-1.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Legida am 20. April: Ein Fazit, eine Bildergalerie & die Pressemitteilung der Polizei am Schluss

Von Michael Freitag, Sebastian Beyer und Alexander Böhm

Mehr zum Thema

Mehr

    Allmählich ist das Drumherum bei Legida interessanter als die Ziele des islamfeindlichen Leipziger Ablegers der Dresdner Pegida-Bewegung. Im Vorfeld der heutigen Demonstration, welche um 19 Uhr auf dem Simsonplatz beginnen wird, gab es mal wieder Streit mit dem Ordnungsamt um den Versammlungsort. Und anonyme Drohungen auf dem Portal Indymedia gegen die Demonstranten und gehörig Aufregung darüber bei Legida. Gegen den Auflagenbescheid für den heutigen 20. April hat das Bündnis erfolgreich geklagt und den Gegnern wurde der Protest in Sichtweite untersagt.

    +++ Ein kleines Fazit des Tages +++

    Alle Seiten reklamieren Verletzte. Das Fazit der Polizei zum heutigen Tage lautet also, so friedlich, wie noch die letzten Male war es am 20. April nicht. Vielleicht hat sie ja die Übergriffe auf NoLegida-Teilnehmer nach den Demonstrationen vergessen? Sie selbst nennen vier „leicht verletzte“ Kollegen. Da es keine konzentrierten Angriffe auf die Einsatzbeamten gab, darf man also von Verstauchungen oder anderen Blessuren ausgehen – wie die Verletzungen entstanden, sagt die Polizeidirektion Leipzig nie, Nachweise muss sie öffentlich für die Angaben nicht führen. So bleibt die Frage, wobei sich die Beamten im Einsatz verletzt haben mögen.

    Denn der Zugriff war gerade zu Beginn des Demonstrationsgeschehens, wie der MDR berichtet, aufgrund von Versuchen seitens NoLegida und „Leipzig nimmt Platz“ Sitzblockaden auf dem Martin-Luther-Ring zu organisieren durchaus robust. Neben Pfefferspray wurde auch einfache körperliche Gewalt angewandt, um die Gegenproteste vom Ring fernzuhalten.

    NoLegida sammelt jedenfalls derzeit die Angaben zu den Verletzungen ein, erste Bilder auf Twitter machen die Runde – allerdings auch von eher leichten Verletzungen.

    Schwerer wiegen derzeit die Vorwürfe seitens Legida zur Stunde. Auch die Polizei nennt in ihrer am heutigen Abend versandten Pressemitteilung Steine als Wurfgeschosse. Ob sich dieser Verdacht erhärtet, darf zumindest bezweifelt werden – zwei Kollegen der L-IZ.de waren die ganze Zeit vor Ort, einer davon beim Gang Legidas auf dem Leipziger Ring. Steinwürfe wurden dabei nicht gesichtet – der Einsatz von Pyrotechnik hingegen schon. Allen Verletzten ist wohl derzeit zu raten, sich bei einem Arzt zu melden, um die Verletzungen unter Nennung von Zeugen anschließend zur Anzeige zu bringen. Und sei es nur deshalb, um weiteren Gerüchten vorzubeugen – sofern dies überhaupt gewünscht ist und nicht die Propaganda gewollt.

    Das dürfte ein Nachspiel haben. Angriff von Gegendemonstranten auf den Legida-Aufzug. Foto: L-IZ.de
    Das dürfte ein Nachspiel haben. Angriff von Gegendemonstranten auf den Legida-Aufzug. Foto: L-IZ.de

    Der Bericht aus Sicht der Polizei macht auch heute das Ende des Abends, eine Bildergalerie und ein letzter Hinweis der L-IZ.de. Wir sind die gesamte Zeit über ohne einen Hinweis auf des „GröFaZ“ an seinem Geburtstag ausgekommen. Wohl auch, weil der kleine Schnauzbartträger schon damals nichts hätte allein tun können. Und dennoch zog auch heute ein leicht brenzliger Geruch vom ehemaligen Reichsgericht herüber.

    Die Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig vom 20. April 2015

    Legida am 20. April in Leipzig – Der Aufzug im Video

    Rückmarsch von Legida am 20. April zurück zum Simsonplatz. 25 Minuten später war die heutige Demonstration beendet. Foto: L-IZ.de
    Rückmarsch von Legida am 20. April zurück zum Simsonplatz. 25 Minuten später war die heutige Demonstration beendet. Foto: L-IZ.de

    +++ Silvio Rösler macht den Sack zu +++

    Der übliche Dank des Veranstaltungsanmelders an die Polizei beschließt auch die heutige Veranstaltung von Legida. Goutiert mit Beifall aus der Anhängerschar. Gleichzeitig tituliert Rösler die Polizei als „Begleitschutz“ für die Legida-Anhänger, welche nunmehr wieder zum Bahnhof geleitet werden. Interessanterweise folgt kurz darauf seitens Rösler der Hinweis, dass die „Sportfreunde von Lok Leipzig“ einen solchen Begleitdienst ebenfalls angeboten haben und stellen werden. Selten wurde die häufig vermutete Kooperation einiger Lok-Fans mit den Veranstaltern von Legida so offen angesprochen. Gegen 21:33 Uhr endet die Legida-Demonstration mit dem Hinweis, in der kommenden Woche erneut wieder zu kommen.

