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Nicht nur NuKLA, auch die Auwaldstation hat immer wieder mit Graffiti und Vandalismus zu kämpfen

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    Am 2. August veröffentlichten wir hier einen Beitrag zu einem beschmierten Schild des NuKLA e.V. auf seinen neuen Grundstücken an der Elster, quasi direkt gegenüber der Auwaldstation. NuKLA-Vorsitzender Wolfgang Stoiber war sauer und äußerte eine Vermutung, die so nicht zutrifft. Denn das Problem hat er nicht allein. Deswegen gibt es hier eine Richtigstellung für die Auwaldstation. Auch dort hat man Gründe zum Sauersein.

    Der Ärger steckte in Wolfgang Stoibers geäußerter Vermutung: „Wir finden es merkwürdig, dass unser Schild in der kurzen Zeit beschmiert wurde, nachdem das Aufstellen durch die Auwaldstation gegenüber der Stadt moniert wurde, während bei der Auwaldstation kein Schaden entstanden ist. Wir bitten in der Sache zu ermitteln.“

    Da hätten wir freilich sofort nachfragen müssen. Stimmt. Denn wenn der eine Ärger mit Schmierereien hat, heißt das ja nicht, dass der andere keinen Ärger hat, auch wenn man es nicht sieht.

    Deswegen haben wir Franka Seidel, Geschäftsführerin der Auwaldstation Leipzig, nachdem sie uns gebeten hat, die Sache richtigzustellen, selbst gebeten, ein wenig zu schildern, welche Probleme die Auwaldstation mit Zerstörungen und Schmierereien hat. Denn die treten im Leipziger Stadtgebiet überall auf. Dass man das freilich bei der Auwaldstation als Besucher nicht so zu sehen bekommt, hat Gründe.

    Beschmierte Info-Stele an der Auwaldstation. Foto: Franka Seidel, Auwaldstation
    Beschmierte Info-Stele an der Auwaldstation. Foto: Franka Seidel, Auwaldstation

    Aber was Franka Seidel da oft erlebt, klingt eben nicht nur nach gelegentlichen Besuchen von nächtlichen Sprayern: „Die Auwaldstation ist mehrmals im Jahr von mutwilligen Beschädigungen in Form von Schmierereien an den Schaukästen in der Leipziger Straße, an den Infotafeln und Hinweisschildern im Schlosspark, am Luppedamm und am Haus betroffen. Außerdem gab es seit letztem Jahr 4 Einbrüche mit Sachschaden und viel Aufwand. Sitzgelegenheiten, Skulpturen oder Bauwerke werden hin und wieder beschädigt.“

    Was natürlich ein ganz anderes Bild ergibt. Diese Übergriffe gehen ins Geld, gerade dann, wenn man es – wie bei der Auwaldstation – mit einem gemeinnützigen Projekt zu tun hat. Deswegen fragten wir auch nach dem Sachschaden, der ja irgendwie kompensiert werden muss.

    Franka Seidel: „Durch Einbrüche in diesem Jahr mehr als 4.000 Euro. Ansonsten ist es schwer zu beziffern, da wir viele Schäden in Eigenleistung durch Ehrenamtliche, Freiwillige und andere Unterstützer beheben.“

    Da kann man nicht schnell mal die Graffiti-Ex-Firma bestellen. Aber wer kommt dann dafür auf und wer kümmert sich um die Schadensbeseitigung, wollten wir noch wissen.

    Die Antwort von Franka Seidel gibt einen kleinen Einblick, wie ein Projekt, das hauptsächlich mit Ehrenamtlichen arbeitet, mit solchen Ärgernissen umgeht. Man lässt sie nicht einfach liegen, bis jemand sie im kommunalen Auftrag repariert. Das Aussehen, als wäre gar nichts Schlimmes passiert, bekommt die kleine Auwaldstation nur, weil alle mit anpacken. Unbürokratisch, wie Franka Seidel bestätigt. Sie kann aufzählen, wer alles mitmacht, wenn Schäden beseitigt werden müssen: „Ehrenamtliche, Freiwillige und andere Unterstützer des Trägervereins. Bei Einbruch teilweise die Versicherung. Schmierereien entfernen wir so schnell wie möglich selber mit Verdünner, Benzin oder Nagellackentferner, je nachdem was hilft.“

    Ein paar Bilder, die Franka Seidel uns geschickt hat, zeigen, wie es nach einem Einbruch oder einer Graffiti-Nacht an der Auwaldstation dann aussah.

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