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Bevor die Dieskaustraße zur Baustelle wird, muss die Küchenholzallee zu einem sicheren Radweg werden

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    Ab 2023 wollen Stadt und LVB die komplette Dieskaustraße zwischen Adler und Großzschocher umbauen und modernisieren. Das ist überfällig. Aber im Leipziger Südwesten gehen dazu berechtigte Befürchtungen um, denn nicht nur für Autofahrer gibt es praktisch keine Ausweichstrecken. Für Radfahrer/-innen gäbe es zwar eine. Aber die ist in einem unzumutbaren Zustand: es ist die Küchenholzallee. Der Stadtbezirksbeirat Südwest macht das jetzt zum Thema.

    Denn wenn die Dieskaustraße über viele Monate kaum passierbar sein wird, dann wäre es ja ein Leichtes, mit dem Fahrrad auf die Küchenholzallee auszuweichen und durch den Volkspark Kleinzschocher Richtung Großzschocher zu fahren. Oder umgekehrt direkt zur Könneritzstraße. Auch ohne Umbau der Dieskaustraße wäre das eine ideale Radverbindung – wenn man dazu nicht zwingend ein Mountainbike brauchen würde und die Beleuchtung dort ihren Namen verdient hätte.

    In seiner Videokonferenz am 29. Juni diskutierte der Stadtbezirksbeirat Südwest dieses Dilemma. Am Ende stand der Antrag, der jetzt Druck macht, die Küchenholzallee endlich zu einem sicheren Radweg zu machen.

    „Der Rad-/Gehweg befindet sich keineswegs in dem vom Verkehrs und Tiefbauamt am 20.05.2020 beschriebenen Zustand (Bilder sind angehängt). Der Asphalt ist erneuerungsbedürftig, der Teil in ungebundener Bauweise hat viele reparaturbedürftige Stellen und der Teil durch die Kleingartenanlage entbehrt jeglichem Fahrbahnanspruch und muss derzeit mit den Autos der Gartenbesitzer geteilt werden“, stellt der Stadtbezirksbeirat fest. Und untertreibt dabei noch.

    Denn die unbefestigte Straße ist völlig ausgefahren. Außerdem: „Die Beleuchtung sollte heutigen Sicherheitsansprüchen genügen und von Grün befreit werden, welches die spärliche Beleuchtung zusätzlich behindert.“

    Und die Zeit drängt. Denn der Radweg muss ja zur Verfügung stehen, wenn 2023 die Bauarbeiten in der Dieskaustraße beginnen. „Um den Radfahrer/-innen eine sichere Alternative zur Dieskaustraße in Richtung Zentrum Südwest zu bieten ist der Ausbau vorrangig zu behandeln. (…) Um das Projekt zeitnah umsetzen zu können, wird vorgeschlagen, die Ausgleichszahlungen dafür zu verwenden.“

    Was genau dort passieren soll, hat der Stadtbezirksbeirat auch durchdekliniert. Wobei man sich als normalsterblicher Radfahrer sowieso darüber wundert, dass hier seit Jahren nichts passiert ist. Denn die Küchenholzallee führt ja auch am Sommerbad Kleinzschocher vorbei, ist aber auch dort in einem völlig ramponierten Zustand.

    „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die Küchenholzallee als hochwertigen Radweg zwischen Schleußig und Großzschocher zu ertüchtigen“, beantragt der Stadtbezirksbeirat. „Dabei wird berücksichtigt:

    Die Strecke wird durchgehend asphaltiert und sicher beleuchtet.

    Im Rahmen der Sanierung der Dieskaustraße wird eine attraktive Querungsmöglichkeit für den Radverkehr in Richtung Zentrum Südwest geschaffen.

    Die Maßnahme wird überwiegend aus den Mitteln der Ausgleichszahlungen finanziert und entsprechend zeitnah umgesetzt. Mittel für die Planung sind in den Doppelhaushalt 2021/2022 einzustellen.

    Die Strecke wird mit hoher Priorität bei der Erstellung des Radverkehrsentwicklungsplans berücksichtigt.“

    Auf den Radverkehrsentwicklungsplan warten ja derzeit alle Leipziger Radfahrer/-innen mit zunehmender Ungeduld.

    Der aktuell noch gültige stammt von 2010 (beschlossen freilich erst 2012) und endet 2020.

    Der Stadtrat tagte: Ratsversammlung stimmt Verwaltungsvorschlag zur Dieskaustraße zu und Linke/Grüne-Antrag wird geprüft + Video

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