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Bund fördert den ersten Bauabschnitt des Bahnbogens Ost mit 5,2 Millionen Euro

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    Vielleicht braucht man als Bürger einer großen Stadt nur richtiges Sitzfleisch und eine Engelsgeduld. Nichts passiert in der Stadtpolitik von jetzt auf gleich. Alles braucht einen langen Vorlauf. Und wenn es dann vom Stadtrat beschlossen wurde, dauert es noch einmal Jahre bis zur Umsetzung. Seit 2013 träumt Leipzig vom Parkbogen-Ost. 2016 nahmen die Pläne dazu Gestalt an, 2017 beschloss der Stadtrat den Masterplan. Jetzt gibt es auch 5 Millionen Euro Förderung vom Bund.

    Das meldeten am Freitag, 26. Juni, gleich hocherfreut zwei Leipziger Bundestagsabgeordnete, nachdem das Bundesbauministerium ausgewählte „Nationale Projekte des Städtebaus 2020“ bekannt gegeben hatte.

    „Seit 2014 fördert das Bundesbauministerium Projekte der Baukultur und des Städtebaus mit überdurchschnittlicher nationaler Bedeutung, einem hohen Innovationspotential, die als Projekte mit ihrem Entwicklungsprozess beispielgebend für andere Städte sein können. Ich freue mich, dass wir mit dem Parkbogen Ost für die diesjährige Förderung ausgesucht wurden. 5,2 Millionen Euro gehen dafür nach Leipzig. Die geförderten Vorhaben sind Premiumprojekte der Baukultur in Deutschland. Dazu gehört nun auch der Parkbogen Ost“, kommentiert das Daniela Kolbe, Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete.

    „Die erneute überaus große Resonanz zeigt, dass das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus von hoher Bedeutung für unsere Kommunen ist. Eine interdisziplinär besetzte Expertenjury hatte sich für die Förderung in Leipzig ausgesprochen. Die Expertenjury fokussierte sich bei der Auswahl vor allem auf innovative Konzepte mit nationaler und internationaler Wahrnehmung sowie deren außerordentlichen Qualität. Mit dem Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU/CSU vereinbart, das Programm Nationale Projekte des Städtebaus in dieser Legislaturperiode fortzuführen. Die Förderung wird deutliche Impulse für Leipzig, die Region und die Stadtentwicklungspolitik insgesamt auslösen.“

    Der Bahnbogen Ost wird auf dem einstigen Sellerhäuser Bahnbogen entstehen, auf dem seit Jahren keine Züge mehr rollen. Was die einmalige Gelegenheit ergibt, den Bahndamm als verbindende Grün- und Aufenthaltsachse von der Bahnschneise Anger-Crottendorf bis zur einstigen Bahnstation Sellerhausen zu gestalten. So wie es 2017 im Masterplan beschlossen wurde. Der erste Abschnitt von der Bahnschneise bis zur Feuerwache Ost soll schon 2021 in Angriff genommen werden.

    Insgesamt 26 herausragende Projekte des Städtebaus, die gefördert werden sollen, gab Bundesinnenminister Horst Seehofer am Freitag bekannt, darunter eben auch den Parkbogen Ost in Leipzig.

    „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Leipzig Fördermittel für den Parkbogen Ost erhält. Damit wird das Engagement der Bürger honoriert, deren Vision eines fünf Kilometer langen Bandes mit Fuß- und Radwegen entlang des stillgelegten östlichen S-Bahn-Bogens weiter realisiert werden kann“, sagt Jens Lehmann, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Leipzig und Mitglied der CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat.

    „Der Parkbogen Ost wird ein tolles Stück Stadtgrün, deren grüner Bogen die Parks und Grünflächen im Osten Leipzigs verbinden soll. Als durchgehender Fußgänger- und Fahrradweg entsteht auch dank Fördermitteln des Bundes ein Naherholungsgebiet mitten in Leipzig. Damit steht Leipzig Seite an Seite mit Städten wie New York oder Wien, die ähnliches umgesetzt haben oder realisieren wollen.“

    Die zugehörigen Bahnflächen hat Leipzig schon 2019 gekauft. 2021 soll auch die Sanierung der denkmalgeschützten Steinbogenbrücken und des Sellerhäuser Viadukts vonstatten gehen. Und während der erste Abschnitt 2021 realisiert werden soll, soll der zweite Abschnitt von der Feuerwache Ost bis Sellerhausen 2023 in Angriff genommen werden. So hat es Burkhard Jung in sein Arbeitsprogramm 2023 aufgenommen. Ob es freilich bei den geplanten 8,9 Millionen Euro bleiben wird, ist noch offen.

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