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Geplanter Umbau der Dieskaustraße: Stadtbezirksbeirat Südwest beantragt eine komplexe Ampelanlage

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    Es wurde zwar in den vergangenen vier Jahren immer wieder über den Umbau der Dieskaustraße diskutiert, der 2023 beginnen soll. Aber augenscheinlich wurden einige wichtige Themen am Rand vernachlässigt. Der Stadtbezirksbeirat Südwest hat ja schon die fehlende Ausweichstrecke für Radfahrer während der Bauarbeiten thematisiert. Aber auch an der Kreuzung Dieskaustraße, Arthur-Nagel-Straße, Bismarckstraße sieht er Probleme entstehen, die mit dem Bau einer größeren Ampelanlage vermieden werden könnten.

    Dabei verweist der Stadtbezirksbeirat auf die vom Stadtrat am 20. Mai 2020 beschlossene Vorlage VI-DS-05775 „Vorplanung zur Umgestaltung Dieskaustraße zwischen Gerhard-Ellrodt-Straße und Antonienstraße (Adler)“. Das Problem, das der Stadtbezirksbeirat sieht: Die Stadtverwaltung will den Verkehrsfluss mit Ampeln im Teilabschnitt Kreuzung Dieskaustraße, Bismarckstraße, Arthur-Nagel-Straße nicht wesentlich verändern.

    „Nach Information des VTA (Verkehrs- und Tiefbauamt, d. Red.) soll die Einmündung der Arthur-Nagel-Straße zur Bismarckstraße ohne Signalisierung hergestellt werden. Auch wenn aus dem heutigen 4-armigen die Änderung zu einem 3-armigen Knotenpunkt erfolgt, ändert dies die wesentlichen Verkehrsströme kaum, da weiterhin die Einmündung Arthur-Nagel-Straße/Bismarckstraße mittels Vorfahrtsregelung (Nebenstraße oder ggf. rechts vor links) belassen werden soll“, beschreibt der Stadtbezirksbeitrat eines der Probleme, die er sieht.

    „Das heißt, dass die Platzierungen der Ampeln prinzipiell so bleiben sollen, wie sie jetzt vor der Umgestaltung der Dieskaustraße sind. Damit wäre klar, dass auch nach ihrem grundhaften Ausbau der Kreuzungsknoten eine komplizierte und gefährliche Verkehrsführung behält.“

    Und auch andere Konflikte sind aus Sicht des Stadtbezirksbeirats Südwest jetzt schon zu erkennen: „Die Querung für Fußgänger auf der Dieskaustraße bleibt gefährlich, weil zeitgleich der Rad- und Kfz-Verkehr aus der Bismarck- und Artur-Nagel-Straße auf die Dieskaustraße einbiegen darf.

    Weil die Aufstellstrecke vor der Ampel an der Dieskaustraße sehr kurz ist und die Einmündung Arthur-Nagel-Straße in diese Aufstellstrecke hineinragt, kann in Stoßzeiten der Verkehr aus der Arthur-Nagel-Straße nicht abfließen.

    Deshalb sehen wir die Lösung darin, dass der komplexe Kreuzungsbereich Dieskaustraße/Bismarckstraße/Arthur-Nagel-Straße über Lichtsignalanlagen geregelt werden muss. Dabei muss beachtet werden, dass die Fußgängerquerung Dieskaustraße nur dann grün zeigt, wenn alle anderen Verkehre rot haben.

    Sowohl die Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehre sind nur dann risikoarm aus den drei einmündenden Straßen abzuleiten, wenn diese mit Ampeln an Bismarckstraße, Arthur-Nagel-Straße und Dieskaustraße komplex geregelt werden.

    Beachtet man das nicht, wird nicht nur der Rad- und Kfz-Verkehr aus der Arthur-Nagel-Straße in Stoßzeiten regelrecht abgewürgt, sondern auch der Schulweg zur 120. Grundschule und das Erreichen der Kindertagesstätte ,Gerne-Groß‘ nicht ungefährlicher.“

    In der Karte sind noch keine Ampelanlagen eingezeichnet. Aber man ahnt schon, dass es an dieser Kreuzung recht kompliziert werden kann und eine umfassende Ampelregelung wahrscheinlich unverzichtbar sein wird.

    „Im Zusammenhang mit den Gesamtkosten für die Umgestaltung Dieskaustraße zwischen Gerhard-Ellrodt-Straße und Antonienstraße (Adler) ist diese moderate Erhöhung der Investitionskosten für die komplexe Ampelregelung nicht nur angemessen sondern geboten“, meint der Stadtbezirksbeirat Südwest. Und er beantragt deshalb: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zur Optimierung der Verkehrsflüsse bei der Umgestaltung der Kreuzung Dieskaustraße/Arthur-Nagel-Straße/Bismarckstraße eine komplexe Ampelführung einzuführen.“

    Bevor die Dieskaustraße zur Baustelle wird, muss die Küchenholzallee zu einem sicheren Radweg werden

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