    Nach weiteren Augenzeugenberichten ist mittlerweile bestätigt, dass heute neben dem Bengalo-Wurf eine weitere Silvesterrakete auf den Demonstrationszug von Legida abgefeuert wurde.

    Gastredner Festerling (nicht mit Tatjana F. verwandt, wie er betont) bei Legida. Foto: L-IZ.de
    Gastredner Festerling (nicht mit Tatjana Festerling verwandt, wie er betont) bei Legida. Foto: L-IZ.de

    +++ 21:18 Uhr: Man kommt zum Ende +++

    Der zweite Teil mit Gastredner Thomas Festerling findet ein etwas rascheres Ende. Auch zu dieser Ansprache verschieben wir eine kleine Analyse und schauen nochmals auf ein paar Eindrücke über die Forderungen im Publikum. Während sich Festerling auf der Bühne eher mühte, die Konsensfähigkeit der Bewegung mit anderen Initiativen (unter anderem gegen TTIP) zu betonen, ist mancher bei Legida damit beschäftigt, den Namen der Bewegung auch in Parolen darzustellen. Entgegen der Tatsache, dass derzeit etwa 4,5 Millionen Muslime in Deutschland leben …

    "Der Islam gehört nicht zu Deutschland". Irgendwie ist nie von Europa bei den Legida-Anhängern die Rede und die Islamfeindlichkeit läuft immer mit. Foto: L-IZ.de
    „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Irgendwie ist nie von Europa bei den Legida-Anhängern die Rede und die Islamfeindlichkeit läuft immer mit. Foto: L-IZ.de

    +++ 21 Uhr: Ein Angriff auf den Legida-Aufzug +++

    Auf dem Rückweg ereignete sich mindestens ein Angriff von Seiten der Gegendemonstranten auf den Legida-Aufzug. Silvio Rösler bespricht sich derzeit mit dem Verbindungsmann der Polizei und hat Strafanzeigen angekündigt. Er sprach dabei von mehreren Angriffen und bat die Geschädigten, sich an der Bühne zu melden. Laut Darstellung Röslers seien auch Steine geflogen, zwei L-IZ – Journalisten konnten nur einen Wurf eines Bengalo-Feuers beobachten. Die Legida-Anhänger skandieren daraufhin vereinzelt den bekannten, gern auf Neonazidemos genutzten Ruf „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“

    Vor dem Neuen Rathaus haben sich die Gegendemonstranten wieder eingefunden.

    +++ 20:45 Uhr: Legida auf dem Weg zurück +++

    Während Legida seinen Marsch nun in entgegengesetzte Richtung erneut zum Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht absolviert, bleibt ein wenig Zeit, eine weitere interessante Entwicklung in Dresden zu beschreiben. Seit heute hat die NPD dort der Pegida-OBM-Kandidatin Tatjana Festerling die Hand gereicht und zu ihren Gunsten auf einen eigenen (chancenlosen) Kandidaten für die Dresdner Wahl am 7. Juni in der Landeshauptstadt verzichtet. Gleichzeitig rief die rechte Partei auch die AfD auf, auf ihren Kandidaten zugunsten von Pegida zu verzichten.

    Legida auf dem Ring in Leipzig
    Legida auf dem Ring in Leipzig

    Bei Pegida selbst wurde dies mit der Behauptung abgetan, hierbei handele es sich um eine Sache gegen die man sich nicht wehren könne. Festerling selbst nutzte die Gelegenheit, um darauf zu verweisen, dass die Antifa staatsfinanziert sei und sie auch gern auf die Stimmen von Verfassungsschutzspitzeln verzichten könne. Damit meint sie offenkundig die NPD, welche sich sicher über diese Einschätzung freuen wird. Zudem seien die extremen Ränder nur platziert worden, um „das Volk in der Mitte zu regulieren“. Interessante Lesart, welche neben der angeblichen „Staatsfinanzierung“ der Antifa sicher so manchen Verschwörungstheoretiker an die Wahlurne bringen dürfte.

