Im bereits 2006 fertiggestellten Bauabschnitt 1 des Elstermühlgrabens am Ranstädter Steinweg wird ab Montag, dem 12. Januar 2026, das Ufer erneuert, teilt die Stadt mit. Auf der gesamten Länge von 430 Metern vom Naturkundemuseum bis zur Thomasiusstraße werden bis Juli dieses Jahres sogenannte begrünte Uferbermen gestaltet, die dem Gewässer einen naturnahen Verlauf geben sollen.

Ferner wird im Bereich des Lautensteges ein über Treppen begehbarer Zugang zum Wasser geschaffen. Durch die ökologische Aufwertung des Gewässers wird die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Vollständige Wiederöffnung im Juli 2026 geplant

Mit größeren Verkehrseinschränkungen ist während der Baumaßnahme nicht zu rechnen. Aktuelle Informationen dazu gibt es auf www.leipzig.de/elstermuehlgraben.

Parallel wird mit dem Teilbauabschnitt 3.2 zwischen Elsterstraße und Lessingstraße die Offenlegung des Elstermühlgrabens komplett fertiggestellt. Der geplanten vollständigen Wiederöffnung des Gewässers im Juli 2026 steht damit laut Stadt nichts mehr im Wege.

Wechselvolle Geschichte

Der etwa 4.000 Meter lange Elstermühlgraben ist ein künstlicher Nebenarm der Weißen Elster und wurde, wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, zum Betrieb von Mühlen angelegt. Im 19. Jahrhundert wurde er überwölbt und während der Sechzigerjahre teilweise verrohrt.

Seine Offenlegung im westlichen Leipziger Stadtgebiet begann schon 2005. Nun sieht man sich endlich auf der Zielgeraden: Neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes sowie der Schaffung eines Naherholungsgebiets für die Leipzigerinnen und Leipziger soll der freie Elstermühlgraben in Zukunft auch eine Verbindung zum neuen Stadthafen schaffen, inklusive touristischem Mehrwert.

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