25 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Fachausschuss beantragt romantischen Weg vom Palmengarten bis zur Karl-Heine-Straße

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Manchmal müssen sich ein paar Leute nur ein bisschen länger über ein Thema unterhalten, und es kommen ein paar ganz einfache Gedanken und Einfälle dabei heraus. An die aber vorher augenscheinlich keiner gedacht hat. Der Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau hat sich jetzt mal eingehender mit dem Schulkomplex Karl-Heine-Straße 22b beschäftigt. Der liegt eigentlich ganz hübsch am Palmengarten.

    Offizieller Eingang ist an der viel befahrenen Karl-Heine-Straße. Die Brücke, über die man zum Schulkomplex gelangt, wird derzeit auch neu gebaut. Da sollen dann die Baufahrzeuge drüberfahren. Die Bauarbeiten beginnen in diesem Jahr. 30 Millionen Euro wird die Sanierung und Erweiterung dieser eindrucksvollen Leipziger Schule kosten, damit sie 2020 wieder als Gymnasium eröffnen kann.

    Die Vorlage der Verwaltung dazu beschreibt die besondere Geschichte so: „Der Gebäudekomplex in der Karl-Heine-Straße 22b wurde ursprünglich als IV. Höhere Mädchenschule 1928/29 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Verantwortlich für den Entwurf zeichnete der Stadtbaurat Hubert Ritter. Der baugeschichtlich herausragende denkmalgeschützte Gebäudekomplex basiert auf Grundlage der 1927 erfolgten Planungen zum ‚Leipziger Schultyp‘ die ebenfalls von Hubert Ritter stammt.“

    Ein besonderes Stück. Aber zwischenzeitlich war ein Gebäude ja auch zur Flüchtlingsunterkunft geworden – mit Zulieferung über das Palmgartenwehr, weil ja vorn an Ufermauer und Brücke gebaut wird.

    Das bringt auch gestandene Stadträte auf Gedanken.

    Und diese Gedanken hat der Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau in einem eigenen Änderungsantrag zu diesem Bauprojekt formuliert. Und zwar in einem neuen, achten Beschlusspunkt:

    „Dem Beschlussvorschlag wird ein Beschlusspunkt 8 hinzugefügt: Es ist ein öffentlicher Weg von der Karl-Heine-Straße 22b zum Palmgarten unabhängig vom Schulbetrieb einzuordnen. Dieser Weg ist öffentlich zu widmen.“

    Das wäre nach 100 Jahren tatsächlich eine Neuerung, die nicht einmal das Schulgelände selbst betrifft, heißt es im Antrag des Fachausschusses.

    „In den Beratungen des FA Stadtentwicklung und Bau zur Verwaltungsvorlage ‚Teilbau- und Finanzierungsbeschluss zum Schulkomplex Karl-Heine-Straße 22 b‘ wurde die Verwaltung beauftragt, einen öffentlichen Weg unter Berücksichtigung von Aspekten der Sicherheit und unabhängig von den Schulzeiten und der Nutzung der Sporthalle – von der Karl-Heine-Straße zum Palmgarten – einzuordnen. Gerade in den Sommermonaten ist eine Nutzung des Parkes nach 22:00 Uhr durchaus üblich.“

    Und eine Durchwegung ist durchaus möglich: „Im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau wurde herausgearbeitet, dass eine dauerhafte öffentliche Wegeführung über die Brücke und entlang der Kleinen Luppe ohne Tor zum Park eingeordnet werden kann, ohne dass eine direkte Durchwegung über das Schulgrundstück notwendig ist.“

    Das hört sich nach einem richtig romantischen neuen Weg an, mit dem man vom Palmengarten direkt zur Karl-Heine-Straße kommt. Immer am Flusslauf entlang.

    Die Linksfraktion hat übrigens auch einen Wunsch nach einem achten Beschlusspunkt. Aber der klingt ein bisschen anders: „Im Vorgriff auf die Beschlussfassung der kommunalen Richtlinie und Strategie „Kunst am Bau bei kommunalen Bauvorhaben und Kunst im öffentlichen Raum“ in 2017 werden unter Einbeziehung der an der Uhlandschule (Gymnasium) mit der künftigen Schüler- und Lehrerschaft sowie der Denkmalschutzbehörde Vorschläge und Aufstellorte für Kunst am Bau erarbeitet. Diese sind Grundlage eines später folgenden künstlerischen Wettbewerbs. Im Rahmen der Bauausführung sind nach Entscheidung denkbare Befestigungspunkte am Bauwerk zu prüfen und zu berücksichtigen. Dafür sind Planungs- bzw. Vorbereitungsmittel von 15.000 Euro in der Gesamtinvestitionssumme mit einzuplanen.“

    Den begründen die Genossen auch ganz sinnfällig: „Kunst und Kultur soll an Schulen nicht nur gelehrt und erlernt, sondern auch gelebt werden. Diese Bildkunstwerke können sowohl Skulpturen im Schulgelände oder Bildkunstwerke an Fassaden als auch an Wänden im Gebäudeinneren sein. Leipzig ist im In- und Ausland als Stadt von Kunst- und Kultur mit einer jahrhundertelangen Tradition bekannt.“

    In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/03/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ

    Anzeige
    Anzeige