    Der MDR wiederum berichtet aktuell über einige Ausbruchsversuche zum Beginn der Demonstrationen von Gegendemonstranten an der Strecke. Dabei zu sehen ist auch das rigide Durchgreifen den Beamten. www.mdr.de/sachsenspiegel/video266144.html

    +++ 20:20 Uhr: Legida marschiert – Proteste an der Strecke +++

    +++ 20 Uhr: Es geht auf den Ring & eine verbale Auseinandersetzung +++

    Legida hat den ersten Teil der Veranstaltung, auf welchem als Gastredner Manfred Rouhs vom rechten „Pro Deutschland“ sprach (Kurzabriss dazu folgt) hinter sich gebracht und möchte nun über den Ring marschieren. Am Rande gab es ein kurzes aber heftiges Wortgefecht, als sich ein einzelner Mann aus der Legida-Demo löste und auf die Gegendemonstranten zusteuerte. Sein Auftreten löste einige Reaktionen unter den Gegendemonstranten aus, da der Herr einen Pullover in den Farben der Reichskriegsflagge mit Kreuz trug.

    "Klagt nicht. Kämpft." Fahnen, die man sonst eher auf rechtsextremen Aufmärschen sieht, heute bei Legida in Leipzig. Foto: L-IZ.de
    „Klagt nicht. Kämpft.“ Fahnen, die man sonst eher auf rechtsextremen Aufmärschen sieht, heute bei Legida in Leipzig. Foto: L-IZ.de

    Erst stürmte ein Einzelner aus der Gegendemonstration in seine Richtung, anschließend rief ihm Jürgen Kasek (B90/Die Grünen) via Megaphone zu „Verpiss Dich Du Nazi.“ Die Polizei trennte die Parteien jedoch rasch, es blieb beim verbalen Scharmützel.

    Legida wird nun also die angemeldete Route absolvieren wollen, Gegendemonstration und Legida halten sich heute zahlenmäßig mit leichtem Übergewicht auf der NoLegida-Seite die Waage.

    Kameraleute werden von Legida-Teilnehmer bedrängt. Erste Handgreiflichkeiten vor Polizeikräften. Ein Ordner muss mit Mühe Teilnehmer zurückhalten. Foto: L-IZ.de
    Ein Kameramann wird von Legida-Teilnehmern bedrängt. Erste Handgreiflichkeiten vor Polizeikräften. Ein Ordner muss mit Mühe Teilnehmer zurückhalten. Foto: L-IZ.de

    Legida vor dem Bundesverwaltungsgericht auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de
    Legida vor dem Bundesverwaltungsgericht auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de

    +++ 19:29 Uhr: Silvio Rösler macht wieder den Beginner +++

    „Guten Morgen, seid Ihr alle wach?“ begrüßt Silvio Rösler die kleine Anhängerschar vor der Bühne. Zum Start stellt er fest, dass es in diesem Land stinke, es müffele aus den Gazetten der Medien und es sei einfach so, dass man Tag für Tag belogen würde. Es würde manipuliert und getrickst und ein Einheitsbrei serviert. „Lügenpresse“ erschallt so schon in den ersten 2 Minuten, es dürfte sich dabei um einen neuen Rekord handeln.

    Silvio Rösler spricht zu seinem Volk. Foto: L-IZ.de
    Silvio Rösler spricht zu seinem Volk. Foto: L-IZ.de

    Die Politik habe auf Pegida reagiert, da man nun auf einmal auf Bürgerdialoge seitens der Politik setzen würde. Nur bekäme man davon eher Magenschmerzen, so Rösler. Wo das Angebot an „uns, das Volk bleibe“, so Rösler zu den 500 Anwesenden. Besonders hervorgetan habe sich dabei in den Augen Röslers Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese hatte betont, dass alles so bleiben sollte, wie es ist im Land – eine durchaus seltsame Aussage angesichts des Themas „Bürgerdialog“.

    De "Volkstod-Verschwörung" bei Legida. Scheinbar glauben einige der Demonstranten, es gäbe einen Plan, das deutsceh Volk auszurotten. Eine gern genommene Verschwörungstheorie unter Pegida- und Legidaanhängern. Foto: L-IZ.de
    De „Volkstod-Verschwörung“ bei Legida. Scheinbar glauben einige der Demonstranten, es gäbe einen Plan, das deutsche Volk auszurotten. Eine gern genommene Verschwörungstheorie unter Pegida- und Legida-Anhängern. Hier findet sich auch die Schnittmenge mit rechtsradikalen Kreisen. Foto: L-IZ.de

    Erneut spricht Silvio Rösler die Leipziger Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) an, welche er nun oft auf die Bühne eingeladen habe. Auch die AfD scheint aus Sicht Röslers nicht zu Legida zu passen und von der SPD, natürlich namentlich Burkhard Jung als OBM erwartet der Redner auch nichts mehr für sein 500-Personen-Volk. Heute unterbleibt offenbar die sonst so gern überdeutlich personalisierte Abarbeitung am Leipziger Oberbürgermeister, welcher aus Legida-Kreisen in den vergangenen Wochen in E-Mails und auf Facebook massiv bedroht worden war und dies alles zur Anzeige gebracht hatte.

