Mieterhöhungen, neue Pläne und Gesprächsangebote

Durcheinander im Westwerk: Ein Interview mit dem Vermieter

Für alle LeserWenn es lange mit Antworten dauert, entstehen Bilder. Nicht immer sind es schöne, Gerüchte schießen ins Kraut und das Munkeln wird lauter und lauter. Kurz nach der Veröffentlichung zu den Vorgängen im Westwerk Leipzig vom Freitag, 27.01., erreichten die L-IZ.de nun auch Antworten der Westwerk GmbH, dem Vermieter des Areals an der Karl-Heine-Straße. Rings um die Fragen von Mietsteigerungen und öffentlichen Statements einiger Mieter dazu und der öffentlichen Nennung des Konsums als eventueller Neumieter beantwortete nun Geschäftsführer Peter Sterzing die am Montag, 23. Januar versandten Fragen zum Thema.

Im Vorfeld der Antworten kam es zu einer weiteren Wortmeldung seitens der Konsumgesellschaft Leipzig zu einer möglichen Filiale im Westwerk sowie einem Artikel von heute zu den Vorgängen auf L-IZ.de. Alle drei Veröffentlichungen sind also im Komplex zu sehen.

Herr Sterzing, wie sehen Sie als Vermietungsunternehmen für den Eigentümer die Zukunft der Immobilie „Westwerk“ als Ganzes in Sachen Bautätigkeit, Gesamterschließung und Vermietung?

Wir vermieten seit 2007 gewerbliche und kommerzielle (Arbeits-)Räume. Dies soll auch so bleiben. Es ist keine Wohnbebauung geplant. Wir haben unser Hauptaugenmerk bei der zukünftigen Weiterentwicklung auf Räumen und Flächen, die bislang keiner oder einer unzureichenden Nutzung zugeführt wurden. Ein Schwerpunkt der zukünftigen Planungen ist die Nutzung der Großen Halle als Passage, Markt- und Veranstaltungshalle.

Für das Jahr 2017 haben wir eine Sanierung des vorhandenen Parkplatzes und dessen Aufstockung um eine weitere Ebene vorgesehen. Weiterhin werden wir ein dreigeschossiges Atelierhaus neu bauen.

Ist es richtig, dass es in den vergangenen Monaten zu teils drastischen Erhöhungen von Nebenkostenberechnungen und / oder Mieten für die bisherigen Mieter gekommen ist?

Vorangestellt: Das Wort „drastisch“ ist eine Wertung, die in diesem Zusammenhang nicht angebracht ist. Wir haben in der Vergangenheit deutlich zu geringe Betriebskosten eingenommen und diese über die Miete querfinanziert bzw. subventioniert. Und wir haben von nachträglicher Abrechnung der vorfinanzierten Betriebskosten und Stromkosten, auf eine – übliche – monatliche Vorauszahlung mit Jahresendabrechnung umgestellt.

Es soll bereits eine gesamte Etage im Hauptgebäude des Areals „Westwerk“ frei sein. Ist deren zukünftige Nutzung als „Billardhalle“ oder ähnliches vorgesehen?

Zu zukünftigen Planungen werden wir derzeit keine konkreten Angaben machen, dies liegt auch daran, dass nicht klar ist, mit welchem Interessenten wir einig werden. Aber JA, es gibt Gespräche und Angebote, unter anderem auch das zur Nutzung als Billardhalle. Wir handhaben es so, dass über laufende Gespräche mit Dritten keine Angabe erfolgen.

Im Zuge erster Informationen an uns ist bekannt geworden, dass eine „Konsum“-Filiale im Westwerk Platz finden soll. Entspricht dies der Realität und in welcher Größe soll diese entstehen?

An dieser Stelle verweise ich auf Punkt 3 (Anm. d. Red: Die vorhergehende Frage)

Wenn die Einmietung durch die Konsumgenossenschaft nicht korrekt sein sollte, welche Planungen liegen bezüglich der Haupthalle im Erdgeschoss des Westwerks (Hauptgebäude) vor?

Wir stellen uns schon seit einem Jahrzehnt eine Art überdachter Marktplatz mit Nutzungseinheiten vor, der auch als Versammlungsort, Galerie, und Passage fungiert.

Laut uns vorliegenden Informationen habe sich die jährliche Summe der Grundsteuern auf dem Gelände des Westwerk von vormals 12.000 auf 20.000 Euro erhöht. Sind diese Zahlen korrekt und wie ist der Sprung zu erklären?

Aufgrund des Grundsteuerbescheids der Stadt Leipzig aus dem Jahr 2016.

