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Die Schule in der Höltystraße 51 ist zum Schuljahresstart 2020/2021 bezugsfertig

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    Auch diese Schule schafft es jetzt doch noch rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig zu werden: die alte Plattenbauschule in der Höltystraße 51 im Leipziger Südosten. In den vergangenen zwei Jahren wurde sie umfassend saniert. Die ersten Klassen können hier ab dem neuen Schuljahr unterrichtet werden. Am Mittwoch, 26. August, dürfen die Leipziger Medien sich schon einmal anschauen, was aus dem alten Schulgebäude geworden ist.

    Das sanierte Schulgebäude aus den 1970er Jahren wurde für die Bedürfnisse einer dreizügigen Oberschule eingerichtet. Nach dem Leerzug stand es lange leer und wurde dann 2015 – wie mehrere alte Leipziger Schulen – im Schnellverfahren zur Asylunterkunft hergerichtet. Auch Leipzig schuf binnen weniger Monate viel mehr Asylunterkünfte, als dann letztlich gebraucht wurden. Mit entsprechend heftigen Diskussionen auch 2016 in Meusdorf.

    Umso erleichterter war Leipzigs Stadtverwaltung dann 2018, als sie daranging, ihr erstes großes Schul(bau)programm aufzulegen, das endlich den riesigen Rückstand aufholen sollte bei verfügbaren Schulplätzen im Verhältnis der wachsenden Schuljahrgänge. Erste Sanierungsmaßnahmen an dem Schulgebäude wurden ja schon mit dem Umbau zur Asylunterkunft bewerkstelligt.

    „Das Gebäude wurde als Typenprojekt in Plattenbau-Skelettbauweise 1974 erbaut und entspricht der Montagebauweise AG 17.1, Reihe Leipzig. Es besteht aus einem Kellergeschoss, einem Erdgeschoss und drei Obergeschossen, diese werden über drei Treppenhäuser erschlossen. Das Schulgebäude verfügt über drei Eingänge an der Südseite. Der ehemalige Haupteingang mit Außentreppe an der Nordseite wurde bereits im Zuge der Maßnahme Asylumbau abgebrochen.

    Am Gebäude wurden Modernisierungsmaßnahmen zur Herrichtung als Asylunterkunft begonnen. Diese umfassen die Maßnahmen an der Gebäudehülle und der Technischen Ausrüstung. Durchgeführt wurden/werden bis ca. Ende 2017 folgende Leistungen: Dachkomplettsanierung, Fassadensanierung einschließlich Dämmung, kompletter Austausch der Fenster, Einbau von Kunststofffenstern, vertikale Bauwerksabdichtung“, hieß es 2018 in der Projektbeschreibung, die binnen vier Wochen durch die Beratungsinstanzen des Stadtrates ging.

    Das senkte logischerweise die Kosten für die verbleibenden Maßnahmen.

    In der Vorlage hieß es weiter: „Das ehemalige Schulgebäude in der Höltystraße 51 in Meusdorf soll aufgrund bestehenden Bedarfs als Oberschule reaktiviert werden. Ziel der Modernisierung ist die Beseitigung der baulichen Mängel und die Unterbringung einer 2,5-zügigen Oberschule für insgesamt 420 Schüler bzw. 504 Schüler (bei 20 % Überbelegung). Am Schulgebäude wurden Modernisierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Technischen Ausrüstung zur Herrichtung als Asylunterkunft begonnen, welche im Jahr 2017 im großen Umfang abgeschlossen werden.

    Die letzte Fassadenseite und das Anbringen von außen liegendem Sonnenschutz auf der Südseite können bei entsprechender Witterung erst ab Frühjahr 2018 ausgeführt werden. An diese bereits erfolgten Maßnahmen Asyl sollen die weiteren Maßnahmen weitestgehend anknüpfen. Die Baumaßnahme umfasst die innere Sanierung, die Erneuerung der Eingangsbereiche, Anbauten für Aufzug und Küche und Restarbeiten an der äußeren Hülle.“

    Und tatsächlich gibt es die Schule ja auch inhaltlich schon. Denn auch das wurde schon 2018 beschlossen: „Die Oberschule wird schuljahresweise, beginnend mit der Klassenstufe 5 ab dem Schuljahr 2018/19, in einem Vor-Interim aufgebaut. Bis zur baulichen Fertigstellung des Schulhauses in der Höltystraße 51 (voraussichtlich im Februar 2020) werden die Schulklassen im Schulgebäude der Wilhelm-Ostwald-Schule (Gymnasium) in der Willi-Bredel-Straße 15 in 04279 Leipzig unterrichtet.“

    Das mit dem Februar hat nicht ganz geklappt, wie man sieht. Aber im Juli durften die Lehrer/-innen der Oberschule das neue Schulgebäude schon einmal besuchen – noch als Baustelle. Aber ihre Äußerungen auf der Homepage der Schule lesen sich regelrecht euphorisch. Denn bislang ist man ja in einer anderen Schule nur Gast: „Die Klassen werden bis zur Eigenständigkeit im Schuljahr 2020/21 als Außenstelle der Lene-Voigt-Schule (Oberschule) geführt.“

    5,5 Millionen Euro hat die Baumaßnahme gekostet, um das Gebäude auch barrierefrei herzurichten und auch einen entsprechenden Aufzug einzubauen. Rund 2 Millionen Euro förderte der Freistaat Sachsen. Die Schüler können einziehen.

    Auch Meusdorf bekommt wieder eine Oberschule

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