    Ein paar Vereinzelte haben es bis zur Harkortstraße geschafft. Foto: L-IZ.de
    Ein paar Vereinzelte haben es bis zur Harkortstraße geschafft. Foto: L-IZ.de

    Doch so ganz kann Rösler dann doch nicht widerstehen und bringt etwas verklausuliert seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die nächsten Wahlen auch diesbezüglich Veränderung mit sich bringen könne. Die Parteien jedenfalls seien keine Volksparteien mehr, die Mitgliederzahlen seien gesunken. „Liebe Patrioten, dann lasst uns bitte beginnen mit dem Einmischen – die Zeit bis 2017 ist kurz. Und ich verspreche Euch, wir bleiben.“

    +++ 19:21 Uhr: Die Sonne scheint, was Legida nicht hilft +++

    Dresden pausiert, Leipzig bleibt konstant auf niedrigem Niveau. 19:20 Uhr stehen maximal 500 Teilnehmer seitens Legida auf dem Simsonplatz, eine Solidarisierung seitens der Dresdner scheint ausgeblieben zu sein. Die Regeln und Demonstrationsauflagen werden verlesen.

    Die Polizei hat den Kreuzungsbereich geräumt. Dabei kam es zum Einsatz von Pfefferspray gegen Demonstranten. Foto: L-IZ.de
    Die Polizei hat den Kreuzungsbereich geräumt. Dabei kam es zum Einsatz von Pfefferspray gegen Demonstranten. Foto: L-IZ.de

    Reiterstaffel gegenüber dem Neuen Rathaus. Die Räumung der gegendemonstration steht kurz bevor. Foto: L-IZ.de
    Reiterstaffel gegenüber dem Neuen Rathaus. Die Räumung der gegendemonstration steht kurz bevor. Foto: L-IZ.de

    Am Neuen Rathaus Richtung Burgplatz: die Polizei macht dicht und sperrt gleichzeitig den Ring ab. Foto: L-IZ.de
    Am Neuen Rathaus Richtung Burgplatz: die Polizei macht dicht und sperrt gleichzeitig den Ring ab. Foto: L-IZ.de

    +++ 18:57 Uhr: Die Polizei riegelt ab +++

    Die Gegendemonstranten, welche sich noch in der Nähe des Neuen Ratshauses aufhalten werden weggeschickt. Die Polizeibeamten filmen die gesamte Szenerie und sperren gleichzeitig alle Seitenstraßen und die Kreuzung Ring / Harkortstraße. Die Fahrzeuge werden nun Richtung Leuschner-Platz umgeleitet, ab jetzt ist der Ring an dieser Stelle nicht mehr passierbar.

    Endlich wieder vor der Oper: "Legida-Das Original" ist zurück am angestammten Platz auf dem Augustusplatz. Seit 18 Uhr halten die Verkünder von "Bier trinkt das Volk" ihre Demonstration ab. Foto: L-IZ.deOper auf den Augustusplatz
    Endlich wieder vor der Oper: „Legida-Das Original“ ist zurück am angestammten Platz auf dem Augustusplatz. Seit 18 Uhr halten die Verkünder von „Bier trinkt das Volk“ ihre Demonstration ab. Foto: L-IZ.de

    Legida-Anhänger kommen gegen 18:30 Uhr über den Augustusplatz und laufen in Polizeibegleitung Richtung Simsonplatz. Foto: L-IZ.de
    Legida-Anhänger kommen gegen 18:30 Uhr über den Augustusplatz und laufen in Polizeibegleitung Richtung Simsonplatz. Foto: L-IZ.de

    Gegendemo Richtung Burgplatz Höhe Neues Rathaus. Foto: L-IZ.de
    Gegendemo Richtung Burgplatz Höhe Neues Rathaus. Foto: L-IZ.de

    +++ 18:47 Uhr: Am Burgplatz +++

    Die Gegendemonstration bewegt sich auf den Burgplatz zu. Einige Rufe „Feuer und Flamme den Abschiebe-Behörden“ ertönen, doch die Demonstration verläuft friedlich. Auf einem Transparent steht zu lesen „Rassismus tötet“ und es wird dem ermordeten Kamal K. gedacht.

    An der Ausfahrt des Parkhauses staut sich kurzzeitig der Verkehr, die Polizei hat neben einem kleinen Spalier Position auf dem Burgplatz bezogen.

    Die Gegendemo hat die Thomaskirche passiert und zieht Richtung Neues Rathaus wo ab 18 Uhr eine Kundgebung angemeldet ist. Foto: L-IZ.de
    Die Gegendemo hat die Thomaskirche passiert und zieht Richtung Neues Rathaus wo ab 18 Uhr eine Kundgebung angemeldet ist. Foto: L-IZ.de

    +++ 18:22 Uhr: Von der Kirche zum Rathaus +++

    NoLegida und „Leipzig nimmt Platz“ haben vom Markt kommend die Thomaskirche nur gestreift und laufen nun Richtung Neues Rathaus. Die Polizei eskortiert die derzeit rund 400 Teilnehmer der Demonstration, welche bereits ab 17 Uhr auf dem Marktplatz angesetzt war. Mal sehen, ob nun doch noch die Absperrgitter benötigt werden, denn offenbar wollen die NoLegida-Anhänger so nah wie möglich an den Simsonplatz und den Startort von Legida über die Harkortstraße heran.