Bei mindestens vier der Mieter im Westwerk gab es zum Jahreswechsel ohne vorherige Ankündigung Mieterhöhungen ab Januar 2017 um bis zu 80 %. Wie erklären sich diese Aufstiege?

Ohne Ankündigung gab es keine „Mieterhöhungen“. Siehe oben.

Als neuer Ankermieter ist der Konsum Leipzig im Gespräch. Im Termin am Samstag, 21. Januar 2017 haben Sie erklärt, es sei ein anderer Marktanbieter im Gespräch. Welcher?

Wie gesagt, wir führen Gespräche. Zum Inhalt äußere ich mich derzeit nicht.

Zum Ende letzten Jahres haben sie gegenüber der TAZ versichert, einen Gesprächsprozess auch / wegen „Westpol“ zu führen. Nun stellt die Gruppe an einem anderen Ort aus – wie könnte dieser Vorgang aus Ihrer Sicht weitergehen?

Nach dem 1. Gespräch über das Ende der Nutzung im August 2016, kam der Westpol erst wieder im November 2016 auf mich zu, um über ein Nutzungskonzepts zu sprechen. Nachdem ich unsere Vorstellungen vorgelegt hatte, gab es zwei, drei vereinzelte Gespräche mit dem Westpol. Wir haben den Zeitdruck aus der Sache genommen.

Im Dezember 2016 habe ich dann über Facebook zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Westpol nun doch keine Möglichkeit sieht, die Nutzung aufrecht zu erhalten. Ich habe danach angerufen und mich über den Wahrheitsgehalt der Meldung erkundigt. Dies wurde bestätigt. Danach haben wir die Modalitäten des Auszuges vereinbart.

Zudem gab es in einem weiteren Gespräch mit dem Westpol das Thema, der zukünftigen Zusammenarbeit: Ausstellungen des Westpols im Westwerk. – Wir würden uns freuen.

Der Karl-Heine-Kanal am Westwek im Sommer. Foto: L-IZ.de

Der Karl-Heine-Kanal am Westwek im Sommer. Foto: L-IZ.de

In der „kleineren Versammlung von Nutzern, Nachbarn und Freunden des Westwerkes“ vom Samstag, 21. Januar, haben Sie erklärt, es müssten dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Westwerk vorgenommen werden. Welche sind diese und welcher Zeitraum ist dafür ins Auge gefasst?

Es gibt das erläuterte Projekt Parkplatz und neues Ateliergebäude. Hinzu kommt die Sanierung und Modernisierung des ehemaligen Speisesaals (Dach, Heizung, Fenster, Sanitär, etc.) der vom Westpols genutzt wurde.

Wie bereits an anderer Stelle gesagt, sehen wir das Westwerk als Stadtteilzentrum und das braucht auch Vielseitigkeit. Letztlich ziehen alle, die das Westwerk erhalten und fördern wollen, am gleichen Strang. Über Konzepte und Ideen kann man sprechen, diskutieren und auch streiten. Aber pessimistische Endzeitstimmungen hinsichtlich der vielfältigen Nutzung des Westwerkes sind unangebracht.

Klar ist, wir sind kein Verein, auch kein kommunales Projekt.  Wir sind ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen und unterliegen alle unternehmerischen Zwängen; wir  müssen natürlich Geld mit Vermietung und aus Veranstaltungen verdienen. Wir tragen seit einem Jahrzehnt das unternehmerische Risiko des Bestehens.

Das wird oft nicht gesehen.

Auch der Spekulation zu einem Eigentümerwechsel dürfen wir eine Absage erteilen. Das Westwerk ist seit 10 Jahren bei einem Eigentümer und dabei bleibt es. Dieser hat das Westwerk in der heutigen Form entstehen lassen. Ohne dieses Engagement würde es das Westwerk so nicht geben.

Es gab und gibt fortlaufend Veränderungen im Stadtteil und so auch im Westwerk. Diese werden auch vom überwiegenden Teil der Nutzer mit getragen. Es wird auch jetzt und auch zukünftig Umstrukturierungen geben, aber wir werden den Charakter und die Vielseitigkeit des Stadtteilzentrums nicht zerstören.

Zu den neuen Vermietungen und Umstrukturierungen ist noch nichts festgelegt, es gibt bislang keine konkreten Verträge. Richtig ist allerdings, wir suchen für die freien Räume etwas, das viele im Stadtteil anspricht und nicht einige spezielle Interessen bedient. Wir müssen das Westwerk auch finanzieren können – so wie der Felsenkeller die Sanierung mit einem Supermarkt finanziert oder die Spinnerei ein Callcenter beheimatet. Ein Nebeneinander funktioniert, die Vielfalt wird erweitert.

