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Der Stadtrat tagt: Schlobachshof – Erste Schritte für ein Umweltbildungszentrum mitten im Auwald

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    Am heutigen Mittwoch kam endlich auch die Petition des Vereins Schlobachshof zur Abstimmung in den Stadtrat – nicht in der ursprünglichen Form. Denn der Petitionsausschuss hat sich dazu intensiv noch einmal mit Verwaltung, Ortschaftsräten und Verein ausgetauscht. Was dann auch bedeutete, dass auch nicht der Verwaltungsstandpunkt mit seinen vorsichtigen Ablehnungen zu den Träumen des Schlobachshof e. V. übernommen wurde, sondern – wie Jürgen Kasek für die Grünen betonte – ein richtiger Kompromissvorschlag.

    Denn auf dem alten Gelände, das sich einst Sägereibesitzer Schlobach in den Auwald baute, wird nicht alles erhalten werden können. Immerhin endete ja hier zuletzt die Nutzung als Reiterhof auch deshalb, weil zwei Überschwemmungen binnen kurzer Zeit die Wirtschaftlichkeit des Betriebes gründlich infrage gestellt hatten.Am Ende wurde das Gelände ja versteigert und die Stadt kaufte es, um hier mitten im Auengebiet ein Gelände zur Renaturierung zu bekommen. Aber gerade die erst in der jüngeren Zeit gebauten Gebäude werden abgerissen werden müssen. Denn – so Kasek – sie waren schon ohne rechtliche Grundlage errichtet worden. Eine Nutzung als Reiterhof wird es hier künftig auch nicht wieder geben.

    Aber anders als befürchtet hat die Stadt keineswegs vor, die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände abzureißen. Das betonte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal bei der Gelegenheit noch einmal besonders. Stattdessen verfolge die Verwaltung das zweite Ziel weiter, das man mit dem Kauf des Geländes verbunden hat: die Einrichtung eines Umweltbildungszentrums. Dafür habe man schon ein Konzept erarbeitet und bewerbe sich um Bundesfördermittel.

    Erst dann, so Rosenthal, stelle sich die Sache für die Stadt finanziell als machbar dar. Wenn nicht, dann werde es schwierig.

    Aber andererseits sei man sich mit den Ortschaftsräten auch einig, dass man gemeinsam nach Möglichkeiten einer künftigen Nutzung suchen werde. Damit sei man sich mit dem Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg schon einig.

    Was dann SPD-Stadtrat Andreas Geisler auf den Plan rief, der anmahnte, den Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln unbedingt mit einzubeziehen. Denn dessen Aktionsradius grenzt im Norden direkt an das Gebiet. Hier geht es um gemeinsame Lösungen rund um den Pfingstanger, der ja im Auenkonzept der Stadt künftig ebenfalls renaturiert werden soll.

    Der Kompromiss des Petitionsausschusses, der mit nur wenigen Gegenstimmen vom Stadtrat angenommen wurde, listet kurz und knapp drei Handlungsaufträge auf:

    1. Die Verwaltung informiert den Umwelt/Ordnungsausschuss und die beteiligten Ortschaftsräte in regelmäßigen Abständen (halbjährlich) über den Stand der Erarbeitung eines tragfähigen Nutzungs- und Finanzierungskonzeptes zum Schlobachshof.

    2. Die Verwaltung prüft, ob die sogenannte Tierbewegungshalle ggf. an einem anderen Standort eingesetzt werden kann.

    3. Die Ortschaftsräte der betroffenen Ortsteile werden in die Beschlussfassung des Nutzungskonzeptes mit einbezogen.

    Und so weit weg lag der Standpunkt der Verwaltung ja auch nicht: „Es ist vorgesehen, die Ortschaftsräte der betroffenen Ortsteile zu beteiligen und in die Beschlussfassung einzubeziehen. In diesem Zusammenhang können durch die Ortschaftsräte selbst initiiert oder durch Interessierte im Rahmen der Beratung im Ortschaftsrat zum Konzeptentwurf Bürger, Vereine und Verbände sich einbringen.“

    Und selbst wenn es Fördergelder für ein Umweltbildungszentrum geben sollte, dürfte durchaus auch die Frage stehen, ob die angrenzenden Ortschaften und vor allem die Bürgerinitiative Schlobachshof sich hier zusätzlich mit eigenen Nutzungsideen einbringen können.

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