    Rund 400 Gegendemonstranten sind derzeit unterwegs. Foto: L-IZ.de
    Rund 400 Gegendemonstranten sind derzeit unterwegs. Foto: L-IZ.de

    +++ 18:15 Uhr: Polizei konzentriert sich auf die Thomaskirche +++

    Die Polizei konzentriert sich weiter am Martin-Luther-Ring auf der Höhe Thomaskirche und Gottschedstraße. Hier sind mittlerweile Reiterstaffeln und einige Hundertschaften eingetroffen. Immer mehr Beamte bewegen sich mittlerweile auch auf der Gottschedstraße. Auch die Einsatzkräfte scheinen hier das Eintreffend er Gegendemonstranten zu erwarten.

    +++ 18:07 Uhr: Gähnende Leere am Rathaus +++

    Die Absperrgitter am Neuen Rathaus bleiben offenbar eingepackt. Hier herrscht gähnende Leere, was dafür sprechen könnte, dass sich dort heute eher kaum NoLegida-Anhänger einfinden könnten. Die Initiative hatte am heutigen Tage auf die Routenverlegung über den Martin-Luther-Ring reagiert und dazu aufgerufen, möglich frühzeitig an der Thomaskirche zu sein.

    Auch auf dem Simsonplatz ist erwartungsgemäß noch wenig los. Hier und an der Thomaskirche sind derzeit auch die meisten Polizeikräfte zusammengezogen. Etwa 70 Einsatzfahrzeuge sind auf dem Simsonplatz geparkt, während Legida noch dabei ist, die Bühne aufzubauen.

    Gähnende Leere um 17:30 Uhr am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de
    Gähnende Leere um 18 Uhr am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

    +++ 16:30 Uhr: Das Vorgeplänkel im Netz und vor Gericht +++

    Kriegslyrik gab es in den vergangenen Tagen wieder zur Genüge zu lesen, für Legida steht der Feind links und ein anonymer Beitrag einer sogenannten „Riot Crew“ auf einem linksradikalen Netzportal „Indymedia“ ist den Anhängern Beweis für die Gewaltbereitschaft der Gegnerseite. Das Problem bei dem Portal „Indymedia“ mal wieder – jeder kann dort im Netz anonyme Posts und Beiträge absetzen, nachgeprüft wird dabei nichts. Zuletzt hatte an gleicher Stelle ein anonymer Schreiber für Furore gesorgt, indem er vor Silvester 2014/15 anonym 50 „Anschlagsziele“ in Leipzig bekanntgab. Das Ergebnis: Die Polizei bestreifte die Orte verstärkt, errichtete einen sogenannten Kontrollbereich und es geschah – nichts.

    Obwohl es sich meist um die Zeilen von Einzelnen handelt, bleibt dennoch das Restrisiko, es könnten sich Menschen solchen Aufrufen anschließen. Meist kostet Indymedia, wie ähnliche Seiten aller radikaler Schattierungen bei Facebook einfach Geld, wenn Polizeistreifen verstärkt oder wie im vorliegenden Fall Demonstrationsorte überwacht werden müssen.

    Der Polizeihubschrauber ist seit 16:30 Uhr bereits in der Luft. Foto: L-IZ.de
    Der Polizeihubschrauber ist seit 16:30 Uhr bereits in der Luft. Foto: L-IZ.de

    Auch beim jetzigen Gewalt-Aufruf der „Riot Crew“ vom 18. April bemerken aufmerksame Leser eine gewisse „Hooligan-Sprache“ und den Unterschied zwischen einem Aufruf, es mögen sich andere finden, die randalieren sollen, als eine konkrete eigene Ankündigung. Wenn es heißt, man solle es in Leipzig „mal richtig krachen lassen“, ist offenbar mal wieder jemand auf der Suche nach anderen, die Gewalt ausüben sollen.

    So bliebe es laut der anonymen Formulierungen „ … zwar am Montag das Ziel dem rassistischen Legida-Haufen in den Arsch zu treten, aber sich nicht ausschließlich darauf zu fokussieren. Gebt der Stadt und den Cops die Quittung für die letzten Wochen. LASST ES KRACHEN UND KNALLEN!“ Weiter rufen der oder die Schreiber zur Gewalt gegen die Polizei und Stadt auf: „Gehen wir die Cops an! Machen wir die City platt! Scheißt auf die Demos und angemeldeten Kundgebungen, findet euch zusammen und legt los! Wo ihr wollt und wie ihr wollt! Legida und Stadt bestimmen den Zeit und den Ort, wir den Preis!“

    Der Aufruf zum letzten Gefecht?

