Schon ab dem kommenden Schuljahr sollen sich in der Georg-Schwarz-Straße 113 wieder die Pforten öffnen. Bis dahin dürften die wichtigsten Brandschutzsanierungen abgeschlossen sein. Allerdings wird die 57. Mittelschule erst einmal eine Außenstelle der Helmholtzschule werden, was aber nicht die Frage beantwortet, woher die benötigten Lehrkräfte kommen können. Diese Entscheidung liegt beim Freistaat, der erst langsam und scheinbar verzweifelt beginnt, etwas gegen den Lehrermangel zu tun.
Ob das ausreichen wird, an der wieder eröffneten Schule eine
ausreichende Versorgung sicherzustellen, liegt nicht in den Händen
der Stadträte. Sie stimmten jedenfalls einstimmig für die Vorlage
zur Reaktivierung. Margitta Hollick von der Fraktion Die Linke
sagte: „Wir wollten diese Schule ja nie schließen, aber wir mussten
ja.“ Denn damals hatte der Freistaat die Lehrer abgezogen und somit
einen Weiterbetrieb unmöglich gemacht.
„Wenigstens ist es uns gelungen, die Schule noch weiter als
Interimslösung zu nutzen“, sagte Katharina Krefft von Bündnis
90/Die Grünen der L-IZ. „So können wir wohl vermeiden, dass alle
behördlichen Prüfungen wie für einen Neubau erneut fällig werden.“
Dafür würde nämlich die Zeit bis zum neuen Schuljahr recht knapp.
Etwa 150.000 Euro jährlich werden wohl an weiteren Bau- und
Betriebskosten anfallen, spätestens mit dem Betrieb als
eigenständige Schule ab dem Schuljahr 2015/2016 kommen noch
Personalkosten auf die Stadt zu, da noch ein Hausmeisterposten und
eine Schulsachbearbeiter-Stelle geschaffen werden müssen.
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„Ich bin recht überzeugt, dass auch die beiden fünften Klassen, mit denen es losgeht, schnell voll sein werden“, sagte Ute Köhler-Siegel. „Die Schule in Böhlitz-Ehrenberg ist voll und eine weitere Mittelschule ist absolut notwendig.“
Genauso notwendig wie die Schule am Weißeplatz, deren Einrichtung gleich im nächsten Tagesordnungspunkt ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Nach einem ähnlichen Modell fungiert sie zunächst als Außenstelle der Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz und soll 2014/2015 als eigenständige Schule etabliert werden. Allerdings steht zu beiden Beschlüssen noch die Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde aus.
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