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Am 25. September auch in Leipzig: Fridays for Future fordert beim Klimastreik eine sozial-ökologische Verkehrswende

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    Der Sommer ist vorbei und damit auch die Ferienzeit, in der einige Schlagzeilen-Cowboys schon meinten, „Fridays for Future“ für erledigt erklären zu können. Aber die Energie der Jugend ist ganz und gar nicht versiegt. Und sie hat sich von der Faulheit der Regierenden, den Kurs endlich zu ändern, auch nicht entmutigen lassen. Am Freitag, 25. September, findet der 5. globale Klimastreik von Fridays for Future statt. Auch in Leipzig.

    Gemeinsam mit ver.di, anderen sozialen Gruppen und Klimagerechtigkeitsverbänden stellt Fridays for Future (FFF) eine sozial-ökologische Verkehrswende in den Mittelpunkt ihrer Forderungen. Aufgrund des Coronavirus wird es diesmal freilich keine Großdemonstration, sondern viele verschiedene Aktionen, Workshops sowie eine Bühnenshow in und um die Leipziger Innenstadt geben. Zentrale Anlaufpunkte sind von 11 bis 18 Uhr der Augustusplatz und der Wilhelm-Leuschner-Platz.

    „Ein guter ÖPNV ist die Voraussetzung dafür, dass wir auf klimaschädliche Verkehrsmittel verzichten. Gleichzeitig ist hier die Klimafrage mit sozialen Themen verbunden – Mobilität ist ein Grundbedürfnis aller Menschen und muss allen kostengünstig zugänglich sein. Dafür stehen wir Seite an Seite mit den Beschäftigten im ÖPNV bei ver.di – für bessere Arbeitsbedingungen, für ÖPNV-Preise, die für alle bezahlbar sind und für eine schönere Stadt“, erklärt Annelie Berger von Fridays for Future Leipzig.

    Die jungen Aktivist/-innen knüpfen damit an die Tarifverhandlungen, die zur Zeit bundesweit im ÖPNV geführt werden, an. Zusätzlich fordern sie einen besseren Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie die Eindämmung des Autoverkehrs im gesamten Stadtgebiet. Gestützt wird der Aktionstag von mehr als 15 weiteren Gruppen aus allen sozialen Bewegungen, wie zum Beispiel den verschiedenen For Future-Gruppen, LatinX und weiteren Bürger/-inneninitiativen.

    „Die Klimafrage ist eine Gerechtigkeitsfrage“, sagt Gisela Wedekind von Omas gegen Rechts Leipzig. „Deshalb verbinden wir unseren Kampf mit dem von anderen sozialen Bewegungen, Gewerkschaften oder eben mit der Klimabewegung. Denn das bedeutet Klimagerechtigkeit: dass wir gemeinsam eine konsequente Veränderung in allen Lebensbereichen hin zu einem guten Leben für alle fordern und leben.“

    Das Spektrum der Angebote am Aktionstag reicht von Infoständen, einer Bühnenshow mit Redebeiträgen, Musik und Live-Interviews bis hin zu Plakat-Aktionen mit Klimafakten, kleinen Workshops, Pop-Up-Bikelanes und kreativen Demo-Aktionen.

    Die Omas for Future sind in Leipzig dabei

    Auch die Omas for Future werden dabei sein, wenn am 25. September der nunmehr fünfte globale Klimastreik der internationalen Klimabewegung Fridays for Future stattfindet. In vielen deutschen Städten und eben auch in Leipzig unterstützen sie die Forderungen der Jugendlichen. Dabei nutzen sie verschiedene Aktionsformate von Fahrraddemonstrationen über einen Aktionstag mit Workshops und Redebeiträgen bis hin zu klassischen Demonstrationszügen und Kundgebungen – selbstverständlich immer unter Einhaltung der Corona-Auflagen.

    Das Erdherz zum Klimastreik. Foto: Omas for Future
    Das Erdherz zum Klimastreik. Foto: Omas for Future

    „Handeln aus Liebe zum Leben“, lautet das Motto der Omas for Future, die sich speziell an die Generation 50+ wenden. Ihre Sache ist die „Politik der kleinen Schritte“: Jeder Einzelne kann in seinem Alltag etwas fürs Klima tun, sei es, dass er (oder sie) öfter mal das Auto stehen lässt und stattdessen mit dem Rad, dem Bus oder dem Zug fährt, ein- oder zweimal in der Woche auf Fleisch verzichtet oder beim Einkaufen auf biologisch erzeugte Lebensmittel achtet.

    „Es gibt viele Möglichkeiten, klimaschädliche Gewohnheiten zu ändern, und in der Summe machen sie eine Menge aus“, betont die Leipzigerin Cordula Weimann.

    Sie hat die Initiative im Sommer 2019 gegründet, um die Fridays-for-Future-Bewegung zu unterstützen. Inzwischen gibt es deutschlandweit etwa 40 Regionalgruppen und auch in Österreich und den Niederlanden gibt es Omas for Future.

    „Wir setzen uns für eine kinder- und enkeltaugliche Zukunft ein. Auch die künftigen Generationen sollen auf einem gesunden und schönen Planeten leben können. Aber so, wie wir uns heutzutage verhalten, leben wir auf Kosten der Natur – und auf Kosten derer, die nach uns kommen. Deshalb müssen wir grundsätzlich etwas ändern – und zwar sofort. Dafür gehen wir am 25. September mit der gesamten For-Future-Bewegung und anderen Klimainitiativen auf die Straße“, erklärt Weimann.

    Wie ein „Zeit“-Redakteur fahrlässig eine Postbank-Umfrage benutzt, um FFF für ausgebrannt zu erklären

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