    Was wie ein Aufruf zum letzten Gefecht daherkommt, hat längst unter dem Beitrag zu einer ausführlichen Debatte geführt. Viele Beiträge der Kommentatoren sehen den Gewaltaufruf kritisch, mancher „bedankt“ sich für den Bärendienst, welchen die unbekannten Schreiber den Gegendemonstranten von NoLegida damit tun würden. Einige vermuten einen „Fake“, auch das ist möglich, wenn man die Arbeitsweise von Indymedia kennt. Wenig Zustimmung also, doch die zuletzt noch rund 500 Legida-Anhänger wittern Gefahr für Leib und Leben.

    Die eigentliche Wirkung des Pamphletes bekommt heute das Bündnis aus „Leipzig nimmt Platz“ und „NoLegida“ zu spüren. Dort heißt es nun, man würde sich ab 18:00 am Neuen Rathaus treffen und sei gezwungen, ab 19:00 bis 22:00 auf den Augustusplatz zu wechseln. Die Begründung dafür: „Ordnungsamt und Polizei haben aufgrund eines bei Indymedia veröffentlichten Gewaltaufrufs unsere ursprünglich angemeldeten Kundgebungen in Hör- und Sichtweite abgelehnt.“

    Die Polizei heute auch hoch zu Pferde am Martin-Luther-Ring. Foto: L-IZ.de
    Die Polizei heute auch hoch zu Pferde am Martin-Luther-Ring. Foto: L-IZ.de

    Die Gegner von Legida könnten also gemeinsam mit „Legida-Das Original“, welche heute auf der Opernseite demonstrieren können, auf dem Augustusplatz landen, während Legida nach einer Klage gegen die erste Beauflagung durch die Stadt in einer Eilentscheidung des Gerichtes ihre ursprüngliche Route genehmigt bekam. Die Begründung des Gerichts stehe noch aus, bestätigte heute ein Sprecher der Stadt das Urteil gegenüber L-IZ.de. Da für die Klage die Spenden der Anhänger eingesetzt werden mussten, jubelte heute das Bündnis auf ihrer Facebookseite, dass die Kosten bei dem erstmals zu ihren Gunsten ausgegangenen Verfahren nunmehr von der Stadt Leipzig zu tragen seien. Bei einem Streitwert von 5.000 Euro hat vermutlich zumindest der Legida-Anwalt ein paar Euro verdient.

    Mit dem Statement von Legida dazu: „Die Schreihälse der SAntifa rundum Nowicki, Kasek, Neuhof, Nagel & Co. lassen wir heut mal rechts liegen!“ (Fehler im Original) sind die Organisatoren dann heute selbst wieder in die Nähe der Kampflyrik des anonymen Schreibers auf Indymedia gelandet, wenn auch auf der anderen politischen Seite und ohne konkreten Gewaltaufruf. Nachdem es in den vergangenen Wochen zu Ermüdungserscheinungen seitens der Legida-Anhänger kam, verbucht man endlich mal wieder einen vorzeigbaren, kleinen Erfolg und sucht die Personalisierung der Gegner auf Stammtischniveau.

    Bewegung auf beiden Seiten

    Die Route von Legida wird damit auf der anderen, westlichen Seite der Stadt über den Ring führen – das Polizei und Ordnungsamt haben damit nunmehr zwei durch den Innenstadtkern getrennte Veranstaltungen zu beobachten, sollten die NoLegida-Anhänger gegen 19 Uhr das Feld am Neuen Rathaus räumen.

    19 Uhr startet Legida nach der richterlichen Eil-Entscheidung auf dem Simsonplatz (Anfangs- und Endpunkt) mit einer Kundgebung, um anschließend über die Harkortstraße auf den Ring (immer an der Innenseite entlang) zu marschieren. Die Route ab da lautet Martin-Luther-Ring, Dittrichring, Goerdelerring, Richard Wagner-Platz und anschließend geht es auf der gleichen Route wieder zurück. Also dann ebenfalls auf der Innenseite über Goerdeler-Dittrich-Martin-Luther-Ring auf der Harkortstraße zum Simsonplatz.

    Mit gravierenden Verkehrsbehinderungen am Ring ist also zu rechnen. Und, was die Stadt mit ihren Auflagen zu verhindern suchte, die Shoppingfreunde an den Höfen am Brühl bekommen Besuch.

    NoLegida startet mit der Demonstration von „Refugees Welcome“ um 17 Uhr ab Marktplatz in der Leipziger Innenstadt. Im Aufruf heißt es weiter: „Da wir uns aber nicht verbieten oder beiseite schieben lassen, rufen wir euch dazu auf, so FRÜH WIE MÖGLICH den Platz vor der Thomaskirche rund um die Kreuzung Gottsched-Strasse/Ring zu fluten.“

    Der Polizeihubschrauber ist bereits in der Luft und steht über dem westlichen Ring am Himmel.

