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Schlobachshof e. V. will mit einer Petition die Abrisse auf Schlobachshof stoppen

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    Eigentlich ist ja alles klar: Die Stadt möchte die Böhlitz-Ehrenberger vielleicht sogar mit einbeziehen, wenn es um die künftige Nutzung von Schlobachshof geht. Und der Schlobachshof e. V. möchte ja auch gern an einem tragfähigen Nutzungskonzept mitarbeiten. Aber am 12. September kündigte die Stadt an, erste Gebäude abzureißen. Mit einer Petition möchte der Verein den Abriss jetzt stoppen.

    Motto: „Kein Abriss ohne Konzept!“

    Der Verein Schlobachshof e. V. fordert mit seiner Petition, dass der Abriss von Gebäuden auf dem Schlobachshof nur nach Vorgaben eines vom Stadtrat beschlossenen tragfähigen und nachhaltigen Konzeptes erfolgt. Solange kein Nutzungskonzept besteht, dürfen nicht durch übereifrigen Abriss/Rückbau Fakten geschaffen und ggf. unnötige Kosten verursacht werden. Das Nutzungs- und Entwicklungskonzept müsse vor Beschlussfassung im Stadtrat eine Bürgerbeteiligung sowie den Einbezug der Ortschaftsräte der betroffenen Ortsteile (Lützschena-Stahmeln, Burghausen, Rückmarsdorf, Böhlitz-Ehrenberg) durchlaufen.

    Dafür hat der Verein am 4. Oktober eine Unterschriftenaktion gestartet, die bis zum 3. Dezember laufen soll.

    Der gemeinnützige Verein Schlobachshof e. V. setzt sich für den Erhalt des 100-jährigen denkmalgeschützten Kulturgutes Schlobachshof ein. Die Stadt Leipzig hat das Gelände Schlobachshof (14ha) „zum Zweck der weitestgehenden Renaturierung und der Umsetzung der umweltfach- und rechtlichen Zielstellungen“ erworben – aber auch unter der Bedingung „einvernehmliche Lösungen mit den Pferde-Einstellern und Wohnungsmietern“ zu suchen.

    Aber die Mieter sind inzwischen ausgezogen. Und selbst die Ideen der Stadtverwaltung sind mittlerweile Makulatur, wie der Verein feststellt: „Die Konzeptideen, die in dreijähriger Zusammenarbeit eines Planungsbüros mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig erstellt wurden,
    – Wanderraststation
    – Ökologische Landwirtschaft (groß/klein)
    – Aueninformationszentrum (groß/klein)
    seien im Rahmen einer amtsinternen Entscheidung nach Bauvoranfrage abgelehnt worden. Von der Stadtverwaltung wird nun eine ,Umweltbildungsstätte Auenlandschaft‘ favorisiert.“

    Es sieht wie der Versuch einer Verwaltung aus, die Bürger möglichst herauszuhalten aus diesem Projekt. „Weder die Ergebnisse der ,quick checks‘ im Rahmen einer gezielten Umfrage bei Ortschaftsräten, Vereinen, Verbänden, Bürgern 2017 noch die Konzeptideen noch die Ergebnisse der Bauvoranfrage, welche zur Ablehnung geführt haben, sind bisher veröffentlicht worden. Amtsintern ist über den Abriss von 11 ,nicht erhaltungswürdigen‘ Gebäuden entschieden worden. Der Abriss ist bereits im Gang“, kritisiert der Verein.

    „Noch vor Beendigung der Konzeptentwicklung soll in den Ausschüssen der Stadt Leipzig über den vollständigen Abriss aller – außer denkmalgeschützter Gebäude – Bauten entschieden werden. Eine Bürgerbeteiligung hat es dazu nicht gegeben. Dies betrifft insbesondere die Reithalle (Tierbewegungshalle) mit Gaststätte, Pferdeställe, Wohnbaracken, Werkstatt…“

    Der Schlobachshof e. V. hält dieses Vorgehen für verfrüht und falsch. „Die Vernichtung von Kulturgütern produziert irreversible Verluste, insbesondere im Naturschutzgebiet. Kompromisse müssen gefunden werden, einerseits um ,weitestgehend‘ zu entsiegeln, andererseits aber eine Nutzung zum Erhalt denkmalgeschützter Gebäude zu ermöglichen, die dem Anspruch der Stadt und deren Bürgern auf Nachhaltigkeit gerecht wird. Es sollte so viel wie möglich renaturiert werden, aber auch so viel wie nötig für den Erhalt getan werden.“

    Der Stadtrat tagte: Wie weiter am Schlobachshof? + Video

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