames Streikfrühstück im Wichernhaus)

28. Januar: bundesweiter Hochschulaktionstag – u.a. mit Aktionen in Chemnitz, Dresden und Leipzig

Hintergrund

Die Gewerkschaften verhandeln bundesweit für rund 2,6 Millionen Beschäftigte für den öffentlichen Dienst der Länder. Die GEW organisiert in diesem Bereich Beschäftigte an öffentlichen Schulen – also Lehrkräfte, Schulassistent*innen und Pädagogische Fachkräfte im Unterricht – sowie Beschäftigte an Hochschulen. Für die DGB-Gewerkschaften hat ver.di die Verhandlungsführung.

Die erste Verhandlungsrunde fand am 3. Dezember 2025 in Berlin statt. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 15. und 16. Januar in Potsdam ohne Ergebnis zuende gegangen. Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 11. bis 13. Februar in Potsdam statt.

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