    Topthemen

    5 KOMMENTARE

    1. Ich kann Herrn Freitag zustimmen. Sehr. Und Ihnen, Klaus, auch in der Feststellung, dass Gewalt keine Option ist. Gar nicht zustimmen kann ich Ihnen in der Behauptung, dass der Normalbürger davon ausgeht, dass die Gewalt nicht von Legida/Pegida ausgeht. Ich mache andere Erfahrungen. Es hängt wohl von der sozialen Bezugsgruppe ab, welche Rückmeldungen man bekommt. Fakt ist: das Argument, „alle sehen das so“ ist ein falsches Totschlagargument, kein Ausgangspunkt einer sachlichen multiperspektivischen Diskussion.

    2. Lieber Klaus, in die Kategorie „Verharmlosung“ müssen wir nicht eintreten, da alles, was erfassbar war nachweislich (siehe oben) durch uns berichtet wurde. Heute gehen weitere Darstellungen von allen möglichen Seiten ein – auch diese gilt es zu sortieren und zu berichten.

      Obwohl ich es schon in meiner ersten Antwort verdeutlicht hatte: Es ist kein Zeichen menschlicher Größe und ehrlichem Bemühen um eine Sache, wenn diese unter der Ausübung von Gewalt oder/und mit der Androhung derselben verfolgt wird. Ganz gleich von welcher Seite. Weshalb wir auch klar trennen zwischen friedlichen Gegenprotesten, Protesten und dem unrühmlichen Rest.

      Deshalb vielleicht direkt zur eigentlichen Frage: Gewalt kennt viele Facetten, sie beginnt im Kopf, äußert sich meist am Anfang verbal, baut Gegner auf und sucht sich noch häufiger ein festes Ziel, einen Feind, den es zu bekämpfen gilt. Also Konfrontation statt Kooperation – überhaupt nichts für mich. Niemand hat Pegida und Legida gezwungen das große I in den Namen zu schreiben und an einer Stimmung zu arbeiten, welche lautet: Wir gegen andere (also neben Muslimen auch Politik, Medien usw.).

      Es geht um eine Stimmung, welche dazu führt, dass Gewalttaten von allen Seiten zunehmen. Und wenn ich das schreibe, ist leider auch der eine oder andere Polizeibeamte gemeint. Und da haben wir bislang die zunehmenden Übergriffe auf Asylunterkünfte noch gar nicht thematisiert. Diese sich aufschaukelnde Gewalt muss erst einmal enden – eine weitere Eskalation jedenfalls kann niemand wollen.

    3. Ich bedanke mich für Ihre sachliche Antwort, Herr Freitag.

      Auch wenn Sie zu wissen glauben, woher die Gewalt wirklich kommt, hat der Normalbürger in Leipzig und Umgebung einen anderen Eindruck. Er ist überwiegend der Auffassung, dass die praktizierte Gewalt nicht von Legida/Pegida ausgeht, ohne das dortige Gewaltpotential auch nur annähernd zu verharmlosen, sondern von gewissen Kreisen der Gegendemonstranten. Selbst in den Reihen der Polizei ist man nach meinen Informationen überwiegend dieser Ansicht – Ausnahme der Polizeipräsident, Herr Merbitz, & Co.

      Diese Kreise, die nicht vor Gewalt und Straftaten zurückschrecken, sind nach ihrer/n Ansicht/en lediglich harmlose jungen Menschen, die doch nur damit ihren Protest zum Ausdruck bringen wollen?
      Habe ich das so richtig verstanden?

      Tragen Sie mit dieser Auslegung nicht dazu bei, etwas zu verharmlosen, was nicht verharmloste werden darf? Auch bzw. besonders deshalb nicht, weil dieses hohe Gewaltpotential in Deutschland, neben Hamburg, nur in Leipzig zu finden ist. Die Saat dafür wurde vorwiegend in Leipzig selbst gelegt, womit sich politisch keiner auseinander setzten will. Kein Weg wird jedoch daran vorbeiführen.

      Auch die Medien in Leipzig bzw. Sachsen greifen diese Thematik nicht auf bzw. trauen sich an diese Thematik nicht heran. Weshalb wohl? Dabei ist die Lösung recht einfach, weil dazu genügend Material im Internet abrufbar und ausreichend Gesprächspartner (u,a. Tiefensee, Tschense) vorhanden sind.

      Eins möchte ich noch klar und deutlich zum Ausdruck bringen. Ich verabscheue Gewalt jeglicher Art, egal ob aus den Reihen von Legida/Pegida oder beispielsweise auf Sportveranstaltungen. Das trifft demnach auch auf die Gewalt der Linksradikalen zu. Diesbezüglich gibt es für mich keinen Unterschied zwischen guter und schlechter Gewalt.

