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Ersatzbau für die Bauernbrücke in Leipzig-Wahren kann erst im Herbst 2018 beginnen

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    Es geht leider nicht schneller, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt mit. Frühestens im Herbst kann man mit dem Ersatzneubau der Bauernbrücke in Wahren beginnen, die im Herbst 2017 gesperrt werden musste, weil ein Pilz die Bausubstanz zerstört. Eine schnelle Lösung sei leider nicht möglich.

    Wegen mangelnder Standsicherheit kann die Bauernbrücke, die als Geh- und Radweg im Zuge der Straße „Am Hirtenhaus“ über die Weiße Elster führt, weiterhin nicht überquert werden, teilt das Amt mit. Seit November ist sie für den Verkehr gesperrt.

    Aufgrund des fortgeschrittenen Substanzverlustes im Bogenbereich des Bauwerks lasse sich eine Resttragfähigkeit nicht mehr bestimmen, so das VTA. Eine Stabilisierung sei aufgrund des Schadensumfangs nicht möglich. Für Leib und Leben bestehe deshalb eine erhebliche Gefahr.

    Im Herbst dieses Jahres soll mit dem Ersatzneubau der Brücke begonnen werden, für den bereits die Planungen laufen. Mit dem beauftragten Büro wird jetzt eine Brücke aus Aluminium (Baukastenprinzip) geplant. Damit wird die weitere Nutzung der Unterbauten ohne Verstärkungsmaßnahmen möglich und der Planungs- und Bauzeitraum wird auf das Auswechseln des Überbaus beschränkt und somit gestrafft. Die Fertigstellung ist bis Ende März 2019 vorgesehen.

    Ein zwischenzeitlicher Behelf neben dem vorhandenen gesperrten Bauwerk ist dagegen leider nicht zu realisieren, betont das Verkehrs- und Tiefbauamt. Gründe dafür seien notwendige Zugriffe auf private Grundstücke, Baugrunduntersuchungen, Gründungsberechnungen sowie die Beachtung von Belangen des Umweltschutzes und der Eingriff in die Uferbereiche eines Gewässers 1. Ordnung (Gestattungsvereinbarung mit der Landestalsperrenverwaltung). Der erforderliche Zeitaufwand für diese Planungsschritte würde auch für eine Behelfsbrücke keinen früheren Baubeginn als beim geplanten Ersatzneubau ermöglichen.

    Die Bauernbrücke verbindet den Stadtteil Wahren mit dem Naherholungsgebiet Auensee. Bereits im vergangenen Jahr wurde aus Altersgründen, damals noch ohne konkreten Anlass eines Pilzbefalls, ein Ersatzneubau für 2019 in die Haushaltpläne eingestellt. Folgerichtig wurde im Oktober 2017 die Planungsleistung für eine nachhaltigere Brückenkonstruktion vergeben, beauftragt und begonnen.

    Im November 2017 hatte jedoch die turnusmäßige jährliche Überprüfung ergeben, dass die 1995 aus Brettschichtenholz errichtete Bogenbrücke durch einen Pilz, den Tannen- und Zaunblättling, stark geschädigt ist und eine Gefahr darstellt. Deshalb muss die Brücke bis zum Neubau gesperrt bleiben.

    Der Brückentyp kam in den 1990er Jahren verstärkt zum Einsatz, da er vor allem Bauwerke aus Naturmaterialien, vorrangig im Park- und Forstbereich, ermöglichte. Wie alle Holzbrücken unterliegt auch dieser Brückentyp einer jährlichen Prüfung. Im Laufe der Nutzung wurde bundesweit die Erfahrung gemacht, dass diese Brücken verstärkt zu Pilz- und Fäulnisbefall sowie einer nachlassenden Verleimung zwischen den Brettschichten neigen. Ähnliche Schäden hat man ja auch schon bei Brücken über den Karl-Heine-Kanal festgestellt.

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