Bei dem verbreiteten Aufruf hätten wir uns doch etwas mehr Transparenz gewünscht. Es ist nicht klar wer dahinter steht. Meine Tür steht für alle offen. Vorschläge sind willkommen.

In eigener Sache: Lokaljournalismus sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

 

PlagwitzKonsum LeipzigWestwerk
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ticketverlosung: New York, New York – Ein Amerika-Abend

Foto: Antonius

VerlosungAm Freitag, dem 27. September, Beginn 18 Uhr, lädt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Leipzig zu einem Amerika-Abend in das Café Eigler im Capa-Haus, Jahnallee 61, ein. Geboten wird neben typisch amerikanischen Snacks eine Lesung aus Franz Kafkas Roman „Amerika“, der die Situation eines europäischen Einwanderers bei der Ankunft im New Yorker Hafen schildert. Freikäufer haben die Möglichkeit, 1x2 Freikarten zu ergattern.
Am 19. September: Leipzig zeigt sich. Begegnung im Alten Rathaus – Gespräch mit Meigl Hoffmann
Das Alte Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Donnerstag, den 19. September, startet um 19 Uhr die Auftaktveranstaltung der neuen Veranstaltungsreihe Leipzig: Zeigt sich! Begegnung im Alten Rathaus mit dem bekannten Kabarettisten Meigl Hoffmann.
Am 5.Oktober: Deutsch-deutsches Chorkonzert mit cantica nova (Holzkirchen) und madrigio (Leipzig)
© Kammerchor Madrigio

© Kammerchor Madrigio

Passend zum 30jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution findet die Begegnung der Chöre cantica nova (Holzkirchen) und madrigio (Leipzig) statt. Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame Chorkonzert am 05.10.2019 um 17:00 Uhr in der Alten Börse Leipzig (Eintritt frei). Es werden u.a. Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Reger, aber auch von Lauridsen, Miškinis und Gjeilo erklingen.
Die Autokrise schwelt schon seit drei Jahren und Autobauer verlieren ihre Rolle als Motor der Wirtschaft
Sand im Getriebe vor der IAA. Foto: Jens Volle

Foto: Jens Volle

Für alle LeserWenn die Bosse der großen deutschen Autokonzerne auch nur ein wenig aufmerksam gewesen wären, dann hätten sie schon 2014 das Ruder herumgeworfen. Denn das, was jetzt am Wochenende der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt passiert ist, ist auch der Automobil International (AMI) passiert. Nur etwas stiller. Nachdem kurzfristig reihenweise Autohersteller absagten, wurde die AMI 2016 abgesagt. Für immer.
globaLE Filmfestival: Venezuela, Israel, Deutschland
UT Connewitz. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Drei Veranstaltungen finden diese Woche wieder im Rahmen des Leipziger globaLE Filmfestivals statt. Diese Woche laufen Filme mit anschließenden Diskussionen in der Villa Davignon, im UT Connewitz und im Geschwister-Scholl-Haus. Der Eintritt ist jeweils frei.
Auch Gesundheit braucht eine gerechte Klimapolitik
Aufruf zum Klimastreik auf der Sachsenbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Freitag, 20. September, werden tausende Menschen zum globalen Klimastreik unter dem Motto #AlleFürsKlima auf die Straße gehen. Die Leipziger Großdemo mit anschließendem Konzert startet um 15 Uhr am Augustusplatz. Und diesmal wird erstmals auch ein Block dabei sein, der bewusst macht, dass der Klimawandel auch dramatische Folgen für unser Gesundheitssystem hat.
AbL hofft beim neuen Bauernverbandspräsidenten auf mehr Bereitschaft zu Veränderungen
Feld in der Leipziger Aue. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 12. September wählte der Sächsische Landesbauernverband einen neuen Präsidenten. Nachfolger des mit 67 Jahren aus dem Amt scheidenden Wolfgang Vogel wurde Torsten Krawczyk, ein 44-jähriger Landwirt aus Großweitzschen/Ortsteil Westewitz (Landkreis Mittelsachsen), der bereits seit 2015 als SLB-Vizepräsident fungierte. Und selbst bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) hat man jetzt die Hoffnung, dass sich in Sachsens Landwirtschaftspolitik etwas ändert.
Höchste Wahlbeteiligungen in Schleußig und Südvorstadt und ein Wahlkampf, dem das wichtigste Zukunftsthema fehlte
Wahlbeteiligung zur Landtagswahl am 1. September. Karte: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Karte: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Für alle LeserDie Landtagswahl ist zwar Geschichte. Aber nicht nur bei SPD und Linken diskutiert man darüber, warum man nicht besser abgeschnitten hat. Das Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig hat jetzt auch die Daten zu Wahlbeteiligung und Stimmenanteilen in den Wahlbezirken veröffentlicht. Schon am 1. September war ja deutlich, dass mit einer Wahlbeteiligung von 65,1 Prozent die Werte der vorherigen Wahlen deutlich übertroffen wurden.
The Show must go on: Prominente hinter der Bühne und die Frage nach dem Sinn in unserem Leben
Günther Klempnauer: The Show must go on. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas kommt dabei heraus, wenn ein journalistrisch arbeitender Pfarrer und Theologe mit berühmten Stars über den Sinn des Lebens, den Glauben und die Hoffnung spricht? Am Ende auch so ein Buch, das zumindest einige Prominente einmal von einer anderen Seite zeigt, einer nachdenklichen, aber auch verletzlichen. Denn auch erfolgreiche Menschen bleiben verletzlich. Und brauchen Trost und Halt.
SC DHfK Leipzig vs. FA Göppingen 26:25 – Ein guter Grund zum Feiern
Siegerfaust. DHfK-Trainer André Haber war happy über den Sieg seiner Jungs. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLange Zeit sah es nicht so aus, als würden die Leipziger Handballer ihr Markenzeichen – knappe Spielausgänge – ausbauen. Drei Tore Führung konnten die Hausherren aber nicht halten. Zehn Minuten vor Schluss gingen sogar die Gäste aus dem Tabellenkeller in Führung. Dort stehen die Schwaben allerdings ebenso unerwartet, wie die Sachsen im Vorjahr.
Windkraft und Photovoltaik ausgebremst, Klimaprogramm komplett verhindert
Windräder am BMW Werk Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war ein Debakel. Und wahrscheinlich hätte die sächsische SPD in der Landtagswahl deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie mit mehr Ausrufezeichen in den Wahlkampf gegangen wäre. Denn es gibt genug, was sie in ihrer Koalition mit der CDU fünf Jahre lang nicht durchgesetzt bekommen hat. Und dazu gehört auch das Energie- und Klimaprogramm (EKP), das auch zur Schülerklimakonferenz von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Juni in Leipzig noch nicht fertig war.
Theateraufführung „Paradies“ im Schweizergarten
Foto: Vancl