      Bei solchen Artikel habe ich oftmals den Eindruck, dass der jeweilige Autor jedoch solche Unterschiede macht – aus welchen Gründen auch immer.

    4. @Klaus: Ich gehe mal eine Wette ein. Zwei oder drei Strafen für den Wurf des Bengalos und dem Abfeuern einer Rakete wären tatsächlich dran. Sollten (entgegen unseren Beobachtungen) Steine geflogen sein – ebenfalls. Da hier Schaden Dritter offen in Kauf genommen wird. Das ist (ohne Steine) die Bilanz eines Drittligaspiels an einem Samstag in Deutschland.

      Der Rest der „Straftaten“ spielt sich immer wieder da ab, wo junge Menschen versuchen, ihrem Protest dadurch Ausdruck zu verleihen, dass sie sich auf die Straße setzen oder stellen wollen. (Rechtlich ist dies möglich) Sie greifen also niemanden an, sondern rechnen damit, dass sie von der Polizei „beräumt“ werden. Juristisch gesehen üben sie keinen aktiven Angriff auf andere Menschen aus. Nun bleibt die Frage, wie die Polizei mit diesem Protest-Verhalten umgeht. Derzeit scheint sich das Großaufgebot eher mit einem kruden Gewaltaufruf begründet, welchem (vorab prognostiziert) niemand wirklich gefolgt ist. Der Rest ist reine Hysterie, welche auch durch Legida gezielt geschürt wird, um sich selbst als friedlich darzustellen.

      Aktuell scheint es mal wieder darauf hinauszulaufen, das selbst eine Abwehrhaltung bei einem polizeilichen Zugriff zu einem Angriff auf Beamte umgedeutet wird, da es 14 Strafanzeigen gab. Auch dem werden wir also wieder nachgehen müssen, obwohl es wichtigere Themen gäbe. Interessant wird es wohl, sollte es die Gerichtsverhandlung geben, bei welcher es ausnahmsweise einen sehr gut dokumentierten Vorgang gibt, wo ein Polizeibeamter auf einen Journalisten losgeht. Ein weiterer Prozess wird stattfinden, wo Legida-Teilnehmer dies ebenfalls versuchen.

      Aufgrund vieler Beobachtungen in den vergangenen Jahren stehe ich zu diesen Aussagen zur Not auch vor Gericht. Es ist ein Wechselspiel: Drohungen werden im Vorfeld zum dritten Weltkrieg aufgebauscht, ein polizeiliches Großaufgebot wird organisiert und all dies findet Legida durchaus gut. Soll es doch zeigen, wie wichtig und friedlich die „Bewegung“ ist. Vergessen fast: Der rechtsextreme Rand von Legida geht nach der Demo gern auf die Jagd. Übliches Verhalten von Fußballschlägern übrigens – nicht im Stadion, sondern in der dritten Halbzeit wird die Gewalt ausgeübt.

      Einseitig also? Gern: Wir wissen, woher die Gewalt wirklich kommt. Das darin keine Lösung liegt, wissen wir auch.

    5. ++22.36++ Die Polizei sprach am Abend von insgesamt 14 Straftaten während der Demonstrationen, die alle von Legida-Gegnern verübt worden sein. Ein 25-jähriger Gegendemonstrant wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen, teilte Sprecher Andreas Loepki mit.
      Zu lesen bei LVZ-online.

      Wem soll man eigentlich noch glauben?

      Ich bin kein Freund von Legida/Pegida bzw. besonders von dem, was daraus entstanden ist, Das hat mit einer Bürgerbewegung, die viele Themen berechtigt und sachlich aufgreift, wie ich es mir gewünscht hatte, nichts zu tun.

      Ich bin auch kein Freund der LVZ. Es gibt dort sogar einige (wenige) Personen, welche mich nicht mögen, was auf Gegenseitigkeit beruht und ich auch öffentlich geäußerte habe.

      Ich will ebenfalls nicht verhehlen, dass ich die Berichterstattung der L-IZ zu den heutigen Geschehnissen in Leipzig als sehr einseitig empfinde. Für mich ist es als Bürger der Stadt Leipzig ein Skandal, dass – so zumindest die Angaben in den Medien – 1.500 Polizisten aufgeboten werden mussten, um, eine andere Antwort fällt mir dazu nicht ein, einen einigermaßen normalen Ablauf (wenn man davon überhaupt in Leipzig bzw. Sachsen noch sprechen kann) zu gewährleisten. Weshalb war denn dieses Großaufgebot erforderlich, was erhebliche Steuergelder kostet? Mehr Objektivität in der Betrachtungsweise wäre nach meiner Ansicht wünschenswert. Oder, sehr geehrte Leserinnen und Leser der L-IZ, ist meine Sichtweise zu abwegig? Für sachliche Antworten wäre ich dankbar.

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