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Der Stadtrat tagt: Verwaltung prüft Einrichtung eines Kältebusses

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    Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung bis zum 1. September die „Notwendigkeit und Finanzierung einer mobilen Kältehilfe“ prüfen soll. Die Linksfraktion hatte ursprünglich beantragt, einen solchen definitiv bis November bei einem sozialen Träger einzurichten, dann jedoch den Verwaltungsstandpunkt übernommen.

    Ein Kältebus ist dazu gedacht, Obdachlose aufzusuchen, ihnen Lebensmittel anzubieten und sie bei Bedarf zu einem geeigneten Übernachtungsplatz zu fahren. In anderen Städten existieren solche Angebote bereits. „Der Kältebus kann nur ein kleiner Baustein eines komplexen Hilfesystems sein“, sagte Linke-Stadträtin Juliane Nagel. Er könne akut, mobil und zu verschiedenen Tageszeiten unterwegs sein.

    Naomi-Pia Witte (Freibeuter) hielt dagegen: „Viele Obdachlose wollen das Angebot aus verschiedenen Gründen gar nicht annehmen.“ Dies beträfe beispielsweise Paare und Menschen mit Hunden. Man müsse das Problem früher angehen und Obdachlosigkeit im Voraus verhindern.

    Ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion wurde ebenfalls fast einstimmig angenommen. Nun muss die Verwaltung zusätzlich prüfen, „ob die Notwendigkeit besteht, mehr Personal für die Straßensozialarbeit und zur Absicherung von Arbeitszeiten in der Nacht sowie Wärmestuben einzurichten“.

     

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    1 KOMMENTAR

    1. Naomi-Pia Witte (Freibeuter) hielt dagegen: „Viele Obdachlose wollen das Angebot aus verschiedenen Gründen gar nicht annehmen.“
      Na und? Nicht jedes Angebot passt auf jeden Menschen, deshalb hat die Frau Nagel schon Recht. Die zusammensetzung der einzelnen Bausteine machts. Klar muss Obdachlosikkeit zuerst einmal verhindert werden. In einer perfekten Welt wär das auch so, aber solang diese nicht perfekt ist, sollte man keine Gelegenheit ungenutzt lassen, diese wenigstens etwas besser und für alle erträglicher zu machen. Die Kosten für so einen Kältebus sind vergleichsweise niedrig,es gibt viele, die Helfen wollen (ich mag das Wort „Ehrenamt“ so gar nicht) und menschlich gesehen sollte man ein Menschenleben wohl besser eh nicht in Kosten-Nutzen-Plänen aufrechnen. So eine Aufrechnung würd schon allein bei so manchem Politiker gründlich in die Hose gehen.

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