Foto: Vancl

Das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. zeigt aus Anlass der Interkulturellen Wochen im Landkreis Leipzig am 19. September, 19 Uhr das Stück "Paradies" des Theater Figuro aus Rosswein im Kulturhaus Schweizergarten in Wurzen. In der Figurentheater-Inszenierung geht es vordergründig um die Frage, in welchem Europa wollen wir leben. In einem demokratischen, mit all seinen Unzulänglichkeiten, oder in einem der Diktatoren. Ein überaus brisantes und aktuelles Stück. Eintritt: 7 Euro/ erm. 5 Euro.
Nachwuchsgewinnung wird für Sachsens Unternehmen immer komplizierter
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Zum Ausbildungsbeginn im September hatten 3.450 Jugendliche noch keinen festen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig waren noch 6.200 Lehrstellen unbesetzt“, meldete die sächsische Arbeitsagentur am 13. September. Das klingt viel. Und alarmiert zeigte sich am Samstag, 14. September, auch Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag für Mittelstand, Handwerk und Tourismus.
Am 21. und 22. September im Westflügel: Betti Kettenhemd – Ein wildes Stück Theater für Menschen ab 6 Jahren
Betti Kettenhemd. Foto: Mathias Ruemmler

Foto: Mathias Ruemmler

Wild, froh und frei rennt Betti über die Felder, springt über den Brennesselgraben, dort, wo er am breitesten ist, und erlebt einen Sommer voller Übermut und Abenteuer. Immer an ihrer Seite: der Schwarze Mülleimer, ein riesenhafter Hund, einst der Schrecken der Kleinstadt und Albtraum eben jener Betti, die damals noch Bettina hieß und sich vor allem und jedem fürchtete.
Am 28. September gibt es die erste Premiere im neuen Frauenzimmertheater
Das Tor zu Wagners Restaurant in Wagners Hof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBis 2017 war das Theater Fact in Barthels Hof eine kleine, feine Adresse für Theaterliebhaber. 20 Jahre hatte Intendantin Ev Schreiber darum gekämpft, die heimelige Spielstätte am Leben zu erhalten. Am Ende ging’s nicht mehr. Aber jetzt gibt es eine kleine, feine Neugründung. Am 28. September feiert das Frauenzimmertheater im Wagner Restaurant in Wagners Hof am Richard-Wagner-Platz Premiere.